Diese Website empfehlen:

letzte Kommentare

RSS

Wer ist Online?

Wir haben 119 Gäste online
The next version of Ubuntu is coming soon
Banner
Banner
Banner
Banner
Banner
Banner
Banner
Banner

Umwelttechnologie

Geschrieben von: magazin-deutschkand Samstag, den 07. November 2009 um 12:04 Uhr

Ein Riesen-Offshore-Windpark in der Nordsee, ein großes Geothermie-Kraftwerk bei Hannover und ein Milliarden-Projekt für Solarstrom aus der Wüste. Deutschland begegnet den Herausforderungen des Klimawandels mit grüner High-Tech im großen Stil

Von Georg Meck

Deutschland surft auf der grünen Welle: Die Umweltindustrie wird bis zum Jahr 2020 die wichtigste Branche sein und damit der Jobmotor des Landes. „Umwelttechnik ist die Leitindustrie des 21. Jahrhunderts“, sagt Burkhard Schwenker, Chef der Unternehmensberatung Roland Berger. Die Berater haben die Aussichten der Branche analysiert und dazu 1300 Unternehmen und 200 Forschungseinrichtungen befragt. Was dabei herauskam, gibt zu kühnen Hoffnungen Anlass: Der Umsatz der globalen Umweltindustrie wird sich bis zum Jahr 2020 mehr als verdoppeln, auf dann 3100 Milliarden Euro. Und Deutschland marschiert dank seiner grünen Champions vorne weg. Geschäfte mit Sonne, Wind und Wasser sind schon heute ein Exportschlager.

 

Geschrieben von: magazin-deutschkand Samstag, den 07. November 2009 um 12:07 Uhr

Gute Nachrichten für den Klimaschutz: In der EU sind die Treibhausgasemissionen im dritten Jahr in Folge gesunken – zuletzt von 2006 auf 2007 um 1,2 Prozent oder rund 60 Millionen Tonnen CO2. Deutschland ­etwa hat zwischen 1990 und 2007 fast 24 Prozent weniger klimaschädliche Gase produziert. CO2 zu sparen ist gar nicht so schwer, wie einige Beispiele zeigen. Hätten Sie gewusst, ...

Klimabewusst leben: 10 Tipps

... dass eine fleischarme Ernährung das Klima schont und ein Kilogramm weniger Rindfleisch pro Woche im Jahr 500 Euro und 700 Kilogramm CO2 spart?

... dass jedes Grad Raumtemperatur weniger rund 6 Prozent Heizkosten und eine um ein Grad niedrigere Heiztemperatur im Haus im Jahr 300 Kilogramm CO2 spart?

... dass Energiesparlampen rund 80 Prozent weniger Strom als normale Glühlampen verbrauchen? Und wer in seiner Wohnung auf Energiesparlampen umsteigt, im Jahr bis zu 330 Kilogramm CO2 spart?

... dass durch das Ausschalten der Klimaanlage für vier Stunden am Tag aufs Jahr gesehen 300 Kilogramm weniger an CO2 anfallen?

... dass der Kauf eines modernen Energiesparkühlschranks (A++) im Jahr 100 Kilogramm CO2 spart?

 
 

Geschrieben von: magazin-deutschkand Samstag, den 07. November 2009 um 12:10 Uhr

Nachhaltig bauen heißt das Gebot der Stunde: Neue Häuser sollen möglichst wenig Energie verbrauchen, wenig Kohlendioxid produzieren und idealerweise vollständig recyclebar sein. Und gut aussehen sollen sie auch. Gute Beispiele für Neues Bauen

