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Geschrieben von: LN Beitrag Sonntag, den 04. April 2010 um 00:00 Uhr

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35.eskaimplantLübeck - Gute Nachricht für Eska Implants: Eine britische Firma übernimmt die insolvente Firma und will 100 Jobs retten.
„Das Unternehmen kann unter neuer Flagge weitersegeln", teilte der Insolvenzverwalter Klaus Pannen jetzt mit. Der neue Investor, ein Unternehmen der englischen Summit Medical Group will den Standort Lübeck sowie 100 Arbeitsplätze erhalten. Die übrigen 70 Mitarbeiter werden ein halbes Jahr in einer Transfergesellschaft weiter qualifiziert. „Ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden", bilanzierte Pannen.Die Lübecker Eska Implants AG, die in der Grapengießer Straße künstliche Hüft- und Kniegelenke herstellt, hatte Ende Januar Insolvenz angemeldet. Als Grund für die Pleite waren hohe Verluste beim Markteintritt in den USA und europäischen Ländern angegeben worden. Zudem soll es eklatante Fehler beim Finanzmanagement gegeben haben.Lübecks Bürgermeister Bernd Saxe (SPD) zeigte sich über die Wendung erleichtert: „Eska Implants ist ein innovatives Unternehmen, das über Jahre erfolgreich gearbeitet hat" Es sei sehr erfreulich, dass nun immerhin 100 Arbeitsplätze erhalten blieben. „Wir freuen uns, dass ein so wichtiges und innovatives Unternehmen übernommen wird",
sagte auch Lars Schöning, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer zu Lübeck.
Wirtschaftsminister Jost de Jager (CDU) zollte dem Insolvenzverwalter Lob und zeigte sich über den Neustart des Unternehmens hoch erfreut: „Nach dem Insolvenzantrag vom Januar ist das eine gute Nachricht für weit mehr als die Hälfte der ursprünglichen Belegschaft, aber auch für die Region Lübeck." Der britische Investor Summit Medical Group verfügt nach den Worten von de Jager über große Erfahrungen im Bereich von Medizinprodukten. Er sei zuversichtlich, dass das Investment der Briten langfristig angelegt sei.
Nach Ansicht von Eska-Implants-Vorstandsmitglied Ralf Okonnek können die Engländer mit Eska Implants ihr Portfolio ergänzen – und auf den deutschen Markt vorrücken. „Wir wären ein gutes Sprungbrett für sie", meint Okonnek. Schließlich sei Medizintechnik trotz der Krise der Lübecker Firma ein Wachstumsmarkt.
Eska Implants war 1974 von Hans Grundei gegründet worden. Hergestellt werden dort medizinisch-technische Produkte. Grundei, zuletzt Aufsichtsratsvorsitzender des Unternehmens, hält mehr als 1000 Patente und wurde 1986 für eine von ihm entwickelte mitwachsende Tumor-Prothese mit dem „Innovationspreis der Deutschen Wirtschaft" ausgezeichnet.
Von Julia Paulat
ln-online/lokales vom 04.04.2010 14:33
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