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Geschrieben von: HL-live Donnerstag, den 18. Februar 2010 um 00:00 Uhr

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008.stirbt_tourismus_werbunLübecks Tourismus boomte auch im Krisenjahr 2009 mit einem neuen Übernachtungsrekord. Das könnte sich bald ändern. Lübecks Tourismuschefin Andrea Gastager spricht angesichts von geplanten Einsparungen von einem "langsamen Tod" der städtischen Lübeck und Travemünde Marketing GmbH (LTM).Gastager wird im Finanzbericht der städtischen Gesellschaft deutlich: "Die Reduzierung der Finanzmittel um 500.000 Euro hat zwangsläufig
den langsamen Tod und damit die Liquidierung der Gesellschaft zur Folge." Rund 2,1 Millionen Euro lässt sich die Stadt die Tourismus-Werbung im Jahr 2010 kosten, ein Jahr zuvor waren es noch 2,4 Millionen Euro. In Zeiten knapper Kassen wurde diskutiert, wie man den Betrag senken kann. Die Wirtschaft sollte sich beteiligen. Doch daraus wird nichts. Deshalb soll die LTM jetzt 500.000 Euro im Jahr einsparen.

Gleichzeitig wurden der städtischen Gesellschaft neue Aufgaben übertragen. Sie ist jetzt neben dem Tourismus-Geschäft auch für das Stadtmarketing, die Vergabe von Veranstaltungsflächen und der Durchführung von Events zuständig. Geplant ist auch die Übernahme der Wirtschaftsförderung.

Aus dem Fachbereich von Wirtschaftssenator Wolfgang Halbedel gibt es Unterstützung für die LTM: "Eine Reduzierung des Budgets in angegebenen Umfang führt dazu, dass die Gesellschaft nicht mehr handlungsfähig ist und ihren ZWeck nicht mehr erfüllen kann, somit wäre die Destination Lübeck-Travemünde nicht mehr im Wettbewerb präsent." Und das würde Lübeck wirtschaftlich hart treffen. Nach Angaben der Stadt sichert der Tourismus mit einem Jahresumsatz von 595,4 Millionen Euro rund 15.500 Arbeitsplätze. Das Steueraufkommen betrage 13,1 Millionen Euro.

BfL-Fraktionschef wies schon im Herbst Forderungen nach einer Rücknahme der Einsparungen ab. 500.000 Euro seien drei Cent pro Tourist oder 50 Cent pro Übernachtung. Dieses Geld müsse von der Touismus-Wirtschaft aufgebracht werden.

Autor: VG vom 18.02.2010 10.36
Fotos:Wird Lübeck in Zukunft nicht mehr um Touristen werben? Foto: JW
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