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Geschrieben von: LN Beitrag Montag, den 02. November 2009 um 20:40 Uhr

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schnell_kielA 20 früher fertig – Pendler jubeln. Das zweite Teilstück der A 20 zwischen Geschendorf und Weede wird bereits am 18. Dezember freigegeben – sechs Monate früher als geplant. Die Pendler freut’s. Sie sind jetzt sehr viel schneller am Ziel.

 

Noch brettern die schweren Baustellen-Laster über die rechte Fahrspur der A 20 zwischen Geschendorf und Weede. Doch schon am 18. Dezember können die Autofahrer auf den sechs Kilometern Gas geben. Gut sechs Monate früher als geplant wird das zweite Teilstück der A 20 für den öffentlichen Verkehr freigegeben. „Das ist einfach klasse“, freut sich Bettina Schwarz. „Ich könnte allen die Füße küssen, die für den Bau der A 20 verantwortlich sind.“
Für die berufstätige zweifache Mutter aus Lübeck, die als Ärztin in Bad Segeberg arbeitet, zählt morgens jede Sekunde. Schließlich schmieren sich die Brote nicht von allein. „Früher habe ich 55 Minuten durch die Stadt gebraucht“, sagt die 37-Jährige. Dank der neuen Verbindung zwischen Lübeck und Bad Segeberg sind es jetzt nur noch 30 Minuten. Und wenn der letzte Abschnitt fertig ist, hofft Schwarz, noch einmal fünf Minuten einsparen zu können.

„Das ist wertvolle Zeit, die ich den ganzen Tag nicht mehr aufholen kann“, erzählt die Lübeckerin, die die Fahrt durch die Baustelle mit den ständigen Tempowechseln leid war.

Werner Koopmann muss täglich noch einmal 50 Kilometer weiter fahren als Bettina Schwarz. Der Geschäftsbereichsleiter International der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Lübeck und in Kiel pendelt zwischen der Hanse- und der Landeshauptstadt und freut sich natürlich sehr über die vorzeitige Fertigstellung des zweiten Teilstücks. „Das entspricht meinen Beobachtungen“, sagt Koopmann. „Ich hatte mich schon gewundert, was sie an der Baustelle noch so lange machen wollen.“

 

Vor dem Bau der A 20 fuhr der 47-Jährige in der Regel 1:15 Stunden in die Landeshauptstadt, jetzt hofft er, es in weniger als 60 Minuten zu schaffen. „Das ist auch psychologisch ganz wichtig“, findet der Bordesholmer. Mit knapp einer Stunde Fahrzeit rechnet auch Bernd Becherer, der hinter dem Steuer des UKSH- Shuttlebusses zwischen dem Universitätsklinikum in Kiel und Lübeck sitzt. „Früher sind wir über Eutin gefahren“, sagt der 44-jährige Kieler. „Das war zwar landschaftlich schöner, aber wir haben eineinhalb Stunden gebraucht.“ Für Koopmann ist nicht nur der Zeitgewinn ein Vorteil. „Autobahn ist bequemer und man kann besser telefonieren.“
Die Kieler Christin Rosenstädt (20) und Christoph Pliska (26), die regelmäßig übers Wochenende nach Neubrandenburg fahren, sind heilfroh, nicht mehr über die Landstraße „gurken“ zu müssen. „Was wir da alles erlebt haben“, erinnert sich der Einzelhandelskaufmann nur ungern an die Zeiten der alten Bundesstraße 206. „Da gab es so manch gefährliches Überholmanöver.“ Eine halbe Stunde eher sind die beiden seit dem Bau der A 20 in Neubrandenburg. In Zukunft, schätzen sie, wird die Fahrtzeit noch einmal eine Viertelstunde kürzer. Zeit, die Christin Rosenstädt und Christoph Pliska und alle Pendler dank der neuen A 20 künftig besser nutzen können.
Neue Hiobsbotschaften müssen die Autofahrer nicht fürchten: Die Fahrbahndecke sei hervorragend, Blasenbildung nicht zu befürchten, sagt Jens Sommerburg, Leiter des Landesstraßenbauamtes Lübeck. Zwar habe sich das Problem auf dem Abschnitt zwischen dem Kreuz Lübeck (von dort bewegen sich täglich 16 000 Fahrzeuge Richtung Bad Segeberg) und Geschendorf entschärft. Der Konflikt zwischen dem Land und der Firma Papenburg schwelt allerdings noch immer: „Wir verhandeln“, heißt es auf beiden Seiten.
Geklärt ist derweil der Streit zwischen dem Schweriner Verkehrsministerium und dem Baukonsortium Deges wegen der abgesackten Fahrbahn östlich von Lübeck: „Wir haben von unserem Gewährleistungsanspruch Gebrauch gemacht – und die Baufirmen haben die Mängel anstandslos beseitigt“, so Ministeriumssprecherin Yvonne Post.

Von Julia Konerding und Bastian Modrow
LN-online/lokales vom 01.11.2009 06:45

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