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Aktuelles - HanseBeltRegion und die FehmarnBeltbrücke

Geschrieben von: LN Beitrag Sonntag, den 21. März 2010 um 00:00 Uhr

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004.beltbrueckeDie Hansestadt Lübeck will vom Bau der Beltbrücke profitieren. Auf 500 000 Quadratmetern Hafengelände (50 Hektar) sollen von 2013 an die riesigen Betonteile gegossen und mit großen Transportschiffen zur Baustelle im Belt gefahren werden. Bürgermeister Bernd Saxe (SPD) hat den Hut jetzt offiziell in den Ring geworfen. Eine Arbeitsgruppe im Rathaus ist bereits eingerichtet worden, um die Bewerbung der Stadt vorzubereiten.
„Es geht um Investitionen von 100 Millionen Euro, die nach Lübeck fließen würden", rechnet Saxe vor. Die Stadt selber müsse nichts zahlen. Und: Im Hafen würden bis zu 2000 neue Jobs entstehen, von denen die gesamte Region profitieren würde. Allerdings schläft auch die Konkurrenz nicht: Kiels Oberbürgermeister Torsten Albig (SPD) hat ebenfalls eine Bewerbung abgegeben. Wird das wieder mal ein Zweikampf Kiel-Lübeck? Albig sendet Friedenssignale: „Dieses Vorhaben ist so groß und umfangreich, dass Kiel und Lübeck partizipieren sollten."
Denkbar wäre das. Insgesamt werden für den Brückenbau sechs Bauhäfen in bis zu 120 Kilometer Entfernung vom Belt gesucht. Drei sollen in Dänemark liegen, drei außerhalb.
Neben Lübeck und Kiel kämen allerdings auch Rostock oder Puttgarden infrage. Gefordert sind neben 50 Hektar zusammenhängender Fläche ein Gleisanschluss und Autobahnnähe, außerdem muss der Kai von großen Seeschiffen angesteuert werden können. Die Entscheidung zwischen den Bewerberstädten wird der dänische Bauherr „Femern A/S" treffen. Dann müssen sich die Konsortien, die von Femern mit dem Bau der Brückenabschnitte beauftragt werden, mit den Häfen abstimmen.
Saxe rechnet fest damit, dass der Zuschlag an die Trave geht. „Wir rechnen dem Lübecker Hafen gute Chancen aus", sagt auch Bernd Rohwer, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer. „Er ist ideal gelegen, bestens angebunden, verfügt über eine hervorragende Infrastruktur." Und während in Kiel noch nach freien Flächen gesucht wird (man hofft zum Beispiel auf den Abzug des Marinefliegergeschwaders in Holtenau), hat Dirk Gerdes, Chef der Wirtschaftsförderung Lübeck, bereits geeignete Flächen ausgemacht: „Das ehemalige Metallhüttengelände in Herrenwyk, das sogar über ein Zementwerk verfügt, Flächen am Skandinavienkai, das frühere E.on-Gelände in Siems, das LMG-Gelände."
Für den Arbeitsmarkt im Süden des Landes und in Mecklenburg brächte der Bauhafen eine enorme Entlastung, erklärt Saxe. Zwar wären die 2000 Jobs auf sechs Jahre Bauzeit befristet, „die Infrastruktur auf dem Gelände könnte danach aber weiter genutzt werden". „Ich bin überzeugt, dass der Bau viele positive Effekte für unsere Region bringen wird", sagt auch Arbeitsagentur-Chef Wolfgang Werner. Schon in diesem Jahr werde man mit Umschulungen zum Maurer, ins Hotelfach und mit Dänischkursen beginnen.
Von Wolfram Hammer
Ln-online/lokales vom 21.03.2010 09:38
Foto: 2018 sollen die ersten Autos über den Fehmarnbelt fahren. Lübeck will sich als Bauhafen für das Jahrhundertprojekt bewerben.ZEICHNUNG: LN-ARCHIV
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