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Geschrieben von: LN-online Freitag, den 16. Oktober 2009 um 14:14 Uhr

Benutzerbewertung: / 6
SchwachPerfekt 

Keine Party in der

Lübecker "Botschaft" muss schließen - Anwohner siegen vor Gericht. Aus, Schluss, vorbei: Die „Botschaft“ an der Mühlenbrücke, erst im März dieses Jahres eröffnet, ist mit sofortiger Wirkung geschlossen worden. Anwohner hatten gegen die Stadt

 

geklagt und in zweiter Instanz gewonnen. Und damit ist die Konzession futsch. Oliver Böhme, der mit der „Botschaft“ einen Club für die Generation „Ü 30“ hatte schaffen wollen, ist am Boden zerstört. „Es ist das endgültige Aus, in Lübeck scheint es nicht möglich zu sein, so etwas zu realisieren“, sagte er frustriert. Nicht nur, dass er eine Menge in den Ausbau der Räumlichkeiten, vor allem in den Schallschutz, investiert hatte. „Ich musste jetzt dem gesamten Personal kündigen. Zudem habe ich noch Verbindlichkeiten, die ich nicht von heute auf morgen loswerden kann“, sagt der 41-Jährige, der mehrere Gaststätten erfolgreich betreibt.

Dass die Anwohner ihren Rechtsstreit gegen die Stadt gewonnen haben, „muss ich einfach anerkennen“. Die Anwohner hatten von Anfang an Probleme mit dem Club – sie befürchteten eine erhöhte Lärmbelästigung. Nach nur zweitägigem Betrieb im Januar war nach Einsprüchen erst einmal Schluss. Am 20. März konnte Böhme seinen Club offiziell eröffnen – mit Baugenehmigung der Stadt und Konzession für ein Lokal mit Tanzveranstaltungen.

Doch die Anwohner legten Widerspruch ein, strengten parallel dazu, wie Christian Bergmann vom Bauordnungsamt erklärt, ein Verfahren des einstweiligen Rechtsschutzes an. Und während das Verwaltungsgericht Baugenehmigung und Konzession für rechtens befand, kippte das Oberverwaltungsgericht (OVG) den Beschluss und gab den Anwohnern Recht. Eine Vergnügungsstätte sei an dieser Stelle rechtswidrig. „Ein Hauptsache-Verfahren in dieser Angelegenheit entgegen der OVG-Beurteilung wäre wenig sinnvoll“, schätzt Wolfgang Rojahn vom Rechtsamt der Stadt die Situation als endgültig ein. Oliver Böhme muss nun alles daran setzen, dass seine sonstigen Clubs und Gaststätten gut laufen, „damit ich nicht in die Insolvenz gehe“. Doch erst einmal will er eine Woche „raus aus Lübeck, um den Kopf ein wenig frei zu bekommen“.

Von Sabine Risch
Foto: ULF-KERSTEN NEELSEN von der LN

Leser-Kommentare (32)


Bert Snow schrieb am 16.10.2009 07:06:
Das ist wieder typisch für Lübeck.
Nur nichts neues. Man lebt ja in der ALTstadt. Da ist alles neue schlecht, ohne hinterfragt zu werden. Weiter so Lübeck die Altersgrenze von durchschnittlich 70 Jahren ist nicht mehr fern

Unbegreiflich schrieb am 16.10.2009 09:28:
Und in der nächsten Woche beschwert "man" sich dann wieder darüber, dass die Arbeitslosigkeit in Lübeck zu hoch ist, dass zu wenig Rente gezahlt wir und "man" wird auch sicher wieder über Hartz IV-Empfänger schimpfen, die sich alle keinen Job suchen. Wo sollen die auch einen finden, wenn jede neuen Jobmöglichkeit "wegklagt" wird. Warum wohnt man in der Altstadt, wenn man doch die Ruhe sucht?

Klaus schrieb am 16.10.2009 10:15:
Mein Vorschlag zur weiteren Nutzung der Räumlichkeiten wäre eine schöne geriatrische Einrichtung für die Kläger.

Aber bitte nicht zu laut darüber freuen

Altstadtbewohner schrieb am 16.10.2009 10:21:
Mir ist es unbegreiflich. Ich wohne dort in der Nähe. Immerhin haben es die Kläger beim Altstadtbad Krähenteich noch nicht geschafft, daß das Bad schließen muß. Da haben die Anwohner der neuen Häuser nebenan geklagt. Einfach albern... in der Stadt ist es nunmal lauter. Das weiß man vorher.

Nicolai Kreye schrieb am 16.10.2009 10:25:
Ich bedaure die gerichtliche Entscheidung außerordentlich. Anscheinend fehlt dieser Stadt etwas südländische Gelassenheit im Hinblick auf die Akzeptanz verschiedener Lebensweisen. Tut mir echt leid, Olli

Robby schrieb am 16.10.2009 10:40:
Ach was soll das denn, wer in die Innenstadt zieht muss mit LärmAltstadtfest etc. rechnen.
Ansonsten kann man auch in einem Randbezirk wohnen.
Die Botschaft war eine Bereicherung für Lübecks Kulturwelt.

