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Geschrieben von: Nahverkehr Montag, den 02. November 2009 um 01:59 Uhr

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nahverkehr_02_420Die Debatte über eine eigene S-Bahn für die Hansestadt ist eröffnet. Die SPD hält eine Verbindung vom Flughafen Blankensee bis nach Travemünde für realistisch. Auch die CDU ist angetan.Die Schienen sind schon da, fast alle Bahnhöfe ebenfalls

- deshalb debattiert man in Lübeck jetzt über eine eigene S-Bahn. "Eine durchgehende S-Bahn-ähnliche Verbindung halte ich für realistisch und zukunftsweisend", sagt Ulrich Pluschkell, SPD-Verkehrsexperte.
Lübecks neue Stadtbahn soll den Flughafen Blankensee mit dem Strandbahnhof in Travemünde verbinden - und würde über Hochschulstadtteil und Hauptbahnhof weiter nach Kücknitz, zum Skandinavienkai und zum Hafenbahnhof führen. Im Idealfall im Halbstundentakt. "Das ist eine sehr wünschenswerte Verbindung", so Bürgermeister Bernd Saxe (SPD). Er hält sie auch für realistisch, sie hänge von der Entwicklung der Passagierzahlen am Flughafen ab. "Ich würde mich sehr freuen, wenn das Land den City-Shuttle ausschreibt."
Neue Nahrung bekommt die lübsche Diskussion durch den geplanten Bau des Bahn-Stopps am Flughafen Blankensee, der 2008 realisiert werden soll - und durch die Ankündigung, im Hochschulstadtteil einen eigenen Bahn-Halt einrichten zu wollen. Zudem: Die S-Bahn in Lübeck ist als Option in der Ausschreibung für die Vergabe des Schienennetzes Ost in Schleswig-Holstein aufgelistet, die von 2009 bis 2019 gilt. Das bestätigt Dennis Fiedel, Sprecher des Landesweiten Verkehrsservice Schleswig-Holstein (LVS): "Und technisch ist die Schienenanbindung machbar." Denn von Lüneburg nach Lübeck führen die Schienen an Flughafen und Hochschulstadtteil vorbei, die Verbindung Hauptbahnhof zum Travemünder Strandbahnhof gibt es bereits.
Fehlt noch das Geld. Denn billig wird die Angelegenheit nicht - je nach Betriebsweise entstehen jährliche Kosten von bis zu 2,6 Millionen Euro. Diese Schätzung hält Pluschkell für zu hoch. Seiner Ansicht nach könne man den Regionalverkehr intelligent miteinander verknüpfen, so dass "die Mehrkosten gegen Null" gehen.
Bausenator Franz-Peter Boden (SPD) jedenfalls will die S-Bahn für Lübeck weiter verfolgen. "Die mittelfristige Option ist die Anbindung des Flughafens an den Hauptbahnhof", sagt er und setzt Prioritäten. Langfristig hält er auch die Verbindung von Blankensee bis Travemünde für realistisch. Ein Vorhaben, dass in der CDU auf geteilte Meinungen trifft. Während Christian Freitag, Vorsitzender des Bauausschusses, auf den vorhandenen ÖPNV setzt, sind seine Parteifreunde nördlich der Trave angetan von der Lübecker S-Bahn. Helga Lietzke aus Kücknitz: "Ich bin total begeistert." Das würde den gebeutelten Stadtteil voranbringen - und wäre eine Alternative zum mautpflichtigen Herrentunnel. "Das ist eine vernünftige Idee", begrüßt CDU-Vize Klaus Petersen aus Travemünde die S-Bahn-Idee. Wirtschaftssenator Wolfgang Halbedel (CDU) hält den City-Shuttle für eine "umweltfreundliche Alternative".

Bezahlen müsste das Verkehrsministerium in Kiel. Doch Sprecher Harald Haase sagt: "Diese Verbindung ist zurzeit nicht finanziert - und in Kiel kein Thema."

aus mein Weg, der Nahverkehr in Schleswig-Holstein

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