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Umwelt und Klima

Geschrieben von: magazin-deutschkand Freitag, den 06. November 2009 um 20:01 Uhr

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Im Zentrum der Klimaforschung

babelsberg_einsteinturm_250Sie reisen auf Eisschollen durch die Arktis oder ergründen am Rechner komplexe Prozesse des Klimawandels: Im Wissenschaftspark Albert Einstein in Potsdam arbeiten in drei großen Denkfabriken die Vordenker der Klimaforschung

Von Reinhard Osteroth

Der Klimagipfel von Potsdam ist 94 Meter hoch. Das ist in Brandenburg, inmitten der flachen Fluss- und Seenlandschaft mit den vielen Kiefernwäldern, eine beachtliche Höhe. Auf dem Telegrafenberg, am Rande der brandenburgischen Hauptstadt, liegt der Wissenschaftspark Albert Einstein. Ein herausragender Standort der Wissenschaft war das hier schon im 19. Jahrhundert. Heute arbeiten auf dem Berg drei international renommierte Institute, die sich seit 1992 der Erforschung des Erdkörpers und seiner Atmosphäre verschrieben haben: Potsdam ist eins der international wichtigsten Zentren der Klimaforschung. Die Forschungsstelle Potsdam des AWI, des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung, konzentriert sich auf die Erforschung der arktischen Landmassen. Das GFZ, das Deutsche GeoForschungsZentrum, untersucht das Innere des „Sys­tems Erde“. Und das PIK, das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, entwickelt mit einem interdisziplinären Ansatz von Natur- und Sozialwissenschaften Modelle, die die Folgen des Klimawandels zu beschreiben versuchen.

Früher wurde vom Telegrafenberg der Himmel beobachtet. Heute ist er ein von Wegen durchzogener Landschaftspark voller schöner Klinkerbauten. Viele Gebäude haben eine Metallmütze, darunter waren die Teleskope. Ob die Forscher die Aura des Ortes schätzen? „Ich genieße es jeden Tag“, sagt Hans-Wolfgang Hubberten. Der Leiter des AWI Potsdam gehört zu den Männern der ersten Stunde. Seit 1992 brachte er die Forschungsstelle auf Kurs, die die Tradition der Arktis- und Antarktisforschung der DDR fortführt. Hubberten ist Periglazialforscher und steht damit auch mitten in der Klimaforschung. Ein Phänomen ist besonders bekannt geworden: Aus dem getauten Permafrostboden entweicht Methan – ein Treibhausgas. Ob sich einschätzen lässt, wie viel Methan den antauenden Dauerfrostböden künftig entweichen wird?

 

Geschrieben von: magazin-deutschkand Freitag, den 06. November 2009 um 20:46 Uhr

Der Klimawandel ist international eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Was muss getan werden, um Umwelt und Klima besser zu schützen? Fünf weltweit angesehene Klimaexperten nehmen Stellung

 

Claudia Kemfert leitet die Abteilung Energie, Verkehr, Umwelt am Deutschen ­Institut für Wirtschafts­forschung in Berlin

Wie viel ist uns das Nichtstun wert? Wie viel sind wir bereit, dafür zu bezahlen, dass wir unsere Emissionen in die Luft pusten, ohne darüber nachzudenken? Denn eins ist klar: Wenn wir Wirtschaft ohne Klimaschutz betreiben, kommt uns das am Ende teuer zu stehen. Wer behauptet, dass wir uns ­Klimaschutz nicht leisten können, übersieht, was uns unterlassener Klimaschutz kos­tet – uns zwar nicht erst in 50 Jahren, sondern ab ­sofort. Klimaschutz könnte uns wesentlich billiger ­kommen.

Sunita Narain ist seit 1982 Direktorin des „Centre for Science and Environment“ in Neu-Delhi

 
 

Geschrieben von: magazin-deutschkand Freitag, den 06. November 2009 um 20:23 Uhr

Auf der 15. Klimakonferenz der Vereinten Nationen im Dezember 2009 fällt die Entscheidung über ein neues internationales Abkommen für den Klimaschutz

Von Fritz Vorholz

Die Stunde der Wahrheit schlägt schon in wenigen Wochen. Mitte Dezember 2009 treffen sich in Kopenhagen Abgesandte aus praktisch allen Staaten der Erde zu zweiwöchigen Verhandlungen, womöglich zur größten Zusammenkunft, die bisher jemals stattgefunden hat. Das Ergebnis der Konferenz wird nicht nur das Gesicht der Erde prägen; es wird das Schicksal von Hunderten von Millionen Menschen beeinflussen. In Kopenhagen geht es um ihre Lebensgrundlagen, um den Schutz der Erdatmosphäre vor einer gefährlichen Erwärmung.

 
 

Geschrieben von: magazin-deutschkand Freitag, den 06. November 2009 um 20:31 Uhr

Im Klimasekretariat der Vereinten Nationen in Bonn arbeiten 350 internationale Fachleute gegen den globalen Klimawandel an. Mit viel Engagement analysieren sie Daten, bereiten Ver­trags­texte vor und organisieren Konferenzen. Zu tun gibt es immer mehr.