Von Inken Herzig

Wie eine glitzernde Ozean­welle schiebt sich die Europäische Investitionsbank in Luxemburg ans Konrad-Adenauer-Ufer. Sicherlich wird zur Zeit keine Bank für ihre Leistungen zertifiziert. Hier aber wurde gerade das Gebäude ge­adelt – als gelungenes Beispiel für Nachhaltigkeit erhielt es als erstes auf dem europäischen Kontinent die Auszeichnung „sehr gut“ des britischen BREEAM-Zertifikats. Der Ökostandard bewertet die umweltrelevante Gesamtleistung eines Gebäudes, von der Planung über die Ausführung bis zur Nutzung. Den im Juni 2009 eröffneten Neubau überwölbt eine Halbtonne mit einem gläsernen Dach von 170 Metern Länge und 50 Metern Breite, die zugleich Klimapuffer und Wintergarten ist – ein ästhetischer Wurf von Architekt Christoph Ingenhoven und eine Ingenieurleistung von Werner Sobek. Das Duo hatte zuvor schon weltweit Aufsehen mit dem spektakulären „Lufthansa Aviation Centre“ in Frankfurt am Main erregt, das nur ein Drittel der Energie eines herkömmlichen Bürogebäudes braucht.
 
 

Geschrieben von: magazin-deutschkand Samstag, den 07. November 2009 um 12:11 Uhr

Nie war Autofahren umweltfreundlicher: Auf der 63. Internationalen Automobil-Ausstellung in Frankfurt am Main präsentierten Hersteller aus aller Welt im September 2009 neue Öko-Modelle mit Hybrid- und Elektroantrieb. Allen voran die deutschen Autobauer.

Von Rainer Stumpf

bmwImmer schneller, immer stärker, immer größer – das war gestern. Die jüngste Internationale Automobil-Ausstellung (IAA) im September 2009 war eher eine EAA, eine Elektro-Automobil-Ausstellung. Jeder namhafte Hersteller präsentierte in den Messehallen in Frankfurt am Main ein Elektroauto oder zumindest ein Hybrid-Modell, das Benzin- oder Dieselmotoren mit einem Batterieantrieb kombiniert. Die IAA 2009 zeigte nicht weniger als eine Wende der globalen Autoindustrie. Sie war eine „grüne“ Automobil-Ausstellung, wie es sie noch nicht gegeben hat. Der weltweiten Diskussion um den Klimaschutz wollen sich die Automobilproduzenten nicht entziehen, lautete die Botschaft aus Frankfurt. Was auf der wichtigsten Mobilitätsmesse der Welt gezeigt wurde, könnte schon bald die Welt bewegen. Umweltfreundlich, sparsam, bescheiden. 753 Aussteller aus 30 Ländern kamen an den Main, darunter 62 Autohersteller. Sie zündeten mit 82 Weltpremieren ein Innovationsfeuerwerk – allein 42 der Neuheiten kamen aus Deutschland.
 
 

Geschrieben von: magazin-deutschkand Samstag, den 07. November 2009 um 12:13 Uhr

Prof. Dr. Martin Jänicke ist einer der profundesten Kenner der deutschen und internationalen Umweltpolitik. Seit 1974 ist er auch als Politikberater tätig

Interview: Martin Orth

1. Herr Professor Jänicke, Sie reisen derzeit durchs Ausland, um die wirtschaftliche Erfolgsgeschichte der deutschen Klimapolitik zu erklären. Welchen Anteil hat denn die Politik an dem Erfolg?

Im Umweltschutz, aber auch im Klimaschutz hat Marktversagen immer eine große Rolle gespielt. Die Politik hat dem entgegenwirken müssen. Im Klimaschutz dramatisiert sich dies nun noch. Es geht dort nicht nur um einen gewaltigen Innovationsprozess hin zu klimafreundlichen Technologien. Es geht zusätzlich darum, diesen technischen Wandel zu beschleunigen. Und es geht um globale Wirkungen dieses Wandels. Das können Märkte allein nicht leisten. Hier sind der Staat und die Staatengemeinschaft gefordert. Deutschland hat in dieser Hinsicht nach 1990 und vor allem nach 1998 eine Pionierrolle eingenommen. Hier wurde frühzeitig und parteiübergreifend eine auf technische ­Innovation angelegte Klimapolitik betrieben. Das zahlt sich heute aus.

