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Geschrieben von: LN Beitrag Donnerstag, den 25. März 2010 um 00:00 Uhr

28.ideen1So soll Lübeck noch erholsamer werden. Wege ausbauen, Bänke aufstellen, Rastplätze anlegen, Kleingärten öffnen: Die Stadtverwaltung legt ein Konzept für mehr Erholung vor. Wenn Renate Menken, Vorsitzende der Possehl-Stiftung, sich in Lübeck entspannen will, läuft sie die große Wakenitzrunde oder macht Picknick am Dummersdorfer Ufer. „Mehr als eine Decke brauchen wir nicht", erzählt Menken. Hartmut Sörensen, Chef der Wohnungsgesellschaft
„Trave", liebt Spaziergänge in der Innenstadt und am Wasser. „Die Naherholungsbereiche sind bestens erschlossen", lobt Sörensen. Doch die Verwaltung will die Naherholung in der Hansestadt weiter verbessern. Im Erholungskonzept, das heute der Bürgerschaft vorgelegt wird, werden 333 Vorschläge unterbreitet. Umweltsenator Thorsten Geißler (CDU): „Wir wollen Wohnwert und Lebensqualität weiter steigern."
In einem Kraftakt hat die Umweltverwaltung unter Federführung von Sachbearbeiter Wolfgang Nagel Grünflächen, Wald- und Reitwege, Spiel- und Sportplätze, Erlebnispfade, Rastplätze, Liegewiesen und Grünzüge unter die Lupe genommen. 21 städtische Bereiche und Einrichtungen wurden beteiligt, vier Naturschutzverbände, acht Naturschutzvereine, neun Nachbargemeinden, 43 Vereine und Institutionen, die Parteien und 30 Einzelpersonen. Die Bestandsaufnahme spricht von zahlreichen Schwachstellen. Immer wieder gibt es Lücken im Wegenetz, fehlen Bänke und Wegweiser. Die Analyse ergab beispielsweise, dass Schlutup und St. Lorenz Süd mit Parkanlagen gravierend unterversorgt sind. Zu den häufigsten Verbesserungsvorschlägen zählen die Schaffung von Hundelaufanlagen, die Öffnung von Kleingärten, eine bessere Beschilderung, viele, neue Bänke sowie der Lückenschluss an Wander- und Reitwegen.
Wenn die neue DGB-Regionsvorsitzende Melanie Meyer sich in der Mittagspause erholen will, sucht sie den Platz unterhalb der Puppenbrücke auf. „Lübeck hat ein besonderes Flair", schwärmt Meyer, „viel Wasser, viel Grün und alles mitten in der Stadt." Kurdirektor Uwe Kirchhoff liebt das Brodtener Ufer im Winter. „Ich habe hier einen speziellen Stein, auf dem ich gern sitze", erzählt Kirchhoff. Damit noch mehr Menschen das Brodtener Ufer genießen können, schlägt die Verwaltung einen zweiten Abgang zum Strand vor. Am Dummersdorfer Ufer und am Tremser Teich sollten naturbelassene Badestellen entstehen. In Buntekuh könnte ein Skaterplatz und an der Lohmühle eine BMX-Bahn errichtet werden. Der Travemünder Grünstrand sollte Liegewiese bleiben, und im Waldhusener Forst sollten Straßen gesperrt werden. „Sobald die Sonne herauskommt, liege ich im Strandkorb in Travemünde", verrät Tourismuschefin Andrea Gastager. Erholung sei für die Marke Lübeck ganz wichtig. „Städtetouristen brauchen diese Entspannungsmomente."
Wenn die Bürgerschaft heute zustimmt, können die 333 Vorschläge nach und nach umgesetzt werden. Die Stadt greift auf Mittel aus dem Ausgleichstopf und Landesgelder zurück. Und hofft, dass Stiftungen, Vereine und Bürger Geld geben.
Von Kai Dordowsky
ln-online/lokales vom 25.03.2010 00:00:08
Foto: Mehr Bänke unter anderem an der Obertrave schlägt das Konzept vor. Flora Schnaps (oben) und Ellene Dubowska würden sich freuen. Foto: LUTZ ROESSLER
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