Von Walter Schmidt

Es ist warm im schlossähnlichen Haus Carstanjen, unangenehm warm. Die schwere Luft fühlt sich an, als hätte sich die unheilvollste Prognose des Weltklimarates (IPCC) schon erfüllt: Demnach könnte die Temperatur der irdischen Lufthülle bis 2100 um 6,7 Grad zulegen. Im Bonner Sitz des Klimasekretariats der Vereinten Nationen (VN) jedoch liegt die drückende Atmosphäre schlicht daran, dass es ein gewit­t­riger Sommertag ist. Obendrein heizen einige hundert Computer den Büros ein. Auf den – Strom fressenden – Komfort einer Klimaanlage müssen die 400 Mitarbeiter des Klimasekretariats verzichten. Keine noble Geste. „Das Gebäude hat einfach keine“, sagt John Hay, der mit deutschem und britischem Pass ausgestattete Sprecher des Sekretariats.

 
 

Geschrieben von: magazin-deutschkand Freitag, den 06. November 2009 um 20:34 Uhr

Die Bedeutung von Klima- und Umweltschutz im Tourismus wächst. Auch in Deutschland ist die Bereitschaft zum umweltbewussten Reisen groß

Von Oliver Sefrin

Der sanfte Tourismus hat in Deutschland in den Berchtes­gadener Alpen bereits vor 100 Jahren Fahrt aufgenommen – auf dem smaragdgrünen Wasser des Königssees. Viele Touristen, die die beeindruckende Nationalpark-Kulisse rund um den bekannten Gebirgssee im Südosten Bayerns entdecken wollen, steigen in Ausflugsboote – und lassen sich umweltfreundlich über den See fahren, in dem sich die Berggipfel von Jenner, Steinernem Meer und Watzmann spiegeln. Kein lärmender Schiffsmotor, keine klima­schädlichen Abgase, die die Luft verpes­ten. Mit ihrem sanften und leisen Antrieb steuern 18 Elektroboote der Königsseeschifffahrt Sehenswürdigkeiten wie die weltberühmte ba­rocke Wallfahrtskirche St. Bartholomä an und befördern so jedes Jahr rund 500000 Urlauber über den See.

 
 

Geschrieben von: magazin-deutschkand Freitag, den 06. November 2009 um 20:36 Uhr

„Deutschland und China – Gemeinsam in Bewegung“ heißt die bislang größte deutsche Veranstaltungsreihe im Ausland, die seit 2007 durch China reist. Einer ihrer Schwerpunkte ist das Thema Nachhaltigkeit

 

Sie bestechen durch ihre kreative Architektur und ihre ressourcenschonende Bausubstanz: Die aus Bambus und anderen Hightech-Materialien gestalteten Konferenz- und Ausstellungspavillons für die „Deutschland-Promenade“ der Veranstaltungsreihe „Deutschland und China – Gemeinsam in Bewegung“. Als ein ­Beispiel für nachhaltige Urbanisierung hat der Münchener Installationskünstler Markus Heinsdorff die Pavillons entworfen und gebaut. China und Bambus: Beides ist für Heinsdorff kein Neuland. Bereits vor zehn Jahren organisierte er erste Ausstellungen in China. Bambus wiederum ist einer seiner bevorzugten Werkstoffe als Künstler.

 
 

Geschrieben von: magazin-deutschkand Freitag, den 06. November 2009 um 20:38 Uhr

Für ein außergewöhnliches Musik-Projekt „Antarktika“ hat der Klangkünstler Frank Halbig aus Karlsruhe wissenschaftliche Daten vom Südpol vertont.

Von Oliver Sefrin

Lassen sich 740000 Jahre Klimageschichte musikalisch darstellen? Unmöglich? Keinesfalls: Frank Halbig zeigt mit seinem Projekt „Antarktika“, wie aus Daten von 3500 Meter langen Eisbohrkernen vom Südpol, die Rückschlüsse auf den Klimawandel zulassen, eine Partitur für ein Streichquartett – und damit ein besonderes Klangerlebnis wird. Abstrakte Zahlen und komplexe Messdaten werden in Noten übersetzt und so in sinnlich erfahrbare Klangräume verwandelt – eine Spezialität des Künstlers aus Karlsruhe.

In einem anderen Projekt hat Halbig, der unter anderem als Dozent an der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe unterrichtet, bereits die Daten von zwei Sonnenzyklen visualisiert und vertont. Die Antarktis wiederum ist für Halbig ein ganz besonderer Ort: „Die Antarktis und die Geschichte ihrer Erforschung fasziniert mich schon sehr lange.“ Um sein Projekt umzusetzen, hat Halbig Fachgrenzen überschritten und mit dem Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI) in Bremerhaven zusammengearbeitet.

 
 

Geschrieben von: magazin-deutschkand Freitag, den 06. November 2009 um 20:41 Uhr

Umwelt, Klima, Energie: An deutschen Hochschulen finden Studierende eine Vielzahl von Studienfächern für einen Job mit Zukunft

Von Hermann Horstkotte

In Aachen wollen sie das Auto ganz neu erfinden. Umweltfreundlich soll es werden, nie mehr durch seine CO2-Emission die Luft verpesten. Dieses Ziel setzt sich das renommierte Institut für Kraftfahrzeuge der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH)­ Aachen. Hier arbeiten Wissenschaftler an einem emissionsfreien Elektroantrieb, der einmal den umweltschädlichen Benzin- oder Dieselmotor ersetzen könnte. „Deutschland ist traditionell Technologieführer in der Autowelt“, sagt Institutsdirektor Jan-Welm Biermann, „und wir wollen das auch auf dem Gebiet der Elektromobilität werden.“ Inge­nieur Biermann skizziert die vielfältigen Herausforderungen: Die Konstruktion muss sich grundlegend ändern, wenn statt des Tanks Batteriepacks eingebaut werden. Praktisch jede Parkbucht vor dem Haus oder am Arbeitsplatz braucht einen elektrischen Anschluss zum Nachladen, „und es braucht Kundenakzeptanz“, betont Biermann.