 
 

Geschrieben von: magazin-deutschkand Samstag, den 07. November 2009 um 12:17 Uhr

Benutzerbewertung: / 2
SchwachPerfekt 

Mit der Desertec-Initiative planen zwölf Unternehmen ein 400 Milliarden Euro schweres Projekt, um Solarstrom in der Wüste zu gewinnen

Von Rainer Stumpf

by Desertec Foundation

Die einen vergleichen es mit dem Bau des Panamakanals. Die anderen sehen darin die größte technische Herausforderung seit dem Apollo-Programm der Nasa. Und das hat immerhin den ersten Menschen auf den Mond gebracht. Kalt lässt die Meldung, die am 13. Juli von München aus in die Welt ging, jedenfalls kaum einen: Zwölf Unternehmen riefen an jenem Montag Desertec ins Leben, eines der wohl ambitioniertesten Technikprojekte der Geschichte. Riesige Solarkraftwerke sollen in den Wüsten Nordafrikas und Asiens die Wüstensonne einfangen, um so sauberen Strom auch für Europa zu produzieren – so lautet das Desertec-Ziel. Bis zum Jahr 2050 sollen auf diese Weise 15 Prozent des europäischen Energiebedarfs umweltfreundlich gedeckt werden. 85 Prozent der mit Desertec erzeugten Energie sollen jedoch von den beteiligten Staaten Nordafrikas und Asiens genutzt werden. Geschätzte Kosten des Vorhabens: 400 Milliarden Euro.

 
 

Geschrieben von: magazin-deutschkand Samstag, den 07. November 2009 um 12:21 Uhr

Benutzerbewertung: / 1
SchwachPerfekt 

Deutschland und Israel bringen ihr Knowhow in der nachhaltigen Wasserbewirtschaftung in einem gemeinsamen Projekt in Äthiopien ein

Von Lars Hansen

by Deutsche Welthungerhilfe at bundesregierung.de

Konkrete Formen nimmt eine Vereinbarung zwischen Israel und Deutschland zum Thema Klimawandel und Wassermanagement an: In der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba startete im Juni ein Joint venture für eine umweltfreundliche Wasserbewirtschaftung und effiziente Bewässerung in dem afrikanischen Land. Projektpartner sind für das deutsche Bundesumweltministerium die Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ), in Israel das Zentrum für Internationale Entwicklungszusammenarbeit des Außenministeriums (MASHAV). Beide Institutionen arbeiten eng mit dem äthiopischen Ministerium für Landwirtschaft und Ländliche Entwicklung zusammen.

 
 

Geschrieben von: magazin-deutschkand Samstag, den 07. November 2009 um 12:24 Uhr

Bei der vierten Station von „Deutschland und China – Gemeinsam in Bewegung“ stand die Transformation im Mittelpunkt

Von Lars Hansen

by DuC

Sigmar Gabriel war von seinem Besuch auf der „Deutsch-Chinesischen Promenade“ in Shenyang sichtlich beeindruckt. Sie habe, sagte der deutsche Minister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, „auf eindringliche Weise sowohl technische als auch gesellschaftspolitische Möglichkeiten aufgezeigt, wie in Zukunft global mit den zur Verfügung stehenden begrenzten natürlichen Ressourcen umgegangen werden muss, um unseren Planeten vor dem Kollaps zu bewahren.“ Vom 21. Mai bis 20. Juni war die Veranstaltungsreihe „Deutschland und China – Gemeinsam in Bewegung“ in der nordostchinesischen Provinz Liaoning und deren Hauptstadt Shenyang zu Gast. Das Herzstück der Station, die „Deutsch-Chinesische Promenade“, eröffnete die deutsche Ministerin für Bildung und Forschung, Annette Schavan.