Stephan schrieb am 16.10.2009 10:53:
Traurig dass die Gerichte den unverbesserlichen Anwohnern überhaupt recht geben. Die Mühlenstrasse ist eine, wenn nicht DIE belebteste Innenstadtstraße, dort ist mit Lärmbelästigung zu rechnen. Clubs, Kneipen und Partylärm gehören nun mal in die City, Wers ruhig haben will kann auch an den Rand ziehen. Alles kann man nicht haben, wann begreifen die Leute das endlich.

klapperchen schrieb am 16.10.2009 11:00:
Das ist nicht zu fassen Endlich belebte sich die nur rudimentär vorhandene Szene in HL und schon ist Schluss..
Die Anziehungkraft Lübecks ist sich weiter im Sinkflug

Benno schrieb am 16.10.2009 11:06:
@Klaus.mit so etwas treibt man keine Späße.
Dort kommt man schneller hin als gedacht.Das die Botschaft Lübeck schließen muss ist traurig.Schlimmer noch ist der Richter der so ein Urteil fällt.Stur nach Gesetz und bloß keinen Schritt abweichen.
Lübecker haben in Travemünde zweit Wohnungen,darum siehts da genauso aus.

Ludwig schrieb am 16.10.2009 11:14:
Tja, dann müssen jetzt wohl alle Discos, Kneipen und Restaurants in Lübeck schließen, damit die jeweiligen Nachbarn nicht belästigt werden.
Oder sollte es etwa davon abhängen, wer der Nachbar ist?
Aber gut, so läuft das eben in Lübeck, das wundert ja niemanden mehr.

Klaus schrieb am 16.10.2009 11:18:
@Benno: Ich hab noch ca. 45 Jahre bis dahin.

Mein Gedanke war der, wie der vieler hier: Wenn man eine ruhige Wohnlage sucht, zieht man nicht in die Innenstadt.

Andr schrieb am 16.10.2009 11:30:
Diese Stadt hat eine unvergleichliche u. wunderschöne mittelalterliche Architektur zu bieten, aber mehr auch nicht Alles andere z.B. Flughafen, anspruchsvolle Party-Szene ist "möchtegerngetue". Und selbst das wird von einem kleinen Teil der Bevölkerung im Keim erstickt... Armes Lübeck PS: Wenigstens gibts die Harley-Days und die Travemünder Woche, weiter so

K.P.R. schrieb am 16.10.2009 11:56:
In einem Land,in dem Kitas schließen müssen wegen Lärmbelästigung,ist so ein Urteil normal.Dazu kommt die Einstellung,beim Nachbarn vor der Tür darf es laut sein,bei mir nicht.Armes Deutschland

Oliver schrieb am 16.10.2009 12:12:
Das ist der Grund, weshalb ich von Lübeck nach Hamburg gegangen bin...

Nachtmensch schrieb am 16.10.2009 12:15:
Das darf doch alles nicht wahr sein...

Endlich mal eine Möglichkeit gepflegt und entspannt wegzugehen...etwas besonderes für Leute, die auch mal etwas "mehr" wollen, als A1/HÜX/Parkhaus...

Und dann das

Typisch deutsches Kleinbürgertum 0 Toleranz - 100 Egoismuss

Traurig

Seher schrieb am 16.10.2009 12:21:
Die Botschaft hatte sich, innerhb. kurzer Zeit, zu e. stilvollen Club in exponierter Lage entwickelt. Oliver Böhme hat ein Gespür f. regionales Entertainment und verfügt ü. genügend Elan, um neue erfolgsversprechende Projekte in Lübeck umzusetzen Wir werden noch viel von ihm hören Die Schließung der Börse ist nur ein kl. Rückschlag auf seinem Weg nach oben
Wünschen wir ihm viel Erfolg dabei

Dieter B. schrieb am 16.10.2009 12:42:
Ich bin mittlerweile 70 Jahre alt geworden und in Lübeck aufgewachsen Ich sage mal "Früher", haben wir in Lübeck keine Leute gehabt die sich über Kinderlachen oder Musik aufgeregt haben, und ich sage Euch, da ging es rund diese "SPECIES" die alles verbieten wollen, gab es einfach nicht Lübeck ist die schönste Stadt im Norden, aber.... SIE MUSS AUCH LEBEN DÜRFEN

Lübeka schrieb am 16.10.2009 12:55:
Ich weiß garnicht, wieso sich hier soviele aufregen. Wer vor endgültiger Klärung der Rechtslage eine solche Lokalität betreibt, muss am Ende auch mit einem solchen Ende rechnen. Es bestand schon von Anfang an Streit über die Zulässigkeit eines solchen Etablisements.

Timo schrieb am 16.10.2009 13:15:
Ihr müsst euch mal an Kopf fassen Hauptsache ich geh gerichtlich gegen etwas vor was zum einem für Lübeck, seine Menschen und seinen Tourismus/Kultur gut ist. Wenn alle Lübecker so reagieren würden könnten wir nur noch Nähstuben aufmachen.
Alles nur weil euch Musik um 24:00 Unangenehm ist.
Lächerlich

Niedersaxe schrieb am 16.10.2009 13:16:
.und wenn die Kläger dann in den Wald ziehen, wegen der frischen Luft und der Ruhe, verklagen sie den Eigentümer, weil die Tiere zu laut sind und das Laubwerk raschelt. Armselige und höchst bedauerliche Provinzposse.