 
 

Geschrieben von: magazin-deutschkand Freitag, den 06. November 2009 um 20:44 Uhr

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Was sie prüfen, forschen und entwickeln, bestimmt die Umweltpolitik in Deutschland: Die rund 1400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Umweltbundesamtes in Dessau prägen mit ihrer Arbeit den Umweltschutz in Deutschland

Von Rainer Stumpf

Was, bitte, bedeutet „R744“? Diese Frage stellten sich viele der 5000 Delegierten, die im Juni 2009 nach Bonn zu den Klimagesprächen der Vereinten Nationen (Bonn Climate Change Talks) gereist waren. Die Fachleute aus 182 Ländern bereiteten die internationale Klimakonferenz in Kopenhagen im Dezember 2009 für ein Kyoto-Nachfolgeabkommen vor. Das Thema Umweltschutz war ihnen demnach vertraut. Aber mit dem kryptischen Kürzel, das groß auf den Türen eines VW-Minivans der Fahrbereitschaft zu lesen war, konnten nur die wenigsten etwas anfangen. Das Geheimnis lüftete schließlich das Umweltbundesamt (UBA). „R744“ ist ein umweltfreundliches Kältemittel für Autoklimaanlagen, dessen Basis Kohlendioxid ist. Der Stoff ist ungiftig, nicht brennbar und billig. Und jener silberne Volkswagen, den die Behörde für die Konferenz zur Verfügung gestellt hatte, ist der Versuchsträger für die neue Klimaanlage. Ein Coup für die Ökospezialisten aus Dessau. Nun ist „R744“ vielen Umweltexperten weltweit ein Begriff. Und die Chance, dass der Stoff bald die bisher verwendeten, klimaschädlichen Kältemittel ersetzen wird, sind deutlich gestiegen.

 
 

Geschrieben von: magazin-deutschkand Freitag, den 06. November 2009 um 20:51 Uhr

Deutschland unterstützt den Wandel hin zu einer nachhaltigen Energieversorgung in vielen Entwicklungsländern: zum Beispiel mit Projekten zur Nutzung von erneuerbaren Energien und zur Verbesserung der Energieeffizienz

Von Michael Netzhammer

Der Himmel ist eintönig grau. Drei Tage schon sind die Menschen in Morropón im Nordwes­ten Perus ohne Sonne. „In diesem Jahr ist es besonders kalt und dauernd bewölkt“, sagt Jorge Jimenez. Ganz anders als früher. Seit mehr als 30 Jahren be­ackert er seine Felder. Lange genug, um festzustellen, dass „die Temperaturen ansteigen und viel stärker schwanken als früher“, wie der Peruaner sagt. Das macht es immer schwieriger, die richtigen Pflanzen anzubauen. Ob es viel oder wenig regnen wird, kann Jimenez heute nicht mehr einschätzen. Außerdem registriert er mehr Schädlinge als früher. Für den peruanischen Landwirt ist der Verursacher klar: „Das ist der Klimawandel.“ Jorge Jimenez ist mit seinen Beobachtungen nicht allein. Rund um den Globus bemerken viele hundert Millionen Bauern, wie sich das Zusammenspiel zwischen Klima, Niederschlägen, Pflanzen und Tieren verändert.

 
 

Geschrieben von: magazin-deutschkand Freitag, den 06. November 2009 um 20:53 Uhr

Sie helfen, beraten, decken auf und engagieren sich in vielen Bereichen: NROs aus Deutschland sind wichtige Akteure in der Gesellschaft – nicht nur der deutschen

Von Rainer Stumpf

Eine große hellbraune Fläche, geschmückt mit tannengrünen Flecken. Darüber liegt ein milchig-zarter Schleier. Seltsam abstrakt wirkt die Satellitenaufnahme der Erde. Was sie offenbart, ist eine lebensbedrohende Wirklichkeit. Der Blick aus dem All auf den zentralasiatischen Aralsee gilt als Zeichen für den Klimawandel und den zerstörerischen Umgang der Menschen mit der Natur. Vom einst viertgrößten See der Welt sind nur noch einzelne Wasserflächen übrig. Tiefgrüne Tupfer in sandbrauner Landschaft. Der milchige Schleier: Sandstürme, ausgelöst durch die Vertrocknung des Gewässers, die wiederum ist eine Folge der Bewässerungspläne der eins­tigen sowjetischen Führung. Der Klimawandel heizt diesen Prozess noch an. Dennoch versuchen die Anrainerstaaten Kasachstan und Usbekistan mit internationaler Unterstützung, den See zu retten. Gut möglich, dass dieses im Mai 2009 veröffentlichte Bild bald in vielen deutschen Klassenzimmern an die Wand projiziert wird. Aufnahmen wie diese präsentiert die Nichtregierungsorganisation (NRO) Germanwatch während ihrer „Klimaexpedition“ an ­Schulen im ganzen Land. Wirbelstürme, Gletscherschmelze, Versteppung – wenn die Schülerinnen und Schüler die Aus­wirkungen der Umweltzerstörung in ihren riesigen Dimensionen sehen, verstehen viele erst die wahre Größe des Problems.
 