 
 

Geschrieben von: magazin-deutschkand Samstag, den 07. November 2009 um 12:26 Uhr

Benutzerbewertung: / 1
SchwachPerfekt 

Was stoppt den Klimawandel? Wie sieht die Energie der Zukunft aus? Wie bekommen alle Zugang zu ausreichend Wasser? Wichtige Fragen, die eng mit Klima- und Umweltschutz verbunden sind

Von Martin Orth

Harte Arbeit: In vielen Regionen ist sauberes Trinkwasser keine Selbstverständlichkeit

Lessons from Germany“ titelte „Time“ im Frühjahr 2008. Und im Text gab das renommierte US-Magazin detailliert Antworten auf die Frage: „Was können Amerikaner von Europas bevölkerungsreichstem Land lernen?“ Wie Deutschland Energie spart, den Kohlendioxid-Ausstoß senkt und Strom aus erneuerbaren Energiequellen gewinnt. „Zwischen 1990 und 2005 hat Deutschland seine Treibhausgas-Emissionen um 18 Prozent gesenkt“, schreibt das Magazin, „während die Emissionen in den USA in demselben Zeitraum um 16 Prozent anstiegen.“ „Time“ zeichnet das Bild eines neuen Deutschland, in dem Windparks, Bio­gas-Anlagen und Solardächer wie selbstverständlich zum Landschaftsbild gehören. Die Bundesregierung habe, so lautet die Quintessenz, frühzeitig die Weichen für einen Wandel gestellt: Sie hat eine Öko-Steuer eingeführt, um den Ölverbrauch zu senken. Sie hat ein Recycling-System aufgebaut, um Ressourcen zu schonen und Rohstoffe wiederzuverwerten. Und vor allem hat sie das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) auf den Weg gebracht.

 
 

Geschrieben von: magazin-deutschkand Samstag, den 07. November 2009 um 12:28 Uhr

Die Fraunhofer-Gesellschaft hat im September in Korea ein Representative Office eröffnet. Der Leiter Joohwan Kim geht mit großen Ambitionen an die Arbeit. Ein Interview

Von Martin Orth

Herr Joohwan Kim, Sie leiten das neue Fraunhofer Representative Office in Seoul. Wie entstand die Idee zu dem Büro?

Das Fraunhofer Representative Office Korea besteht seit Juli 2007, die offizielle Eröffnung fand allerdings erst im September 2008 statt. Die Gründung von Repräsentanzen im Ausland ist für Fraunhofer nichts Neues. Im asiatischen Raum entstanden die ersten Mitte der 90er Jahre. Heute gibt es vier von ihnen – in China, Indonesien, Japan und eben in Korea. Mit der Neueröffnung verfolgt Fraunhofer die Philosophie, sich weiter zu globalisieren. Denn Auslandserfahrung zählt nicht nur für Individuen, sondern auch für Unternehmen und Dienstleister. Heute ist die Fraunhofer-Gesellschaft mit den besten Forschungseinrichtungen der Welt vernetzt. Davon profitiert vor allem die deutsche Industrie, unser wichtigster Kunde im Bereich Auftragsforschung, denn wir können sie besser bedienen, wenn wir ihre Märkte kennen.

 
 

Geschrieben von: magazin-deutschkand Samstag, den 07. November 2009 um 12:30 Uhr

Bosch und Siemens Hausgeräte entwickelte für Asien einen umweltfreundlichen Kocher. Eine Erfolgsgeschichte

