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Geschrieben von: LN Beitrag Dienstag, den 20. April 2010 um 00:00 Uhr

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44.nachtflugHilfe aus Lübeck: Der Flughafen Blankensee hat den Airlines angeboten, nach Ende des Flugverbots wegen der Aschewolke gezielt Lübeck anzufliegen, um gestrandete Urlauber nach Hause zu bringen. „Im Gegensatz zu großen Flughäfen gilt bei uns kein Nachtflugverbot“, sagt Geschäftsführer Michael Lange. „Bei uns können die Maschinen jederzeit landen!“Die EU will bereits heute Teile des europäischen Luftraums wieder freigeben. Lufthansa, Condor und Air Berlin haben gestern per Sondergenehmigung des Bundesluftfahrtamtes wieder erste Flugzeuge starten lassen. Die Maschinen fliegen in 3000 Metern Höhe nach Sicht – im unteren Luftraum, in dem normalerweise nur kleine Propellerflugzeuge unterwegs sind und sich kaum Aschepartikel befinden. Dennoch sprach die Pilotengewerkschaft Cockpit von einem „unverantwortlichen Handeln“. 50 Maschinen mit 15 000 Passagieren werden am Morgen aus Asien, Amerika und Afrika in Frankfurt erwartet.Sobald der Luftverkehr wieder möglich ist, wollen die Airlines schnellstens die 250 000 weltweit festsitzenden Deutschen zurückholen. Unter ihnen: Kiels Innenminister Klaus Schlie (CDU), der auf Mallorca festsitzt, sowie viele Schüler und Lehrer aus dem Norden.
So fehlen allein in der Grundschule St. Jürgen in Lübeck zehn der 72 Lehrer. An der Bad Oldesloer Gemeinschaftsschule am Masurenweg fällt heute in einigen Klassen sogar der Unterricht wegen Lehrermangels aus.
Experten rechnen nach Ende des Flugverbots mit einem gigantischen Stau am Himmel. Um ein Chaos zu verhindern, hat die Hamburger Umweltbehörde angekündigt, das Nachtflugverbot vorübergehend aussetzen zu wollen. Auch der Lübecker Airport will helfen. „Für Maschinen aus Hamburg, Hannover und Bremen sind wir eine gute Alternative“, so Lübecks Flughafen-Chef Lange. Kiels Verkehrsminister Jost de Jager (CDU) lobt das Angebot. Ryanair meldet Interesse an. „Wir werden Strecken mit zusätzlichen Maschinen bedienen“, so Sprecherin Henrike Schmidt.
Wirtschaftsexperten prognostizieren derweil einen gigantischen volkswirtschaftlichen Schaden. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag spricht von einem Verlust von einer Milliarde Euro pro Tag. Das Flugverbot trifft auch Firmen im Norden. „Wir können keine der weltweit dringend benötigten Ersatzteile versenden. Unsere Monteure sitzen fest“, sagt Robert Focke, Geschäftsführer des Lübecker Maschinenbauers Baader. Beim Lübecker Drägerwerk sitzen etliche Mitarbeiter auf Flughäfen fest. Massive Probleme haben die Luftfrachtspediteure im Norden. Nicht nur der Warenfluss liegt darnieder. „Die Fluggesellschaften haben fast ausnahmslos ein Frachtembargo ausgesprochen. Es werden keine Waren angenommen, die Lagerkapazitäten sind erschöpft“, sagt Jens Sorgenfrei, Geschäftsführer der Spedition Crossfreight in Hamburg.

Von Bastian Modrow und Gerhard Krüger
ln-online/lokales vom 20.04.2010 11:29
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