Diese Website empfehlen:

letzte Kommentare

RSS

Wer ist Online?

Wir haben 21 Gäste online
The next version of Ubuntu is coming soon
Banner
Banner
Banner
Banner
Banner
Banner
Banner
Banner

Geschrieben von: Wikipedia Montag, den 12. Oktober 2009 um 16:03 Uhr

Benutzerbewertung: / 0
SchwachPerfekt 
Großflughafen Kaltenkirchen – Totgesagte leben länger

hh_airport_02_360In der Nähe von Kaltenkirchen wurde in den siebziger Jahren von den Ländern Hamburg und Schleswig-Holstein ein Großflughafen geplant. Große Landflächen waren von der Flughafengesellschaft aufgekauft und sogar schon einige bestehende Gebäude abgerissen worden.
Anfang der achziger Jahre wurde das Projekt jedoch juristisch und politisch gestoppt und für beendet erklärt.

Trotzdem wurden die gekauften Flächen weiter im Besitz der Flughafengesellschaft gehalten! Dies machte es möglich, dass das Projekt in den letzten Jahren immer wieder aufgewärmt werden konnte. Da der Flughafen Fuhlsbüttel aber derzeit großzügig ausgebaut wird, halten viele die Realisierung eines Großflughafens Kaltenkirchen doch eher für unwahrscheinlich.
Rhetorik oder Schaumschlägerei

Das jetzige Wiederaufgreifen des Themas geht allerdings über reine Rhetorik weit hinaus:

Es wurde von der Flughafengesellschaft weiter Land hinzugekauft, führende Hamburger Politiker sprechen sich deutlich für den Flughafen aus und kündigen weitere Flächentausche an:

 


Am 13. Oktober 2003 erklärte der Hamburger Wirtschaftssenator Gunnar Uldall:
* „Der Flughafen Kaltenkirchen kommt“, sowie “Man besitze eine Reihe der notwendigen Flächen und tausche weitere hinzu, um das künftige Flughafengelände vollständig unter Kontrolle zu haben....Der Grund: Ein Neubau könne dann zügig begonnen werden. Das Offenhalten der Option koste Hamburg keinen Cent.“ –
Hamburg: Großflughafen in Kaltenkirchen geplant, Die Welt,15.10.03. (Hervorhebungen: webmaster)
* „Um das Projekt überhaupt zu realisieren, hat der Flughafen Hamburg, an dem die Stadt mit 51 Prozent beteiligt ist, weitere Gebäude und Grundstücke in Kaltenkirchen in seinen Besitz gebracht. Mittlerweile habe man 2100 Hektar Land erworben, bestätigte Flughafensprecherin Stefanie Koall. “Wir haben dort ein
zusammenhängendes Grundstück.“ In den 70er- und 80er- Jahren, als der Airport Kaltenkirchen ernsthaft diskutiert wurde, ging man von 1900 Hektar benötigter Fläche aus. „Die Stadt selbst hat für das Gelände aber kein Geld investiert“, betonte Uldall.“ – Senatsplan: Doch neuer Großflughafen?, Hamburger Abendblatt,
15.10.03. (Hervorhebungen: webmaster)
* Die Stadt Hamburg will laut Uldall sogar entgegen vorheriger Planung ihre Beteiligung an der Flughafen Hamburg GmbH halten, um den Bau des Flughafens Kaltenkirchen vorantreiben zu können! (Diese GmbH ist sowohl für Fuhlsbüttel als auch für den Großflughafen Kaltenkirchen zuständig) - Hamburg: Großflughafen in
Kaltenkirchen geplant, Die Welt,15.10.03. (Hervorhebungen und Anmerkung: webmaster)
* Es wird in den Zeitungsartikeln zwar von längeren Zeiträumen der Planung geredet, aber es gibt viele Andeutungen von Eile und Widersprüche: Laut Hamburger Abendblatt bestätigt die Sprecherin der Flughafengesellschaft, Frau Koall, einerseits den Landkauf, andererseits sei Kaltenkirchen „kein Thema“, mit Verweis auf
die grossen Investitionen zum Ausbau von Fuhlsbüttel. - Senatsplan: Doch neuer Großflughafen?, Hamburger Abendblatt, 15.10.03.

Widerspruch?

Eine Erklärung für diesen scheinbaren Widerspruch könnte sich in folgender Erklärung von Hamburgs Finanzsenator Wolfgang Peiner, der sich schon lange für den Großflughafen Kaltenkirchen einsetzt, finden:
noch 2003

„Wenn man vor 20 Jahren die Diskussion zu Ende gedacht hätte, würde es jetzt einen Großflughafen in Kaltenkirchen geben und Airbus würde heute in Fuhlsbüttel seine Flugzeuge bauen“, sagte der 59-Jährige. Ein Großflughafen würde Hamburgs weiteren Ausbau als einer der weltweit drei wichtigsten Standorte des
Flugzeugbaus vorantreiben. Bei einer Verlagerung von Fuhlsbüttel könne das Gelände für die Ansiedlung weiterer Luftfahrtunternehmen genutzt werden.“ – Finanzsenator plädiert für Großflughafen, Die Welt, 6.1.03. (Hervorhebungen: webmaster)
Das Interesse eines oder mehrerer Luftfahrtunternehmen könnte auch erklären, wieso die Stadt Hamburg für den neuen Flächenkauf „keinen Cent dazubezahlt“ hat (siehe obige Zitate).
Airbus zum Beispiel, boomt im Moment und kommt jetzt schon mit seinen neuen Flächen am Mühlenberger Loch nicht mehr aus!

Nicht nur der Hamburger Senat, die Handwerkskammer und eventuell Industrieinteressenten werfen ihr Gewicht in die Waagschale, sondern sogar Bürgerinitiativen gegen den Flughafen Fuhlsbüttel bzw. dessen Lärm machen sich für den Großflughafen Kaltenkirchen stark, rufen u.a. per Leserbrief auf, schnell zu reagieren:
Leserbrief Weitblick, Hamburger Abendblatt, 20.10.03; Leserbrief Schnell reagieren, Hamburger Abendblatt, 20.10.03.


Quelle: Pro-Kaki

Banner