Von Sybille Wilhelm

2,5 Milliarden Menschen – mehr als ein Drittel der Erdbevölkerung – bereiten ihre Nahrung über dem offenen Feuer zu. Dafür nutzen sie Brennholz, Holzkohle, Petroleum oder Gas – allesamt Rohstoffe, die knapper und teurer werden. Außerdem entsteht durch den Verbrennungsprozess das Treibhausgas CO2, das für den Klimawandel mitverantwortlich gemacht wird. Und da der am einfachsten und billigsten zugängliche Brennstoff Holz ist, kommen durch das Abholzen der Wälder weitere Probleme hinzu: Der Boden verliert den natürlichen Erosionsschutz, was schwere Naturkatastrophen zur Folge haben kann. Viele gute Gründe also für BSH Bosch und Siemens Hausgeräte – ein 1967 gegründete Joint-Venture der beiden großen deutschen Traditionsunternehmen – nach einer Alternative zum traditionellen Feuermachen zu suchen: „Die Idee, Pflanzenöl zum Betrieb von einfachen Kochern zu verwenden, beschäftigte uns schon lange“, sagt Samuel N. Shiroff, Projektverantwortlicher bei BSH.
 
 

Geschrieben von: magazin-deutschkand Samstag, den 07. November 2009 um 12:32 Uhr

Benutzerbewertung: / 2
SchwachPerfekt 

Deutsche Wissenschaftler haben in Indonesien ein Tsunami-Frühwarnsystem installiert. Ein Lagebericht

Von Roland Knauer

Als der Physiker Jörn Lauterjung im September 2007 wieder einmal wie so oft seit dem verheerenden Tsunami am zweiten Weihnachtsfeiertag 2004 nach Indonesien fliegt, um den Aufbau eines Warnsystems voran zu treiben, kann er kaum ahnen, dass die Feuerprobe dieses Systems unmittelbar bevor steht. Ausgelöst werden solche Tsunamis meist durch Erdbeben und die lassen sich bisher noch nicht vorhersagen. Als am 12. September 2007 um 13.10 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit vor dem Süden Sumatras ein gewaltiges Erdbeben der Stärke 8,0 den Meeresboden zwischen den Mentawai-Inseln und der Insel Enggano erschüttert, ist Jörn Lauterjung vom Helmholtz-Zentrum Potsdam, dem Deutschen GeoForschungsZentrum GFZ, bereits in Indonesien. Vom Erdbeben bekommt er nichts mit. Aber fünf, sechs Minuten später sieht er die ersten Warnungen vor einem möglichen Tsunami über den Fernsehbildschirm in seinem Hotelzimmer flimmern. Obwohl es noch lange nicht fertig ist, hat das Warnsystem damit seine Feuerprobe bestanden.
 
 

Geschrieben von: magazin-deutschkand Samstag, den 07. November 2009 um 12:34 Uhr

Jede zweite in Deutschland produzierte Solarzelle kommt heute aus dem Bundesland Sachsen-Anhalt. Aber die Region ist nicht der einzige Standort für Umwelttechnologie im Osten Deutschlands: Auch die Windenergie hat beste Voraussetzungen

Von Bernward Janzing

Hier steht ein Fabrikgebäude neben dem anderen, schlichte, quaderförmige Hallen, unspektakuläre Architektur – die es aber in sich hat: Thalheim, ein Stadtteil von Bitterfeld-Wolfen in Sachsen-Anhalt ist zu einem Zentrum der deutschen Solarindustrie geworden. Hier dreht sich fast alles um die Q-Cells AG, den weltweit größten Hersteller von Solarzellen. Das Unternehmen hat eine atemberaubende Entwicklung hinter sich: Im Jahr 1999 erst wurde es gegründet, Ende 2007 hatte es bereits mehr als 1700 Mitarbeiter. Und die Firma wächst weiterhin rasant. Entlang einer Straße die man sinnigerweise Sonnenallee genannt hat, liegen weitere Solarfirmen, die zumeist Töchter von Q-Cells sind. Da gibt es die EverQ GmbH, die Siliziumzellen mit einer neuen Technik fertigt: Die sogenannten Wafer, die Plättchen aus denen die Zellen werden, sägt man hier nicht aus dem massiven Block, sondern zieht sie aus der Schmelze. EverQ wurde Anfang 2005 erst gegründet, und hat bereits mehr als 1000 Mitarbeiter. Bald sollen es 1500 sein.
 
