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Geschrieben von: LN Beitrag Mittwoch, den 21. April 2010 um 00:00 Uhr

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04.solardachTechnikzentrum erhält Lübecks größtes Solardach. Lübeck - Das Technikzentrum Lübeck (TZL) setzt auf die Sonne. Auf zwei Gebäuden der Hochtechnologiestätte in der Seelandstraße entstehen die größten Solardächer Lübecks. Lübeck als High-Tech-Standort verstärkt ins Blickfeld rücken und den Einsatz erneuerbarer Energien vorantreiben will das Großprojekt,
das gestern vom Technikzentrum vorgestellt wurde. Auf den TZL-Dächern reihen Fachleute derzeit auf einer Fläche von insgesamt 1800 Quadratmetern ein Photovoltaik-Modul neben das andere. Bereits in wenigen Tagen sollen alle 500 Solarmodule, jedes 1,50 mal ein Meter groß, Sonnenlicht in Strom umwandeln. TZL-Chef Raimund Mildner will mit der Sonnenenergie klotzen und nicht kleckern. Er erwartet eine jährliche Gesamtstromausbeute von 110 000 Kilowattstunden. Dies entspricht dem Jahresverbrauch von 40 Lübecker Haushalten.
Aber damit soll es noch lange nicht getan sein. Bereits im kommenden Jahr sollen weitere Dächer des Technikzentrums mit Solarmodulen bestückt werden. Nach Abschluss des Großprojektes werden auf den Dächern des TZL in unmittelbarer Nähe des Lehmannkais rund 350 000 Kilowattstunden Strom pro Jahr erzeugt. Das ist der Jahresenergieverbrauch von 120 Einfamilienhäusern.
Dass es gestern bei der Vorstellung des Solarprojektes in Strömen regnete, ist kein böses Omen. Die Solarmodule produzieren auch Strom, wenn die Sonne sich nicht zeigt. Raimund Mildner betonte, dass sämtliche Komponenten der Anlage von deutschen Herstellern stammen.Vergeben wurde der Großauftrag an die Lübecker Firma Schatte, Spezialistin im Bereich Solarenergie. Deren geschäftsführender Gesellschafter Matthias Rohlf freut sich über den „bislang größten Solarauftrag des TZL, weil wir uns als kompetenter Partner für Photovoltaik-Anlagen weiter profilieren können“. Der Unternehmer betonte die große Bedeutung derartiger Anlagen für den Klimaschutz. Solaranlagen dürften nicht allein unter dem Gesichtspunkt der Wirtschaftlichkeit betrachtet werden. Der Umweltschutz sei ein ganz wesentliches Argument für die Sonnenenergie. Die 110 000 Kilowattstunden der ersten Baustufe würden in 20 Jahren zu einer CO2-Einsparung von 900 000 Kilogramm führen. Die komplette Anlage werde es mit ihren 350 000 Kilowattstunden gar auf eine jährliche CO2-Reduzierung von knapp drei Millionen Kilogramm bringen. Rohlf: „Der erste Bauabschnitt der Photovoltaikanlage wird bereits im Mai abgeschlossen.“
Auch die Finanzierung des Solarprojekts trägt nach den Worten von Raimund Mildner „Lokalkolorit“. Der TZL-Chef: „Die Sparkasse zu Lübeck gab binnen kürzester Frist die Finanzierungszusage für das Investitionsvolumen von einer halben Million Euro.“ Nach Aussage von Sparkassen-Vorstandsmitglied Frank Schumacher seien die Voraussetzungen für eine schnelle Entscheidung vorhanden gewesen, weil „alle erforderlichen technischen und wirtschaftlichen Planungen und Berechnungen samt Herstellerunterlagen vollständig und nachvollziehbar als Paket vorgelegt wurden“. Bei einer derartigen detaillierten Planung gebe es „für größerer Investitionsvorhaben keine Finanzierungsengpässe“, sagte Schumacher.
Mit dem Solardächern wirbt das Technikzentrum für Lübeck als Hochtechnologie-Schmiede. Die Hansestadt habe in diesem Bereich viel zu bieten, sagte Mildner und nannten unter anderem das Kompetenzzentrum Brennstoffzellentechnologie im Multifunktionszentrum im Hochschulstadtteil und die Ansiedlung von High-Tech-Unternehmen im Technologiezentrum, wie die Windkraft-Entwickler deWind und die Brennstoffzellen- und Siliziumtechnologie der Firma „omt“. Mildner: „Das Technikzentrum an der Seelandstraße ist ein prädestinierter Standort für weitere Firmenaktivitäten im Bereich der erneuerbaren Energien.“

Von Torsten Teichmann
Ln-online/lokales vom 21.04.2010 00:00
Foto: Sind stolz auf ihr Solarprojekt: TZL-Chef Raimund Mildner (links) und Matthias Rohlf, Geschäftsführer der Firma Schatte. Foto: Wolfgang Maxwitat
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