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Geschrieben von: LN Beitrag Samstag, den 28. Februar 2009 um 00:00 Uhr

hansemuseum_180Hansemuseum: Stadt will keinen Cent dazu bezahlen
Den Löwenanteil des europäischen Hansemuseums zahlt die Possehl-Stiftung. Knapp acht Millionen Euro erhofft sich Lübeck aus dem
Welterbe-Topf des Bundes.
Grafik: HELLER

 

Lübeck - Heftige Debatte um das Hansemuseum: Die Bürgerschaft rang dem Senat das Versprechen ab, dass die Hansestadt mit keinem Cent an den Investitionen beteiligt wird.
Nur unter dieser Bedingung entschied eine Mehrheit, das 27,3 Millionen Euro teure Vorhaben für den Welterbe-Topf des Bundes anzumelden.Linke und Grüne wollten das Hansemuseum aus der Antragsliste kippen. „Wir sind gegen das Museum“, erklärte Linken-Fraktionschefin Antje Jansen, „die Folgekosten sind nicht zu übersehen.“ Bestehende Häuser würden in ihrer Existenz durch ein weiteres Museum gefährdet. Bernd Möller, Fraktionschef der Grünen, kritisierte die Finanzierung. Wenn das Vorhaben in den Welterbe-Topf des Bundes aufgenommen würde, droht eine Eigenbeteiligung zwischen 400 000 und 2,7 Millionen Euro“. Fördergeld abzugreifen und gleichzeitig in Sparlisten mit der Schließung von Museen zu liebäugeln, sei „leicht frivol“.

Die SPD drängte auf eine Klarstellung über die kommunale Mitfinanzierung. Kulturexperte Frank-Thomas Gaulin: „Wenn eine 100-prozentige Förderung möglich ist, sollten wir die Welterbe-Projekte jetzt auf den Weg bringen.“ Voraussetzung sei, dass die Stadt keinen Cent bei der Investition dazu bezahle, so Gaulin: „Hier greift die Fielmann-Politik.“ SPD-Fraktionschef Peter Reinhardt erklärte, dass die SPD
nicht mal eine städtische Beteiligung an den Betriebskosten wolle.

Die CDU stellte sich ohne Wenn und Aber hinter das Projekt. Kulturexperte Oliver Fraederich warf den Kritikern vor, bewusst für Verwirrung zu sorgen. Es sei ganz klar, so Fraederich, dass hier ein Ersatzbau für das Burgkloster entstehe und dass der kommunale Eigenanteil auch durch Spenden aufgebracht werden könne. Das bestätigte Bürgermeister Bernd Saxe (SPD). Der zehnprozentige Anteil der Stadt könne durch Stifter und Sponsoren beigesteuert werden. Das sei ihm bei einem Termin in Berlin versichert worden. Saxe: „Wir holen uns in Berlin in den nächsten Tagen eine unmissverständliche Erklärung.“ Lübeck stelle lediglich die 200 000 Euro Betriebskosten zur Verfügung, die auch jetzt schon für das Burgkloster fließen.

Von Kai Dordowsky
LN vom 27/02/09

 

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