Diese Website empfehlen:

letzte Kommentare

RSS

Wer ist Online?

Wir haben 49 Gäste online
The next version of Ubuntu is coming soon
Banner
Banner
Banner
Banner
Banner
Banner
Banner
Banner

Geschrieben von: Wikipedia Samstag, den 10. April 2010 um 00:00 Uhr

Benutzerbewertung: / 6
SchwachPerfekt 

Das Gebiet der Stadt Lübeck wird durch ein Busnetz abgedeckt, doch obwohl dutzende Buslinien bis spät in die Nacht fahren, konnten in den letzten Jahren keine signifikanten Fahrgastzuwächse mehr erzielt werden. Der regionale Nahverkehrsplan der Hansestadt Lübeck geht davon aus, dass das Nachfragepotenzial für ein Bussystem weitgehend ausgeschöpft ist.
Erst mit einem Systemsprung hin zu einem schienengebundenen ÖPNV-System würden sich der Stadt und der Region Lübeck neue Entwicklungsansätze und Handlungsspielräume ergeben, die auch eine nochmalige Steigerung der ÖPNV-Akzeptanz eröffnen würde. Modellrechnungen ergeben einen Fahrgastzuwachs von 5-10% durch die Einführung eines Bahnsystems.
Von besonderer Relevanz waren bisher die Überlegungen einer Stadtbahn für die Region Lübeck. Bislang jedoch erschien die Finanzierung einer kompletten Stadtbahn als illusorisch, gerade in Anbetracht der Tatsache, dass Lübeck hoch verschuldet ist.
Daher konzentrieren sich die Planungen auf eine Nachverdichtung der Haltepunkte auf den bestehenden Bahnstrecken. Besonders auf der Linie nach Travemünde gäbe es aber mit dem derzeitigen Rollmaterial Probleme den anvisierten 30-Minuten-Takt zu realisieren, da die Fahrzeuge nicht auf die Bedürfnisse des innerstädtischen Bahnverkehrs angepasst sind (kurze Halteabstände, schnelle Beschleunigung).

 

Aktuelle Diskussionen
Derzeit verschieben sich die Planungen weg vom Stadtbahn-System, hin zum S-Bahn-System. Durch den Ausbau der bestehenden Gleisinfrastruktur ließe sich in kurzer Zeit und mit (im Vergleich zur Stadtbahn) geringen Kosten eine S-Bahn installieren. Die öffentliche Diskussion in der Hansestadt zu diesem Thema ist im vollen Gange. Bemerkenswert ist die breite Zustimmung aus der Politik. Dies rührt vornehmlich daher, dass der Lübecker Flughafen, Prestigeobjekt der Lübecker Politik, besser an das Schienennetz angeschlossen werden soll. Von der Passagierentwicklung des Flughafens steht und fällt letztendlich auch das gesamte S-Bahn-Projekt. Aktuell (April 08) wurde das Projekt S-Bahn Lübeck, auf Initiative der CDU aus Kostengründen zunächst wiedermal auf Eis gelegt. Im August 2009 ist in der Öffentlichkeit erneut eine Debatte zur Einführung einer S-Bahn entbrannt, Auslöser hierfür ist die geplante Ansiedlung von Ikea in Dänischburg und die damit einhergehende Reaktivierung des Haltepunktes Lübeck-Dänischburg.

nahverkehr_01_360Erste Planungen
Die derzeigen Planungen gehen von einer Linie vom Flughafen Lübeck-Blankensee im Süden der Stadt bis zum Ostseebad Travemünde aus. Auf der Strecke findet bereits Personenverkehr im 60-Minuten-Takt statt. Für die geplante S-Bahn-Strecke müssten einige neue Haltepunkte errichtet werden. Einer davon, der Bahnhof
Lübeck-Flughafen, wurde bereits mit Bauvorleistungen errichtet, die u.a. die Verlegung eines zweiten Gleises ermöglichen. Zudem ist die S-Bahn als Option in der Ausschreibung für die Vergabe des Schienennetzes Ost in Schleswig-Holstein aufgelistet, die von 2009 bis 2019 gilt. Je nach Betriebsart und Fahrgastzahlen
kostet eine S-Bahn pro Jahr zwischen 800.000 und 2,6 Millionen Euro. Im sogenannten "Landesweiten Nahverkehrsplan" ist die S-Bahn-Strecke ab Ratzeburg bzw. Flughafen vorgesehen, allerdings als mittelfristiges Projekt. Im Vorlaufbetrieb ist laut LNVP die Erhöhung des Bedienungstaktes auf 30 Minuten geplant.
Im "LNVP" ist unter anderem auch die Reaktivierung/Neubau der Haltepunkte Dänischburg und Hochschulstadtteil festgehalten.[1] Eine Fahrgastzählung am Haltepunkt Flughafen im Jahre 2008 ergab eine große Akzeptanz der Station, die über den Planungen liegt. Dies ist ein entscheidener Faktor zur Einrichtung der
S-Bahn. Bereits davor belegte ein Gutachten der Landesservicegesellschaft für den Schnienennahverkehr in Schleswig-Holstein, dass die Haltepunkte Lübeck-Kücknitz und insbesondere Lübeck-St. Jürgen sehr gut angenommen werden

Geplante Strecke
Haltepunkte von Nord nach Süd:

* Travemünde-Strand
* Travemünde-Hafen
* Travemünde-Skandinavienkai
* Kücknitz
* Dänischburg IKEA (Reaktivierung)
* Bad Schwartau-Waldhalle (Reaktivierung, politischer Wunsch der Stadt Bad Schwartau)
* Hauptbahnhof
* Roter Löwe (Neubau)
* Hochschulstadtteil (in Planung)
* Flughafen
* Ratzeburg (noch offen)

Die Fahrzeit soll rund 40 Minuten betragen.

Verbindung von Lübeck und Hamburg

Eine Verknüpfung der S-Bahnen zwischen Lübeck und Hamburg wäre hauptsächlich für Fahrgäste interessant, die nicht die komplette Relation fahren, da der bestehende Regional-Express zwischen den beiden Hansestädten auf jeden Fall schneller wäre. Er würde laut den Planungen nur noch in Bad Oldesloe halten, die S-Bahn hingegen an allen Zwischenbahnhöfen. In Bad Oldesloe gäbe es Umsteigmöglichkeiten vom Regional-Express zur S-Bahn und zur Nordbahn nach Neumünster.
Die S-Bahn würde die Regionalbahnen Bad Oldesloe – Hamburg, sowie Ahrensburg – Hamburg ersetzen; Reinfeld würde nur noch von der S-Bahn angefahren. Außerdem wäre für diesen Fall in Lübeck-Moisling ein Haltepunkt angedacht.
Durch die Verknüpfung des Lübecker S-Bahn-Netz mit dem Hamburger, gäbe es große Synergieeffekte. So würde in Lübeck nur ein kleiner Betriebshof entstehen und größere Arbeiten in Hamburg stattfinden.

Weitere Erweiterungsmöglichenkeiten
* Lübeck - Grevesmühlen
* Lübeck - Neustadt
* Lübeck - Ratzeburg
* Lübeck - Pönitz

Qulle: Wikipedia

Banner