 

Geschrieben von: magazin-deutschkand Freitag, den 06. November 2009 um 20:55 Uhr

Frostige Forschung: Die deutsche Neumayer-III-Station in der Antarktis steht Forschern aus der ganzen Welt offen

Von Maren Peters

by Alfred-Wegener-Institut

Der Sommer ist kurz am 71. Grad südlicher Breite. Hier, rund 2000 Kilometer vom Südpol entfernt, steht die Neumayer-Station III des deutschen Alfred-Wegener-Institutes (AWI) auf dem 200 Meter dicken Ekström-Schelfeis. Versorgungsschiffe können den im Februar 2009 eröffneten Forschungsstützpunkt nur vier Monate im Jahr anfahren, dann schließt sich die Eisfläche über dem antarktischen Meer wieder und die Sturmsaison beginnt. 15 Monate dauert eine Überwinterungssaison auf der Station. Maximal elf Personen haben in dem Gebäudekomplex Platz – üblicherweise besteht die Besatzung aber aus neun Frauen und Männern.

Das Forschungsteam bilden vier Wissenschaftler mit den Schwerpunkten Meteorologie, Geophysik und Luftchemie sowie drei Ingenieure für den Maschinen-, Elektro- und IT-Bereich. Hinzu kommen ein Koch und ein Arzt. Letzterer fungiert zugleich als Stationsleiter. „Wir leben hier quasi wie in einer Wohngemeinschaft“, sagt Gerhard Weigand, der diesen verantwortungsvollen Posten übernommen hat.

 
 

Geschrieben von: magazin-deutschkand Freitag, den 06. November 2009 um 20:57 Uhr

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In Sibirien gelangen einem internationalen Forscherteam spektakuläre Forschungsbohrungen. Die Ergebnisse sollen neue Einblicke in den Klimawandel ermöglichen

Von Sven Titz

Siberia by Alfred-Wegener-Institut

Tief im Grund des sibirischen El'gygytgynsees lag ein Schatz begraben – ein Schatz für Klimaforscher. Unter großen Mühen hat ihn im ersten Halbjahr 2009 ein internationales Wissenschaftlerteam gehoben. Sechs Monate lang bohrten die Experten aus Deutschland, den USA, Russland und Österreich zylindrische Kerne aus dem Untergrund des Sees mitten in der Tundra. Jetzt warten sie gespannt auf die Resultate der Auswertung, mit denen in den nächsten zwei Jahren zu rechnen ist. Wohl nie zuvor in der Wissenschaftsgeschichte wurden wertvollere Sedimente aus der Arktis untersucht. Denn die Bohrkerne enthalten ein Klimaarchiv der vergangenen 3,6 Millionen Jahre.

Alles begann mit einem lauten Knall: Vor 3,6 Millionen Jahren stürzte ein Meteorit in Sibirien auf die Erde. Im fast kreisrunden Krater bildete sich ein See. Seinen Namen – El'gygytgynsee heißt so viel wie „Weißer See“ – trägt er wegen der verschneiten Eisdecke, die fast das ganze Jahr überdauert.

 
 

Geschrieben von: magazin-deutschkand Freitag, den 06. November 2009 um 23:19 Uhr

Trockenheit und Überschwemmungen: Die Klimaveränderungen erhöhen in Westafrika die Gefahr von Missernten. In Ghana und Burkina Faso haben deutsche Forscher den Wandel untersucht. Von den Ergebnissen proftiert die Landwirtschaft in der Region

Von Dirk Asendorpf

by Zentrum für Entwicklungsforschung/Uni Bonn

„Erst hatten wir keinen Regen für die Saat“, sagt Chief Afao, „als er dann kam, waren die Unwetter so heftig, dass viele Sprösslinge weggeschwemmt wurden.“ Der groß gewachsene Mann mit dem bestickten Kopfschmuck ist die oberste Autorität in Biu, einem Dorf im Norden Ghanas. Kinder toben zwischen den Lehmhäusern, Frauen breiten frisch geerntete Hirse auf Plastikfolien zum Trocknen aus, der Blick geht über kleine Felder, auf denen Sorghum, Cassava, Mais oder Erdnüsse sprießen. Dahinter dehnt sich die üppig grüne Savanne aus. Kaum zu glauben, dass hier noch vor ein paar Wochen Hunger herrschte. Doch zu Beginn der vergangenen Trockenzeit waren die Speicher bereits fast leer. Um bis zur Regenzeit durchzuhalten, mussten viele Bauern ihr Vieh verkaufen und Arbeit in einer der viele hundert Kilometer entfernten Großstädte in Süd-ghana suchen.

 
 

Geschrieben von: magazin-deutschkand Freitag, den 06. November 2009 um 23:21 Uhr

Die Galapagos-Inseln sind ein beliebtes Ziel von Natur- und Tierliebhabern. Und von Wissenschaftlern: Um das gefährdete Ökosystem zu retten, arbeiten dort Forscher aus aller Welt an Lösungsvorschlägen, darunter auch zwei deutsche Biologen

Von Antje Weber

Galapagos Seelöwe (by Kelly J. Kane)

Mit Seelöwen schwimmen, Albatrosse beim Brüten beobachten, Meerechsen beim Mittagsschlaf zuschauen und Pinguinen beim Sonnenbad: die Galapagos-Inseln, auf denen einst Charles Darwin zu seinen Theorien über die Abstammung der Arten inspiriert wurde, sind ein Traumziel von Natur- und Tierliebhabern. Und von Wissenschaftlern: Um das gefährdete Ökosystem der kleinen Inseln im Pazifik vor Ecuador zu retten, arbeiten dort Forscher aus aller Welt an Lösungsvorschlägen – auch aus Deutschland.

