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Geschrieben von: Wikipedia Montag, den 02. November 2009 um 20:30 Uhr

a20_27.01.09Die Bundesautobahn 39- Kurzform: Autobahn 39 (Abkürzung: A 39) – ist eine Bundesautobahn in Niedersachsen zwischen den Städten Salzgitter, Braunschweig und Wolfsburg.Für den geplanten Weiterbau ab Wolfsburg in Richtung Lüneburg wurde am 25. August 2007 das Raumordnungsverfahren (ROV) abgeschlossen. Es sieht vor, die A 39 im Lüneburger Stadtgebiet auf der Bundesstraße 4 (so genannte Ostumgehung) laufen zu lassen und die Trassenführung im weiteren Verlauf mit dem Elbeseitenkanal zu bündeln. Die Linienbestimmung erfolgte im Oktober 2008. Nach der Entwurfsplanung sollen die Planfeststellungsverfahren eingeleitet werde

Bestehendes Teilstück
Verlauf
Die A 39 beginnt bei Salzgitter als Abzweigung von der A 7.

Sie verläuft südlich an Salzgitter vorbei bis Braunschweig. Am Dreieck Braunschweig-Südwest folgt die südliche A 39 dem abzweigenden Strang. Der gerade Strang geht direkt in die A 391 über. Für den Umbau/Ausbau des Autobahndreiecks Südwest liegt seit Anfang Juni 2008 der Planfeststellungsbeschluss vor[1], im Frühjahr 2009 hat der Bau begonnen und wird etwa drei Jahre dauern.

Die Umbaumaßnahmen sehen vor, die Teilstücke der A 39 direkt ineinander zu führen, die Bundesautobahn 391 als abzweigenden Strang anzuschließen sowie den Abschnitt zwischen dem Dreieck BS-Südwest und dem Kreuz BS-Süd auf sechs Spuren zu verbreitern,

 

weil es sich dort um einen staugefährdeten Abschnitt handelt und dieser durch den am 30. Januar 2009 vollzogenen Lückenschluss mit der A 2 am Kreuz Wolfsburg/Königslutter aufgrund des Durchgangsverkehrs von z. B. Frankfurt am Main und Kassel nach Berlin und Polen noch stärker belastet wird. Die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Wolfenbüttel, rechnet mit einer Fertigstellung zum Jahre 2012. Die Kosten für den Umbau belaufen sich auf rund 72,5 Millionen Euro.
Vom Dreieck Braunschweig-Südwest verläuft die Autobahn erst in östliche Richtung und bildet mit der A 395 das Kreuz Braunschweig-Süd. Von dort geht es in nord-östlichem Verlauf bis zum Kreuz Wolfsburg/Königslutter. Dort treffen die A 39 und die A 2 aufeinander. Der Bau des nur ca. 15 km langen Abschnitts zwischen der Anschlussstelle Braunschweig-Rautheim und dem Kreuz Wolfsburg/Königslutter vollzog sich nach dem Baubeginn im Jahr 2002 über etliche Jahre in mehreren Etappen. Beginnend mit der Freigabe der Teilstücke bis zu den Anschlussstellen Sickte (2005), Cremlingen (2006) und schließlich dem Anschluss an das Kreuz Anfang 2009. Erst damit ist die A 39 von Salzgitter bis Wolfsburg durchgängig befahrbar. Zunächst muss der Verkehr wegen Fahrbahnbeschädigungen im Bereich der Anschlussstelle Cremlingen jedoch einstreifig je Richtung über die Richtungsfahrbahn Wolfsburg geführt werden.
Von Kreuz Wolfsburg/Königslutter aus verläuft die Autobahn in nördlicher Richtung weiter bis nach Wolfsburg. Am Autobahnende bei Tappenbeck im Landkreis Gifhorn geht die A 39 in die Bundesstraße 248 über.
Besonderheiten.
Das Dreieck Salzgitter ist als Autobahngabelung ausgeführt. Möchte man von der A 39 aus Richtung Braunschweig/Berlin in Richtung Hannover weiterfahren, so muss an der Abfahrt Baddeckenstedt auf die B 6 in Richtung Hildesheim gewechselt werden und an der Abfahrt Derneburg/Salzgitter in die A 7 eingefahren werden, ansonsten mündet die A 39 ausschließlich in die A 7 Richtung Kassel ein.
Die A 395 beginnt nicht direkt am Kreuz BS-Süd, sondern einige hundert Meter südlich davon. Die A 39 kreuzt genaugenommen die B 4.Der Förderturm des stillgelegten Bergwerkes und geplanten Atommüllendlagers Schacht Konrad ist von der Autobahn aus zwischen den AS Salzgitter-Thiede und AS Salzgitter-Lebenstedt-Nord gut zu erkennen. In diesem Teilstreckenbereich ist der Neubau einer bewirtschafteten Tank-und Rastanlage in beiden Richtungen geplant, die den Namen „Salzgitterhüttenblick“ tragen wird. Das Planfeststellungsverfahren hierfür wurde Anfang August 2008 eingeleitet. Die neu errichtete Anlage soll die nach Fertigstellung der Anschlussstelle Braunschweig-Rüningen-Süd wegfallende Tankanlage Rüningen ersetzen.

