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Geschrieben von: LN Beitrag Montag, den 02. November 2009 um 01:55 Uhr

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nahverkehr_04_lnbildVon Travemünde nach Blankensee: Bad Schwartau möchte S-Bahn-Anschluss. Schnell zur Ostsee, schnell zum Flughafen: Bad Schwartau sollte Haltepunkt werden, wenn der Lübecker Plan einer S-Bahn tatsächlich realisiert würde, schlägt

der Bürgermeister vor.

"Nächster S-Bahn-Halt Bad Schwartau-Waldhalle": nur eine Vision? Oder doch eine Überlegung mit durchaus realistischem Hintergrund, dass diese Lautsprecherdurchsage irgendwann einmal in einem Zugabteil erklingt?
Mit seinem Vorschlag, Bad Schwartau als Stopp in eine S-Bahn-Verbindung zwischen Travemünde und Blankensee einzubeziehen, wie sie gegenwärtig diskutiert wird, findet Verwaltungschef Gerd Schuberth in Lübeck offenbar aufmerksame Zuhörer.
Gegenwärtig scheint das Klima zwischen der Solbadstadt und dem großen Nachbarn intakt zu sein. Anders jedenfalls als der kleinere Nachbar Stockelsdorf, der in Sachen Interkommunales Gewerbegebiet im Moment gar nicht gut auf die Hansestadt zu sprechen ist (die LN berichteten), hat Schuberth jetzt positive Signale aus Lübeck vernommen.
Das Einvernehmen zwischen beiden Städten war nicht immer so - man erinnere sich an die Pläne für einen Hafenausbau an der Teerhofinsel und die wieder aufgeflammten Eingemeindungsgelüste zu Jahresbeginn: "Wer möchte schon auf einem abgesoffenen Dickschiff sitzen, wenn er die Gelegenheit hat, auf einem flotten Schnellboot die See zu kreuzen?", hatte Schuberth damals geätzt. Doch nun blickt er nach vorn. Schuberth möchte am liebsten umsteigen - vom Steuer im Schnellboot in die S-Bahn.
In einem Brief an den "sehr geehrten Kollegen" Bernd Saxe bringt er gegenüber dem Lübecker Bürgermeister deshalb die Wiedereröffnung des Haltepunktes "Bad Schwartau-Waldhalle" ins Gespräch. Dieser befindet sich auf Grund und Boden der Hansestadt. Auf diese Weise könne auch die Region an der S-Bahn-Strecke partizipieren, wirbt Schuberth. Zudem wäre dies ein Beitrag im Rahmen des Klimaschutzes durch Stärkung des Schienennahverkehrs.
Er habe "diese interessante Anregung" den zuständigen Fachbereichen zugeleitet, die mit der Prüfung der Realisierung der angedachten S-Bahn-Maßnahme beauftragt seien, beantwortete Saxe umgehend Schuberths Vorschlag. Ähnlich positive Resonanz erfuhr Bad Schwartau anschließend auch vom Bausenator. "Wir begrüßen es ausdrücklich, dass Sie im Hinblick auf die zukünftige mögliche S-Bahnlinie Lübeck-Travemünde-Strand auch den historischen Bahnhof Bad Schwartau-Waldhalle in die Diskussion bringen", schrieb Franz-Peter Boden.
Als Mitglied im Aufsichtsrat der Landesweiten Verkehrs-Servicegesellschaft (LVS) werde er den Wunsch weiterleiten. Allerdings ließ der Lübecker Bauamtschef auch wissen, dass Umsetzung und Finanzierung des Vorhabens, das in den Anfängen stecke, noch "eine Weile in Anspruch nehmen wird". Regelmäßige Information über den Fortgang des Projekts wurde zugesichert.
Viele Vorteile macht Schuberth geltend: Eine schnellere schienengebundene Verbindung zum Strand, zum Flughafen, aber auch in die Lübecker Innenstadt nütze den Bad Schwartauern. Er verspricht sich zudem positive Werbeeffekte und eine Attraktivitätssteigerung der Einkaufs- und Gesundheitsstadt Bad Schwartau durch einen eigenen S-Bahn-Haltepunkt.
Zugleich erwartet der Rathauschef, sollte am Ende ein positiver Entscheid stehen, eine "Wiederbelebung des Kleinods ,Bahnhof-Waldhalle' mit seiner Jugendstil-Bausubstanz und damit einher gehend dem Wiederaufbau der derzeit dort bestehenden Bauruine". Ganz Verwaltungsexperte, vergisst er nicht den Hinweis, er sei initiativ geworden, "um rechtzeitig die Wünsche und Ansprüche der Stadt Bad Schwartau im Verfahren anzumelden".
Wie bedeutsam für Schuberth ein S-Bahn-Anschluss ist, betonte der Bürgermeister mit diesem Hinweis: Er halte es für denkbar, dass sich Bad Schwartau mit einem Investitionszuschuss an der Realisierung beteilige. "Darüber müssen aber natürlich letztlich die städtischen Gremien entscheiden", stellte er zugleich klar.


Von Lothar Braun, LN, ln-online/lokales vom 01.10.2007

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