„Jeder denkt bei Galapagos an Riesenschildkröten oder Meeresleguane“, sagt der deutsche Biologe Frank Bungartz, „aber wer kennt sich schon mit Spinnentieren aus? Oder mit obskuren Insekten?“ Doch gerade Spezialisten mit anscheinend abseitigen Themen werden auf Galapagos gebraucht, um das komplexe Zusammenspiel von Natur und Tierwelt zu erforschen.

 
 

Geschrieben von: magazin-deutschkand Freitag, den 06. November 2009 um 23:23 Uhr

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In Berlin hat das erste Türkisch-Deutsche Umweltzentrum seine Arbeit aufgenommen

 

Premiere in Berlin: Am 23. April 2009 nahm das erste Türkisch-Deutsche Umweltzentrum seine Arbeit auf. Das Informationsangebot der Einrichtung umfasst unter anderem Themen wie Umwelt- und Naturschutz, ökologische Mobilität, Energieeffizienz, Energieverbrauchsverhalten, Mülltrennung, ökologisches und nachhaltiges Konsum- und Produktionsverhalten sowie gesunde Ernährung. Darüber hinaus soll das Zentrum auch ein Ort der Begegnung zwischen Akteuren des Umwelt- und Naturschutzes und Migranten werden.

„Das Zentrum hilft vorhandene Hemmschwellen abzubauen und ist ein wirksames Instrument der aktiven Aufklärungsarbeit im Umweltbereich. Die Grundlagen für eine erfolgreiche Arbeit sind also bestens gewählt“, erklärte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel anlässlich der Eröffnung.

Der Spitzenpolitiker forderte in Berlin, das Angebot an Umweltinformation und Umweltbildung für Kinder mit Migrationshintergrund auszubauen. „Fast jeder vierte Jugendliche in unserem Land kommt aus einer Familie, die zugewandert ist. Wir können es uns gar nicht leisten, auf das Potenzial dieser Jugendlichen beim weiteren Ausbau der ökologischen Industrien zu verzichten“, sagte Gabriel.

Betrieben wird das Umweltzentrum vom Türkisch-Deutschen Zentrum Berlin, kurz TDZ. Der 1996 in Berlin gegründete Verein setzt sich dafür ein, die Beziehungen „zwischen der türkischen und der deutschen Gesellschaft für eine gegenseitige Annäherung und Anpassung auszuweiten“. Ein Schwerpunkt der ehrenamtlichen Arbeit des TDZ ist die Bildungsförderung. In diesem Rahmen sollen auch die Projekte des Umweltzentrums angeboten werden. Geplant sind unter anderem eine türkisch-deutsche Naturschutzzeitschrift und Aktionen in Kindergärten.

14.05.09
Quelle:magazin-deutschland.de
 
 

Geschrieben von: magazin-deutschkand Freitag, den 06. November 2009 um 23:26 Uhr

Mit ihrer Amazonica-Stiftung will Mascha Kauka den ecuadorianischen Indios ein selbstbestimmtes Leben im Urwald ermög-lichen. Und den Wald vor der Zerstörung bewahren

Von Georg Etscheit

Bei den Shuar heißt sie Yaanúa, bei den Achuar Nunkui und bei den Kichwa Nina Sicha. Fremde, aber wohlklingende Namen, mit denen ihr Indiovölker in Ecuador Ehre und Freundschaft erweisen. Ihr Geburtsname ist Mascha Kauka. Die Münchner Verlegerin, Stifterin, Umweltschützerin und Entwicklungshelferin engagiert sich seit mehr als 25 Jahren für die indianischen Ureinwohner im südamerikanischen Ecuador. Die Menschen des Waldes und ihre Kultur will sie schützen, aber auch den Wald selbst. „Ein lebenswichtiges Thema angesichts des Klimawandels“, sagt Mascha Kauka bei einem Besuch in ihrer Münchner Wohnung.

Weil sie Bildung als Schlüsselthema erkannte, hat Mascha Kauka vergangenes Jahr mitten im ecuadorianischen Regenwald eine Akademie eröffnet. In dem kleinen Dorf Sharamentsa am Ufer des Rio Pastaza, eines Amazonaszuflusses, sowie im 100 Kilometer entfernten Yuwientsa am Fuße der Anden, können die Indios in mehrwöchigen Kursen alles für ein möglichst autarkes Leben im Regenwald erlernen: Fischzucht, Kleintierhaltung, ökologischer Landbau, Umgang mit erneuerbaren Energien, Produktion und Handel für einen „Binnenmarkt“ im Wald. „Wir wollen die Waldindianer fit machen, um den schädlichen Auswirkungen der Zivilisation zu widerstehen. Dann hat auch der Wald eine Chance. Indios sind die besten Waldhüter.“

 
 

Geschrieben von: magazin-deutschkand Freitag, den 06. November 2009 um 23:29 Uhr

Markus Borner leitet die Naturschutzprogramme der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt (ZGF) in Afrika. Ein Interview über Frankfurts enge Beziehung zu Tansania, Erfolge im Naturschutz und neue Herausforderungen für die Serengeti

Interview: Oliver Sefrin

Herr Borner, die Zoologische Gesellschaft Frankfurt bezeichnet Sie als „ihren Mann in Afrika“. Sie leben dort seit 30 Jahren, was begeistert Sie an der Arbeit?