 

Geschrieben von: magazin-deutschkand Samstag, den 07. November 2009 um 12:36 Uhr

Ostdeutschland lockt immer mehr internationale Investoren an. Vor allem nordamerikanische Unternehmen haben den Standort für die Produktion modernster Solaranlagen entdeckt

Von Hans-Christoph Neidlein

Die Eröffnung einer Produktionsanlage ist für Botschafter nichts Ungewöhnliches. Doch der Termin Mitte Juli 2007 im deutschen „Solar Valley“ zwischen Frankfurt/Oder, Dresden und Halle sorgte bei US-Botschafter William R. Timken für Verblüffung: „Ich habe in meinem Berufsleben schon über 40 Fabriken eröffnet, aber so eine Aufbruchstimmung wie heute habe ich noch nie erlebt“, zeigte sich Timken beeindruckt. Der Spitzendiplomat war von Berlin nach Frankfurt/Oder gereist, um bei der Eröffnung des neuen Produktions-Werkes von First Solar dabei zu sein. 115 Millionen Euro investierte das börsennotierte US-Unternehmen in die „weltweit modernste“ Fabrik zur Herstellung von Solarstrommodulen aus Dünnschichtzellen, wie der Präsident von First Solar, Bruce Sohn, erklärte. Der Zuschlag für die Produktion in Ostdeutschland „ist ein entscheidender Schritt in unserer Firmengeschichte“.
 
 

Geschrieben von: magazin-deutschkand Samstag, den 07. November 2009 um 12:38 Uhr

Die Geschichte beginnt mit einer Idee: Aus Wind Energie gewinnen. So entstand 1984 mit dem ersten Windrad die Firma Enercon. Heute ist das Unternehmen mit Abstand die Nummer 1 in Deutschland und Technologieführer weltweit

Von Martin Orth

„Jedes Jahr eine neue Fabrik“, sagt Klaus Peters. Er spricht das aus wie eine Selbstverständlichkeit, nicht so, als ob es eine große Herausforderung für ihn bedeuten würde. Peters schaut dabei aus dem Fenster seines schlichten Büros im 1. Stock. Draußen im Gewerbegebiet warten Schwertransporter auf die Abfertigung. Bagger arbeiten an der Erschließung neuer Gewerbeflächen. Und Mitarbeiter, Geschäftspartner und Kunden suchen einen Parkplatz. Das Industriegebiet ist längst zu klein geworden für das stark expandierende Unternehmen. Die Rede ist nicht von einem der weltweit erfolgreichen deutschen Unternehmen wie Daimler, Siemens oder BASF. Es geht um Enercon. Vor noch nicht einmal 25 Jahren in der norddeutschen Kleinstadt Aurich gegründet, ist das Unternehmen heute der Windenergienanlagenbauer Nummer 1 in Deutschland und Technologieführer weltweit. Und der gelernte Schlosser und Elektroinstallateur Klaus Peters, von Anfang an dabei, ist inzwischen Gesamtproduktionsleiter.
 
 

Geschrieben von: magazin-deutschkand Samstag, den 07. November 2009 um 12:40 Uhr

Freiburg im Breisgau: Hier sind die Pioniere der Solartechnik zu Hause. Seit 30 Jahren schreibt die sonnenbeschienene Universitätsstadt solare Erfolgsgeschichten

