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Aktuelles - HanseBeltRegion und die FehmarnBeltbrücke

Geschrieben von: LN Beitrag Freitag, den 26. Februar 2010 um 00:00 Uhr

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03.vermieter_in_alarmstimmungOb Brücke oder Tunnel: Am Fehmarnbelt soll 2013 Baubeginn sein und 2018 die feste Querung eröffnet werden. Das trifft besonders die Vermieter um Puttgarden.Für Inga Karten war das alles andere als ein Heimspiel. Die Berliner Pressesprecherin des dänischen Staatsunternehmens „Femern A/S" versuchte am Mittwochabend, ausgerechnet den zunehmend besorgten Vermietern im Verkehrsverein Puttgarden die Segnungen der festen Beltquerung schmackhaft zu machen.Aber ihr Auftritt in der „Höhle der Löwen" entfachte keine Jubelstimmung. „Dabei haben wir uns noch wie gezähmte Löwen aufgeführt", kommentierte hinterher die scheidende Vorsitzende Elfriede Kleingarn. Doch zaghaft freundliche Zustimmung erntete Karten nur eingangs, als sie ankündigte: „Eröffnung ist 2018, sofern alles nach Plan läuft."In den Mittelpunkt der Debatte rückten die mehrjährige Bauphase, die bisherigen Tourismus-Umfragen und die angedachten Umwelt-Auflagen. Stichwort Großbaustelle: Rund 40 000 Quadratmeter würden für eine Brücke mit bis zu 200 Beschäftigten benötigt, sogar rund 150 000 Quadratmeter für einen Tunnel mit etwa 250 Bauarbeitern.

In diesen Planspielen sind mögliche Produktionsstätten noch nicht enthalten. Denn bislang ist auf der Insel ein Arbeitshafen politisch nicht mehrheitsfähig. Für die Arbeitskräfte seien Unterkünfte auf der Baustelle vorgesehen, dämpfte Karten zugleich vage Hoffnungen einiger Vermieter.

 

Auch touristische Pluspunkte konnten die Zuhörer kaum überzeugen. Bessere Erreichbarkeit, die Baustelle als neue Attraktion oder auch Zeit- und Kostenersparnisse via Skandinavien: Es hagelte ein ganzes Bündel an kritischen Nachfragen. „Wo ist die Kostenersparnis?" hakte Marion Ogriseck nach – zumal sich die Maut an den Fährpreisen orientieren wird. Karten verwies auf den Güterverkehr, der den 160 Kilometer langen Umweg über Flensburg sowie aufwändige Verladungen künftig einspare.

Auch der mögliche Zustrom von technikverliebten Baustellen-Touristen kam nicht gut an. Mehrere Vermieter warfen ein, Tagesgäste könnten den Wegfall von Natururlaubern kaum ausgleichen. „Der Eintritt zum geplanten Infocenter ist selbstverständlich kostenlos", versprach Karten. Wie stark sich Femern A/S an der Finanzierung beteilige, sei noch nicht entschieden.

Heftig angezweifelt wurden die Tourismusumfragen auf Fehmarn und in Großenbrode. Annegret Ewerth-Wilder forderte dazu auf, die Fragebögen an die Vermieter weiterzureichen. Kleingarn hakte nach: Doch kein einziger im Saal war bislang befragt worden. Und die Umweltauflagen an Land und auf See? „Ich habe ein Horror-Kino im Kopf", bezweifelte Ogriseck, dass nach Baubeginn alle auf Umwelt, Natur und Touristen Rücksicht nähmen: „Zeit ist doch Geld!"

Von Gerd-J. Schwennsen

ln-online/lokales vom 26.02.2010 00:00:04
Foto: So könnte das Jahrhundertbauwerk zwischen Puttgarden und Rødby 2018 aussehen. Femern A/S geht davon aus, dass 2011 entschieden wird, ob eine Brücke oder doch ein Tunnel kommt. Foto: ARCHIV
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