Ich finde hier sehr viel Verständnis und Unterstützung für den Naturschutz. Das fasziniert mich und hat mich auch in Afrika gehalten. Diese außergewöhnliche Erfahrung zeigt sich besonders in Tansania. Berhnard Grzimek hat dort vor 50 Jahren angefangen zu arbeiten. Er hat es fertig gebracht, dass die Bevölkerung stolz auf ihre Naturlandschaften ist und sie als natürliches Erbe betrachtet.

Wo liegen die Schwerpunkte der Arbeit der ZGF in Ostafrika?

Wir konzentrieren uns auf größere Projekte und kümmern uns vor allem um große Wildnisgebiete. In Äthiopien sind wir vor allem im Bale Mountains Nationalpark tätig. Im Kongo haben wir im Virunga-Nationalpark mit dem Schutz der Gorillas ein Projekt aus den 70er- und 80er-Jahren wiederaufgenommen.

 
 

Geschrieben von: magazin-deutschkand Freitag, den 06. November 2009 um 23:32 Uhr

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Was stoppt den Klimawandel? Wie sieht die Energie der Zukunft aus? Wie bekommen alle Zugang zu ausreichend Wasser? Wichtige Fragen, die eng mit Klima- und Umweltschutz verbunden sind

Von Martin Orth

Harte Arbeit: In vielen Regionen ist sauberes Trinkwasser keine Selbstverständlichkeit

Lessons from Germany“ titelte „Time“ im Frühjahr 2008. Und im Text gab das renommierte US-Magazin detailliert Antworten auf die Frage: „Was können Amerikaner von Europas bevölkerungsreichstem Land lernen?“ Wie Deutschland Energie spart, den Kohlendioxid-Ausstoß senkt und Strom aus erneuerbaren Energiequellen gewinnt. „Zwischen 1990 und 2005 hat Deutschland seine Treibhausgas-Emissionen um 18 Prozent gesenkt“, schreibt das Magazin, „während die Emissionen in den USA in demselben Zeitraum um 16 Prozent anstiegen.“ „Time“ zeichnet das Bild eines neuen Deutschland, in dem Windparks, Bio­gas-Anlagen und Solardächer wie selbstverständlich zum Landschaftsbild gehören.

 
 

Geschrieben von: magazin-deutschkand Freitag, den 06. November 2009 um 23:35 Uhr

In indischen Vorstädten mangelt es oft an sanitären Anlagen. Eine deutsche Hilfsorganisation schafft nun Abhilfe – und verringert damit die Krankheitsfälle. Ein Report

Von Katharina Nickoleit

In dem Städtchen Kolar Goldfields vor den Toren Bangalores ist es wie in vielen Städten Indiens: Ein Viertel der 47000 Einwohner lebt ohne sanitäre Anlagen. Durch die mangelnde Hygiene verbreiten sich Krankheiten wie Cholera und Typhus schnell. Doch das soll sich nun ändern. Auf einer Rasenfläche in der Vorstadt von Kolar Goldfields stehen zwei Toilettenhäuschen, eines für Männer und eines für Frauen. Entwickelt wurde die Toilettenanlage von der deutschen Hilfsorganisation BORDA (Bremen Overseas Research and Development Agency). Die Organisation erstellt sanitäre Anlagen, die speziell auf die Bedürfnisse in der Dritten Welt ausgerichtet sind. Neu an der Anlage ist, dass zu ihr eine Kläranlage gehört, die nicht an die öffentliche Kanalisation angeschlossen werden muss. Sie ist technisch einfach konstruiert und leicht zu warten.
 
 

Geschrieben von: magazin-deutschkand Freitag, den 06. November 2009 um 23:37 Uhr

Im artenreichen Regenwald Zentralafrikas fördert Deutschland den Naturschutz und koordiniert derzeit die internationale Kongobecken-Waldpartnerschaft

Von Maren Peters

Mit einer Länge von knapp 4400 Kilometern zieht sich der Kongo als blaues Band majestätisch durch Zentralafrika. Seine Ufer säumt das zweitgrößte noch zusammenhängende Regenwaldgebiet der Erde. Es erstreckt sich von Kamerun und Gabun an der Westküste des Kontinents bis nach Tansania im Osten und bedeckt eine Gesamtfläche von 180 Millionen Hektar. Der Wald ist Heimat von über 400 verschiedenen Säugetier-, 900 Schmetterlings- und mehr als 1000 Vogelarten. Darunter beide stark bedrohte Gorilla-Arten, Schimpansen, Waldelefanten und Büffel. Die Vielfalt der Pflanzen schätzen Experten auf mehr als 10000 Gewächse, mit zum Teil noch unentdeckten Pharmawirkstoffen.

Das Besondere: Im Gegensatz zu vielen anderen Regenwaldgebieten ist die Lebensgemeinschaft im Kongobecken noch in großen Teilen intakt. „Und das, obwohl der Wald die Lebensgrundlage von gut 30 Millionen Menschen bildet und seine Tropenhölzer auf dem Weltmarkt sehr gefragt sind“, sagt Hans Schipulle.

 
 

Geschrieben von: magazin-deutschkand Freitag, den 06. November 2009 um 23:39 Uhr

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Der neue Trend heißt „Lohas“: Das Kürzel steht für einen gesunden und nachhaltigen Lebensstil. Wer zu dieser Gruppe gehört, konsumiert mit Lust, aber immer ökologisch korrekt

Von Max Rauner

Peter Parwan
Pionier der Lohas-Bewegung in Deutschland: Peter Parwan betreibt zwei Internetportale

Als Kind wollte sie Papst werden – oder Bundeskanzlerin. Einflussreich und weit oben in der Hierarchie, so könnte man die Welt verändern, dachte Claudia Langer. Aus dem Berufswunsch wurde nichts, sie gründete eine Werbeagentur, die sie zwölf Jahre später wieder verkaufte. Die Welt verändern will Claudia Langer noch immer, nun aber mit einer anderen Strategie: von unten. Im vergangenen Jahr gründete sie das Internetportal utopia.de. „Ich glaube an die Macht der Konsumenten“, sagt die 43-Jährige heute.