Geplanter Weiterbau Richtung Lüneburg
X- und I-Variante
Es gab verschiedene Pläne, die Autobahn ab Wolfsburg weiterzuführen. Definiert und untersucht wurden sie 1995 in der Verkehrsuntersuchung Nord-Ost (VUNO). Bei der so genannten X-Variante, welche unter anderem vom ADAC befürwortet wurde, verläuft sie nach Schwerin und kreuzt bei Salzwedel die A 14, welche von Magdeburg nach Lüneburg verlängert werden soll.
In einer anderen Planung, der 2004 der Vorzug gegeben wurde, der sogenannten I- oder „Hosenträger“-Variante verläuft hingegen die A 14 nach Schwerin und die A 39 nach Lüneburg. Salzwedel soll dabei durch eine leistungsfähige Bundesstraße, die B 190n, in Ost-West-Richtung an beide Autobahnen angebunden werden. Hierunter ist eine 2+1-Lösung zu verstehen. Bei dieser Variante ergeben sich zusammen mit der A 7 drei parallel verlaufende Autobahnen im Abstand von je etwa fünfzig Kilometern. Allerdings ermöglicht diese Variante eine große flächenräumliche Erschließung dieser dünn besiedelten und - auch durch die deutschen Teilung bedingt - bisher autobahnfreien Region.
Aus der Diskussion geraten ist dagegen trotz eines Nutzen-Kosten-Verhältnisses (NKV) von 3,5 die G-Variante, die auch den Bau der A 14 zwischen Magdeburg und Schwerin vorsah, aber als Anbindung von Lüneburg und Wolfsburg Bundesstraßen favorisierte. Die G-Variante hatte sich in der VUNO 1995 als beste Lösung herauskristallisiert, wurde aber aus politischen Gründen zugunsten der I-Variante (NKV 3,4) verworfen.
Ebenfalls parallel dazu wird momentan zwischen Braunschweig und Lüneburg die Bundesstraße 4 ausgebaut. Die ebenfalls für den vordringlichen Bedarf angemeldeten Ortsumgehungen zwischen Lüneburg und Uelzen an der B 4 (Melbeck = NKV 7,5 und Kirchweyhe = NKV 7,6) wurden zurückgestuft mit der Begründung, dass die A 39 diese Orte nachhaltig entlasten würde.
Die A 14 gemäß der I-Variante ging im April 2004 ins Raumordnungsverfahren, das im November 2004 mit einer Vorzugsvariante abgeschlossen wurde. Am 11. Oktober 2008 wurde das Linienbestimmungsverfahren beendet und die Trasse vom Bund weitgehend genehmigt. Insgesamt umfasst die 105 km lange Trasse 7 Abschnitte. Bis 2011 sollen die Vorentwürfe fertig sein. 2013 könnte dann das Planfeststellungsverfahren abgeschlossen sein, so dass im Jahr 2014 mit dem Bau des ersten Abschnitts begonnen werden könnte, sofern der Bundestag Geldmittel bereit stellt.
Kontroversen.
Sowohl die Verlängerung nach Lüneburg als Ganzes als auch die Wahl der Trassen im Detail sind in der Region, zum Teil auch in der Landespolitik, stark umstritten.
Befürwortet wird das Projekt vor allem von der Industrie- und Handelskammer Lüneburg-Wolfsburg sowie einem „Nordland-Autobahn-Verein“. Diese haben weite Teile von CDU, SPD und FDP in der Region und auf Landesebene auf ihrer Seite, auf Bundesebene hat der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder die Aufnahme in den Bundesverkehrswegeplan durchgesetzt. Zu den bekannteren Befürwortern zählt auch der Wolfsburger Bürgermeister und Spediteur Rolf Schnellecke. Sie bringen für das Projekt vor, dass damit der Transportweg von Braunschweig und Wolfsburg zum Hamburger Hafen verkürzt werde, es entstehe zwischen Hamburg und Salzgitter eine Alternative zur Bundesautobahn 7. Die durchquerte Region werde für transportintensive Produktion und für Logistikbetriebe attraktiver, Ortsdurchfahrten würden entlastet.
Auf der anderen Seite bestehen eine Reihe von Bürgerinitiativen und Umweltgruppen vor Ort, Regional und landesweit agieren Umweltverbände wie der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland und der Verkehrsclub Deutschland dagegen, ebenso Bündnis 90/Die Grünen und Einzelpersonen der anderen Parteien. Sie bezweifeln generell den wirtschaftlichen Nutzen, auch im Vergleich mit deutlich preisgünstigeren Ausbauten wie einzelnen Ortsumfahrungen. Es seien negative Folgen für den Tourismus in der Ostheide zu befürchten, Baukosten und Flächenverbrauch nicht zu verantworten. Sie weisen auch auf den ihrer Meinung nach geringen Verkehr auf dem Elbe-Seiten-Kanal und der Bahnstrecke Braunschweig–Uelzen hin.
Nach den Ergebnissen des Raumordnungsverfahrens weisen alle Trassen ein „hohes Konfliktpotential“ auf. Besonders umstritten ist der vorgesehene Ausbau der bestehenden B 4 innerhalb Lüneburgs. Die sogenannte Ostumgehung durchschnitt schon bei ihrem Bau das Wohngebiet Moorfeld. Bei ihrer Planung (Planfeststellungsbeschluss 1981) wurden Einwände von Bürgern, die Trasse könnte zu einem Teilstück einer späteren Nord-Süd-Autobahn werden, als unbegründet zurückgewiesen, die Trasse sei für den Ausbau als Autobahn ungeeignet.

Quelle:Wikipedia

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