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Geschrieben von: LN Beitrag Samstag, den 24. April 2010 um 00:00 Uhr

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48.fliegtwiederGlückliche Gesichter auf dem Lübecker Flughafen: Nach dem Aschechaos sind die ersten Ryanair-Maschinen aus Stansted und Palma gelandet – mit der Stadtspitze.Die Treppe der Boeing 737 ist gerade ausgefahren, schon hasten teils genervt, teils müde wirkende Fluggäste Richtung Terminal. Keine ungewöhnliche Szene am Flughafen, doch diese Rückkehr ist etwas Besonderes. Viele Passagiere haben über eine Woche auf den Rückflug nach Lübeck gewartet. Prominenteste Spätrückkehrerin: Stadtpräsidentin Gabriele Schopenhauer (SPD).„Ich fühle mich etwas übernächtigt“, sagt die Politikerin, als sie mit ihrer Familie über das Rollfeld geht. Auch Schopenhauer war sichtlich froh darüber, wieder auf dem Flughafen in Lübeck anzukommen – auch wenn sie dessen Ausbau kritisch gegenübersteht. Dass ihre Maschine aus Palma gestern fliegen konnte, war noch am Mittwochabend unklar gewesen. Laut Flughafen sei der Flieger mit 120 Passagieren nur zu zwei Dritteln besetzt gewesen.„Erst am Donnerstag um 2 Uhr früh hatten wir Gewissheit“,
sagt ein weiterer Passagier, der einen Kinderwagen über das Rollfeld zur Abfertigungshalle schiebt. Viele Gäste am Flughafen haben die halbe Nacht am Computer verbracht und gehofft, dass sich auf der Ryanair-Homepage im Internet etwas bewegt.
Stunden später, um kurz vor 9 Uhr, gibt es bereits glückliche Szenen, als die Maschine aus Stansted pünktlich in Lübeck landet. „Wir warten seit Sonntag auf unsere Kinder“, sagt Bettina Jespersen aus Lübeck, die mit ihrem Mann Thomas suchend durch die Reihen der Ankommenden blickt. Endlich sehen sie ihre Tochter Mona Lee (16) und ihren Sohn Joschua (17). Freudestrahlend fallen sich die vier in die Arme. „Wir haben uns schon Sorgen gemacht – einfach nicht zu wissen, was los ist, war nervig“, sagt Jespersen. Der Urlaub bei der Cousine in London wurde notgedrungen verlängert. „Die Kinder konnten nicht zur Schule gehen“, ergänzt Thomas Jespersen.
Steffi Ziegler schließt ihre Mutter Astrid ebenfalls glücklich in die Arme. „Das ist für mich ein ganz wichtiger Familienbesuch“, erklärt sie. Seit vier Jahren wohnt die Prignitzerin in London und kommt nur ab und an zu Besuch. „Ich bin so froh, dass der Flieger heute Morgen ging“, sagt die Tochter. Die Maschine aus Stansted war allerdings nur mit etwa 60 Passagieren besetzt. „Ich denke, dass viele Fluggäste mittlerweile versucht haben, auf andere Verkehrsmittel umzusteigen“, erklärt Daniela Stricker, Assistentin der Geschäftsleitung am Airport Blankensee.
Als wäre es ein Ausgleich zu den spärlich besetzten Boeings aus Stansted und Palma, landete gestern Mittag eine gut besetzte Chartermaschine mit Fußballfans aus Fulham. „Wir wollen zum Europa-League-Spiel zwischen dem HSV und dem FC Fulham“, erzählt Matt Evans strahlend in britischem Englisch. Den Ausflug zum Spiel hat der 33-Jährige zusammen mit seinem Vater John (64) sehnsüchtig erwartet. Bereits am 13. April war der Flug angemeldet worden. Aber: „Erst am Mittwochnachmittag war klar, dass die Maschine aus London Gatwick auch wirklich kommt“, berichtet Daniela Stricker. So lange sei aufgrund der Aschewolke nicht klar gewesen, ob ein Flug nach Lübeck möglich sei. Der Flughafen in Blankensee begrüße die schnelle Wiederaufnahme des Flugverkehrs. „Wir freuen uns, wieder voll durchstarten zu können“, erklärt Stricker.
Warum hat Ryanair Passagiere auf europäischen Flughäfen einen Tag länger auf die Rückreise warten lassen? „Die Situation im Luftraum war unklar“, sagt Ryanair-Sprecherin Henrike Schmidt, „aus Gründen der Planungssicherheit haben wir gewartet, um verbindliche Aussagen machen zu können.“ Inzwischen wirbt die Fluggesellschaft mit drei Millionen Flügen ab drei Euro und dem Slogan: „Der Staub hat sich gelegt – Explosive Ryanair-Angebote“.

Von Florian Grombein
ln-online/lokales vom 23.04.2010 00:00
Foto: Zurück aus Palma: Gestrandete Urlauber schwebten mit Ryanair ein. Foto: Florian Grombein
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