Utopia.de, das Internetportal für „strategischen Konsum und nachhaltigen Lebensstil“, ist die Speerspitze der neuen deutschen Ökobewegung. Mehr als 17000 „Utopisten“ haben sich hier innerhalb eines halben Jahres registriert, sie diskutieren über Solarzellen auf dem Dach, Naturkosmetik auf der Haut, und wie man im Skiurlaub der Umwelt möglichst wenig schadet.

 
 

Geschrieben von: magazin-deutschkand Freitag, den 06. November 2009 um 23:41 Uhr

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Ein Interview mit Professor Werner F. Schulz, Professor für Umweltmanagement an der Universität Hohenheim, über den neuen Öko-Trend

Interview: Oliver Sefrin

Professor Dr. Werner F. Schulz
Professor Dr. Werner F. Schulz lehrt Umweltmanagement an der Universität Hohenheim

Welchen gesellschaftlichen Stellenwert hat das Thema Nachhaltigkeit in Deutschland?

Ich beobachte in den vergangenen ein, zwei Jahren einen starken Aufwärtstrend, obwohl das Thema Nachhaltigkeit nicht neu ist, sondern schon in den 80er-Jahren entwickelt wurde. Sehr gut lässt sich die zunehmende gesellschaftliche Bedeutung an Umfragen festmachen. Im „Umweltbewusstsein-Survey 2006“ zum Beispiel ist Umweltschutz als wichtigstes Problem jetzt auf Platz zwei. Und wenn man die Bevölkerung befragt, etwas aktiv für den Klimaschutz zu tun, ist mittlerweile die Mehrheit der Deutschen dazu bereit.

Was ist das Besondere am Lohas-Konsumverhalten?

 
 

Geschrieben von: magazin-deutschkand Freitag, den 06. November 2009 um 23:43 Uhr

Ein Interview mit Jens Burgtorf (GTZ), Manager des Indo-German Energy Programme, über das Programm und die Beratung der indischen Regierung für eine bessere Energieversorgung

 

Jens Burgtorf
Jens Burgtorf arbeitet für die Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) in Neu-Delhi

Herr Burgtorf, Sie leiten das Indo-German ­Energy Programme (IGEN). Was verbirgt sich hinter diesem Titel?

IGEN ist ein gemeinsames Programm der ­deutschen und der indischen Regierung zur Verbesserung der Energieversorgung in Indien. Das Wirtschaftswachstum Indiens bedingt eine ­ständige Zunahme des Energiebedarfs, vor allem an Strom, der derzeit nicht gedeckt werden kann. Das führt – vor allem auf dem Land – vielfach zu Produktionsausfällen. Gleichzeitig sind in der Industrie veraltete Industrieanlagen noch weit verbreitet. Hier sind Maßnahmen zur Erhöhung der Energieeffizienz das geeignete Mittel. Ein entsprechendes Energieeinspargesetz ­wurde von der indischen Regierung bereits in Kraft gesetzt.

 
 

Geschrieben von: magazin-deutschkand Freitag, den 06. November 2009 um 23:45 Uhr

Der G8-Gipfel 2008 in Japan hat eine klare Verpflichtung zur Halbierung der Treibhausgas-Emissionen bis 2050 gebracht – erstmals auch seitens der USA

Von Christopher Nielsen

Als einen „deutlichen Fortschritt“ gegenüber dem G8-Gipfel 2007 in Heiligendamm hat Bundeskanzlerin Angela Merkel in Toyako die Beschlüsse des diesjährigen Gipfels zum Klimaschutz bezeichnet. Sie seien „eine klare Verpflichtung, dass die Industrieländer größere Verantwortung“ übernehmen und auf der für 2009 in Kopenhagen unter dem Dach der Vereinten Nationen geplanten Konferenz über ein Klimaabkommen einen Abschluss erreichen müssten. Mit dem Beschluss von Toyako versprechen jetzt erstmals auch die USA, ihre Treibhausgas-Emissionen bis 2050 um die Hälfte zu reduzieren. Im Hinblick auf mittelfristige Reduktionsziele soll außerdem zwischen den Beiträgen der großen Industrieländer und denen der großen Entwicklungsländer differenziert werden. Es geht jetzt vor allem darum, die großen Schwellenländer einzubinden. „Wir können den Anstieg der Temperaturen nicht mehr allein stoppen, sondern wir brauchen alle Anstrengungen“, betonte Bundeskanzlerin Merkel, die zugleich zur Geduld mahnte: Es werde „noch viele harte Verhandlungen“ geben, denn um das langfristige Klimaziel zu erreichen, seien zunächst mittelfristige Strategien und Zwischenschritte erforderlich.
 