Von Bernward Janzing

Auf der einen Seite reicht der Blick zum Schlierberg, auf der anderen zu den Wiesen und Wäldern des Schönbergs. Hoch oben auf einem langen Büro- und Ladengebäude an der Merzhauserstraße hat der Freiburger Solararchitekt Rolf Disch mehrere Penthäuser errichtet. Es sind keine gewöhnlichen Penthäuser. Barbara Schweer wohnt seit zwei Jahren mit ihrem Mann Martin Hoyer und ihrer Tochter in einem dieser Wohnhäuser – jetzt zieht sie eine beeindruckende Energiebilanz: Für Heizung und Warmwasser benötigt die Familie im Jahr weniger als 4000 Kilowattstunden, das entspricht dem Heizwert von nicht einmal 400 Litern Öl. Die Wärme kommt per Wärmeleitung aus einem nahegelegenen Holzkraftwerk. „Wir hatten im ersten Jahr Heizkosten von nur 300 Euro“, sagt Schweer. Das kann sich wirklich sehen lassen, in einem Haus mit 167 Quadratmetern Wohnfläche.
 
 

Geschrieben von: magazin-deutschkand Samstag, den 07. November 2009 um 12:44 Uhr

Die deutsch-japanische Konferenz „Global Energy and Climate Security – Prospects for German-Japanese Cooperation“ fand großes Interesse in Japan

Von Friedemann Müller

Am 30. Juni 2008 haben die Friedrich Ebert Stiftung (FES), das Fujitsu Research Institute (FRI) und das Japanisch-Deutsche Zentrum Berlin (JDZB) in Tokio die Konferenz „Global Energy and Climate Security – Prospects for German-Japanese Cooperation“ veranstaltet, Bereits während der Konferenz konnte man sich fragen, warum sich nicht schon vorher jemand dieser Thematik angenommen hatte, denn die Nachfrage unter den überwiegend japanischen Teilnehmern war so groß, dass lange vor dem Konferenztag die Teilnehmerliste geschlossen werden musste.

Nach den Begrüßungen durch Frau Dr. Friederike Bosse, der Generalsekretärin des JDZB und Berthold Leimbach von der FES hielt der Abgeordnete Tetsuro Fukuyama ein Plädoyer für ein international abgestimmtes Konzept zur Bekämpfung des Klimawandels. Das japanische Potenzial für den Übergang in eine fossil-arme Energieversorgung sei riesig. Doch müssten die asiatischen Wettbewerber China und Indien einbezogen werden, wenn der Transformationsprozess in Japan durchsetzbar sein soll. Jun Arima, zuständig im japanischen Wirtschaftsministerium für die internationalen Energieverhandlungen, wies auf Japans Position im internationalen Vergleich hin, um dann auf die Vision von Premierminister Yasuo Fukuda mit 14 Prozent Absenkung bis 2020 und 60 bis 80 Prozent bis 2050 einzugehen. Die Bundestagsabgeordnete Petra Bierwirth, Vorsitzende des Umweltausschusses, stellte das soeben verabschiedete Integrierte Energie- und Klimapaket in seiner ganzen Komplexität (Förderung der Energieeffizienz, Erneuerbare Energien-Gesetz, nationale und internationale Nutzung der Mittel aus versteigerten Emissionsrechten) vor.

 
 

Geschrieben von: magazin-deutschkand Samstag, den 07. November 2009 um 12:49 Uhr

Studierende aus Karlsruhe und der Pontifícia Universidade Católica do Paraná haben ein Modell für ein Ökohaus im brasilianischen Curitiba entwickelt

