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Geschrieben von: airport-hl.de Donnerstag, den 17. Februar 2011 um 17:33 Uhr

Pressemitteilung des Betriebsrates der Flughafen Lübeck GmbH

Wir, die Belegschaftsvertreter der Flughafen Lübeck GmbH, werden nicht tatenlos mit ansehen, wie die heimlich forcierte Abwicklung entgegen dem Bürgerentscheid vorangetrieben wird. Es ist ein ganz klares Signal an die Bürgerschaft ergangen in der Form, den mehrheitlichen Bürgerwillen umzusetzen und nicht zu verzögern, zu hemmen oder gar auszuhebeln. Diesen Auftrag erfüllt der Aufsichtsrat, welcher von der Bürgerschaft (die mehrheitlich aus rot-rot-grünen Mitgliedern besteht) eingesetzt wurde, definitiv nicht.

Parteien die sich Arbeitnehmerfreundlichkeit und soziale Gerechtigkeit auf ihre Fahnen geschrieben haben, zeigen am Flughafen Lübeck ein ganz anderes Gesicht.

Die Intention des Aufsichtsrates bei der Flughafen Lübeck GmbH wird umso klarer, wenn man bedenkt, aus welchen Lagern die meisten Aufsichtsrats-Mitglieder kommen und ihre offen zur Schau getragene Handlungsweise nicht annähernd erkennen lassen, den Flughafen voran bringen zu wollen. Wir verstehen nicht, warum der Gesellschafter nicht entsprechend reagiert, wenn die Ernsthaftigkeit, dieses Unternehmen voranzubringen, nicht zu erkennen ist.

Befürchtet der Aufsichtsrat oder der Gesellschafter, dass der ehemalige Geschäftsführer Herr Dr. Peter Steppe, welcher 13 Jahre die Geschicke des FH lenkte, ihn vom Provinzlandeplatz zum drittgrößten Regionalflughafen Deutschlands machte, den Flughafen wieder auf die Erfolgsspur bringen könnte? Diese Tatsache führte seinerzeit überhaupt erst dazu, dass sich ein privater Investor für den Flughafen interessiert hat. Steppe hat unstrittig Aviation­Erfahrungen, Führungsqualitäten sowie technisches know-how. Dies sind alles Voraussetzungen, um die Flughafen Lübeck GmbH zu stärken und die Geschäfte voranzutreiben. Oder ist das etwa nicht gewollt? Welcher Grund ist ausschlaggebend, dass die Personalie Steppe vom Tisch ist, bevor man überhaupt ein Gespräch mit ihm geführt hat.

Aus unserer Sicht ist es offensichtlich, das hier an einer Stellschraube gedreht wird und somit die Abwicklung vorangetrieben werden soll und der mehrheitliche Wille der Lübecker Bürger in einer unakzeptablen Weise hintergangen werden soll.

Die Belegschaft des Flughafens hat in den letzten 1,5 Jahren sehr viel Mut, Stärke und Zusammenhalt bewiesen. Wir würden uns wünschen, wenn ein bisschen von unseren Attributen übertragbar wäre an die Menschen, die unsere Politik gestalten.

Wir werden wieder kämpfen für den Erhalt und die Zukunft des Lübecker Flughafens, den Willen der Lübecker Bürger — für alle Menschen in dieser Region, von denen wir so viel Zuspruch bekommen haben.

 

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