 

Geschrieben von: magazin-deutschkand Samstag, den 07. November 2009 um 01:22 Uhr

Von Grundwasserschutz bis Wasserrecycling: Auf der Expo Saragossa zeigt Deutschland eine Ausstellung mit innovativen Technologien und Ideen für den nachhaltigen Umgang mit Wasser

 

„Wassertechnologien aus Deutschland sind weltweit gefragt.“ Das sagt einer, der sich mit dem Thema auskennt. Stephan Köster arbeitet am Institut für Siedlungswasserwirtschaft der RWTH Aachen. Mit seinem Fachwissen hat der promovierte Ingenieur die Ausstellungsmacher des Deutschen Pavillons bei der Auswahl der Wassertechnologien beraten. Die Exponate, die in der Wasserlandschaft des Deutschen Expo-Pavillons auf der Weltausstellung in Saragossa zu sehen sind, geben einen Eindruck von der Innovationskraft deutscher Wassertechnologien. Einige von ihnen sind auch besonders für Entwicklungs- und Schwellenländer geeignet. Ob die Verbesserung der Trinkwasserqualität oder die Aufbereitung von Abwasser:
 
 

Geschrieben von: magazin-deutschkand Samstag, den 07. November 2009 um 01:24 Uhr

Wasser ist kostbar, denn es ist auf der Welt nicht gleich verteilt. Nicht alle Menschen haben Zugang zu sauberem Trinkwasser. Deutschland engagiert sich in internationaler Zusammenarbeit für nachhaltige Wasserprojekte

Von Oliver Sefrin

Vor ihnen liegt ein beschwerlicher Weg zur Wasserstelle: In Mali, Westafrika, legen viele Frauen einen oft stundenlangen Marsch zum nächsten Fluss zurück – um Wasser zu schöpfen. Nur etwa die Hälfte der Menschen in Mali verfügt über sauberes Trinkwasser. Einige tausend Kilometer weiter im Osten – ein anderes Land, ein ähnliches Bild: An einer Zisterne im Jemen füllen Frauen Kanister mit Wasser, um sie danach auf Eseln abzutransportieren. Der Jemen gehört zu den wasserärmsten Regionen der Erde.

Mali und Jemen – zwei Länder von mehr als 50, die von Wassermangel bedroht sind. „Weltweit leben derzeit 1,1 Milliarden Menschen ohne sicheren Zugang zu Trinkwasser, 2,4 Milliarden Menschen verfügen über keine ausreichenden sanitären Einrichtungen.

 
 

Geschrieben von: magazin-deutschkand Samstag, den 07. November 2009 um 01:26 Uhr

Sigmar Gabriel, seit November 2005 Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, über die Zukunft der Energieversorgung und den internationalen Klimaschutz

 

Herr Gabriel, weltweit wächst der Bedarf an Energie und Ressourcen. Wie lässt sich die enorme Nachfrage klimaverträglich decken?

Wir stehen vor zwei großen Herausforderungen. Die erste Frage lautet: Wie versorgen wir die Menschheit mit ausreichend und bezahlbarer Energie? Das ist auch für die rund zwei Milliarden Menschen auf unserem Planeten entscheidend, die heute keinerlei Zugang zu Elektrizität haben. Die zweite Frage heißt: Was können wir miteinander tun, damit der Energieverbrauch in Zukunft keine so katastrophalen Folgen für das Klima und für das Leben auf unserem Planeten hat?

 
 

Geschrieben von: magazin-deutschkand Samstag, den 07. November 2009 um 01:28 Uhr

Bei der VN-Naturschutzkonferenz geht es um Artenschutz und Biodiversität. Unep-Exekutivdirektor Achim Steiner fordert einen Durchbruch beim nachhaltigen Umgang mit der biologischen Vielfalt der Erde

Von Achim Steiner

Für viele Bewohner der Nordhalbkugel ist der Mai ein Monat zum Feiern, des Optimismus und der Hoffnung. Unter diesen Vorzeichen wird in Bonn die 9. Vertragsstaatenkonferenz zur Konvention über die biologische Vielfalt des Umweltprogramms der Vereinten Nationen zusammentreten. Regierungen und Delegierte stehen vor der Frage, ob dieser vor 16 Jahren geschlossene Vertrag zum Schutz allen Lebens auf unserem Planeten schnell und wirkungsvoll so weiterentwickelt werden kann, dass er die drängenden Herausforderungen des 21. Jahrhunderts zur Nachhaltigkeit meistert.

Welchen Maßstab man auch anlegt, Tatsache ist: Ein viel zu großer Teil der nicht zuletzt ökonomisch wichtigen biologischen Vielfalt der Welt und ihrer Ökosysteme scheint unaufhaltsam unterzugehen. Die Versprechen auf dem Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung in Südafrika und 1992 in Rio de Janeiro, wo die Biodiversitätskonvention entstand, werden nicht eingehalten und vielfach systematisch gebrochen.

 
 

Geschrieben von: magazin-deutschkand Samstag, den 07. November 2009 um 01:31 Uhr

Sparen statt verheizen: In verschiedenen Projekten berät die Deutsche Energie-Agentur russische Partner in Sachen Energieeffizienz

Von Sven Titz

Dass Russland gerade im Winter große Mengen Energie benötigt, ist kein Geheimnis. Doch selbst im milderen Süden des Landes, an der Küste des Schwarzen Meeres, wird Energieeffizienz zu einem immer wichtigeren Thema. Darum plant zurzeit die Region Krasnodar ihre Energieinfrastruktur von Grund auf zu erneuern, um auch in Zukunft den Bedarf jederzeit decken zu können. Unterstützung für dieses Projekt kommt aus Deutschland: am 17. Januar wurde eine Kooperationsvereinbarung zwischen der regionalen Verwaltung und der Deutschen Energie-Agentur (Dena) geschlossen.
 
 

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