DeeCee schrieb am 16.10.2009 13:17:
Muss die ganze "Stadt" erst zum Friedhof werden, damit diese Leute IHRE Ruhe haben? Mich widert die Kleingeistigkeit in dieser "Stadt" derart an, dass ich gar nicht weiß, wie ich soviel essen soll, wie ich kotzen könnte

Mein Motto: Ruhe gibts genug nach dem Tod

JanB schrieb am 16.10.2009 13:44:
UnfassbarGenau deshalb ziehe ich zum Glück demnächst weg aus Lübeck.Diese Stadt ist tot und nur etwas für eben solch armseeligen Kläger.Gute Nacht Lübeck

Orinoco schrieb am 16.10.2009 14:19:
Ist das ganze mal wieder typisch Lübsch?
Nach dem Motto: Ich und meine Welt, und was mich nicht interessiert, darf es nicht geben Ich besuche keine Disco, ich fliege
auch nicht sonst wo hin, also weg mit dem Kram aus meinem Lübeck Denkt mal drüber nach, liebe Nachbarn in der Mühlenstraße... Und bitte, laßt dem
Jazz-Cafe noch ein bißchen Zeit, Danke Euch

Blubb schrieb am 16.10.2009 14:31:
@Lübeka
Falsch - Die Anwohner haben gegen die Stadt geklagt, die die Konzession vergeben hatte und auf deren Grundlage die Botschaft eröffnet worden war.

ElTren schrieb am 16.10.2009 16:25:
SchadeDie Botschaft war eine Bereicherung für Lübeck und hatte Stil. Nach dem Gecko der nächste Laden, der in der Mühlenstrasse schliesst bzw. schliessen muß.Es gibt noch junge Lübecker, die der Stadt trotzdem treu bleiben und solche Läden in Zukunft weiter unterstützen werden.Lübeck ist nicht tot, es schläft nur an vielen Stellen und muß mal ordentlich geweckt werden...

blank-seer schrieb am 16.10.2009 16:44:
wie wärs mit ner botschaft an den flughafen ?
als nachtfluglärmersatz für die nachbarn, wenn der laden bald leerstehen sollte ?

SWEngland schrieb am 16.10.2009 20:05:
Eigentlich wäre die Lage doch prädestiniert noch eine Spielhalle
aufzumachen, vielleicht in Zusammenarbeit mit einem Döner-
Shop. Wo Platz für 8 ist, ist auch Platz für mehr.
Die sind ruhig und es passen ins Bild der Altstadtstrasse.
Kann mir jemand den richtigen Ansprechpartner beim
Mühlenstrassen-Entwicklungskomitee nennen, damit ich meinen
zukunftsträchtigen Vorschlag anbringen kann ?

rossi schrieb am 16.10.2009 21:29:
Seit Jahrzehnten gibt es Altstadtbewohner, die im Sinne der Unesco eine beruhigte Altstadt schaffen wollen. Und wieder ist ein weiteres Stück auf den Weg zu einer toten Innenstadt geschafft Gratuliere, Ihr engstirnigen Provinzler könnt euch freuen.

n-try schrieb am 16.10.2009 22:22:
Armselige Menschen, die einen Rechtsstreit führen, noch bevor der
Laden überhaupt eröffnet hat. Man hat selbst vor der Tür kaum noch
Musik gehört, am Ende war es wohl bloss noch falscher Stolz, welcher
den Prozess am Leben hielt. Mich würde interessieren, ob der Richter
überhaupt mal dort war, um sich ein Bild zu machen. Die feigen Kläger
sollten mal öffentlich dazu Stellung nehmen.

JanH schrieb am 16.10.2009 22:55:
Kann man da denn nichts mehr gegen machen? Gibt es hier keine
Juristen bei den Botschaftfans, die eine Idee haben wie man die
Botschaft noch retten könnte? Genug Lobby haben wir ja
anscheinend, wenn man die Kommentare hier so liesst.

unloved schrieb am 16.10.2009 23:09:
Ich bin "bundesver"fassungslos Wer nicht darauf steht im
Krankenhaus zu landen weil ihm entweder irgendwelche Drogen ins
Getränk gemacht wurden oder er in die falsche Rischtuhung
geguckt hat, braucht sich in Lübeck nach 23 Uhr nicht mehr draußen
blicken zu lassen. Die Botschaft hatte echtes Potenzial für eine
stilvolle Partyszene.

Ingo schrieb am 16.10.2009 23:10:
Sehr traurig : Die Botschaft hatte so ein schönes und für HL einzigartiges Ambiente. Und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass die Anwohner nach Installation des Schallschutzes sich gestört fühlten. Es ging einfach nur ums Prinzip.

Und was kommt nun in die Räumlichkeiten? Hmmm... wie wärs mir nem Friseursalon oder einer Apotheke? Gibt es ja so gut wie gar nicht in der Altstadt......

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