Studierende aus Deutschland und Brasilien entwerfen ein Baukonzept

Viele Parks und ein sehr gut ausgebautes öffentliches Nahverkehrssystem: Curitiba, die Hauptstadt des brasilianischen Bundesstaats Paraná, ist eine auffällig grüne Metropole und ein Vorzeigebeispiel, wie nachhaltige Stadtentwicklung aussehen kann. Mittlerweile leben im Großraum Curitiba annähernd fünf Millionen Menschen.Und mit jedem Tag zieht die Region, deren Pro-Kopf-Einkommen etwa dreimal so hoch ist wie der Landesdurchschnitt, neue Zuwanderer an. Das stellt auch eine Öko-Stadt wie Curitiba vor neue Herausforderungen. Es gibt sozial benachteiligte Viertel, in denen Menschen auf engstem Raum zusammenleben – mit allen Problemen, die damit verbunden sind. Hier setzt die deutsch-brasilianisches Kooperation der Universität Karlsruhe, der Karlsruher Hochschulgruppe „Engineers without Borders“ und der Pontifícia Universidade Católica do Paraná (PUCPR) in Curitiba an. Ziel des Projektes „Ecohabitare“, das in Brasilien von Professor Fernando Arns koordiniert wird: die Lebensqualität der Bewohner städtischer Armensiedlungen zu verbessern. Ein wesentlicher Schritt auf diesem Weg ist die Entwicklung eines Ökohauses.

 
 

Geschrieben von: magazin-deutschkand Samstag, den 07. November 2009 um 12:51 Uhr

Als Kind bastelte Frank Weber noch im Wiesbadener Hobbykeller. Heute entwirft er als Chefentwickler den revolutionären Elektrowagen Chevrolet Volt

Von Sybille Wilhelm

Auf die Frage, wer denn der grünste Autohersteller der Welt wird, antwortete Rick Wagoner, Chef von General Motors (GM), kürzlich in einem Interview mit einer großen deutschen Tageszeitung: „Das ist eine offene Frage. Es gibt viele Ideen für die Mobilität von morgen: Elektroautos, Biokraftstoff oder Brennstoffzellen. Unsere sehr zeitnahe Antwort ist das Elektroauto Volt.“ Das haben die deutschen Leserinnen und Leser besonders gern vernommen, steckt doch viel „made in Germany“ in dem innovativen viersitzigen Wagen, mit dem der größte Automobilbauer der Welt die Idee des Elektroantriebs wieder aufgreift: Chef-Entwickler Frank Weber ist Deutscher und hat bisher bei der deutschen General Motors-Tochter Opel in Rüsselsheim bei Frankfurt am Main gearbeitet; das deutsche Unternehmen Continental bewirbt sich als Zulieferer für die Batterietechnik, die Batterie-Prototypen des revolutionären Autos werden derzeit am Rhein in Mainz-Kastel, ebenfalls nicht weit von Frankfurt, erprobt.
 
 

Geschrieben von: magazin-deutschkand Samstag, den 07. November 2009 um 12:53 Uhr

Ein nie endendes Energiepotenzial liegt unter unseren Füßen: Erdwärme, gespeichert im Gestein. Bohrtechnik aus Deutschland macht die Geothermie wirtschaftlich nutzbar

Von Rainer Stumpf

Runter von der Autobahn, ein paar Kilometer über die Landstraße und an dem kleinen Schild mit dem blauen „GFZ“-Logo scharf nach rechts abbiegen. Knapp 400 Meter geht die Fahrt holperig über einen Feldweg, vorbei an den Lastern einer Kiesgrube, dann taucht die weiße Spitze des Bohrturms über den Baumwipfeln auf. Über 100 Geologen, Techniker und Energiefachleute aus ganz Europa folgen an diesem 19. Februar der Route von München in den winzigen Ort Dürrnhaar. Nichts Geringeres wollen sie dort miterleben als einen exklusiven Einblick in die Zukunft der Geothermie. Die hat den etwas sperrigen Namen InnovaRig auf den blechernen Leib geschrieben, ist knapp 52 Meter hoch und mit rund 2700 PS stark genug, um bis zu 5000 Meter tief in die Erde zu bohren. Kein Öl, kein Gas wollen ihre Betreiber fördern, sondern einen ganz besonderen Schatz heben: heißes Wasser. Das soll Ende 2008 ein fünf Megawatt starkes Kraftwerk antreiben, um gleichzeitig Strom und Wärme zu erzeugen. Rund um die Uhr, unabhängig von Wind und Sonne. Die Bohranlage in Dürrnhaar ist einmalig.
 
 

Banner