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Methode - EU Ranking

Geschrieben von: manager magazin Samstag, den 26. Dezember 2009 um 14:41 Uhr

Methode

Mehr als 1000 EU-Regionen hat die auf Standortberatung spezialisierte Consultingfirma Contor für manager magazin auf ihre künftigen Entwicklungschancen hin analysiert. Dazu wurde wurden 25 Standortfaktoren unter die Lupe genommen.

Diese Standortfaktoren bilden die demographische Entwicklung, den Bildungsstand der Bevölkerung, die Technologiedichte der jeweiligen Region, das Wohlstandsniveau und Kerndaten des Arbeitsmarkts unter die Lupe genommen.

Außerdem zu beachten: Die EU-Länder Großbritannien und Dänemark wurden nicht berücksichtigt, da sie vielfach keine Regionaldaten ausweisen; Rumänien und Bulgarien blieben wegen politischer Risiken ausgeklammert.

Die 25 Standortvariablen sind im Detail:

1. Bevölkerungsentwicklung: Der Faktor zeigt den demographischen Entwicklungstrend 2002 bis 2006, in den wiederum Größen wie die Geburtenrate sowie Zu- und Abwanderung eingehen. Nuts-3-Daten. Eine wachsende Bevölkerung schlägt positiv für einen Standort zu Buche, eine schrumpfende negativ.

2. Anteil unter 20-Jähriger: Anteil der Bevölkerung mit einem Alter von unter 20 Jahren an der Bevölkerung im Jahr 2007. Nuts-2-Daten (in Deutschland: Regierungsbezirke). Viele junge Bewohner sind für die Zukunftsfähigkeit von Vorteil.

3. Anteil über 70-Jähriger: Dieser Faktor zeigt den prozentualen Anteil der Bevölkerung mit einem Alter von mehr als 70 Jahren an der Bevölkerung im Jahr 2007. Nuts-2-Daten. Viele alte Bewohner sind gemäß der Logik der Untersuchung für die Zukunftsfähigkeit von Nachteil.

4. Beschäftigtenanteil: Dieser Standortfaktor zeigt den Anteil der Erwerbstätigen an der Gesamtbevölkerung für das Jahr 2006 in Prozent. Nuts-3-Daten. Ein hoher Beschäftigtenanteil schlägt sich positiv nieder.

5. Entwicklung der Beschäftigung: Der Faktor zeigt die Entwicklung der Anteile der Erwerbstätigen an der Gesamtbevölkerung für die Jahre 2002 bis 2006 in Prozent. Negative Werte bedeuten eine Abnahme, positive Werte eine Zunahme der Beschäftigtenanteile. Nuts-3-Daten.

6. Beschäftigtenanteil 2010: Der Faktor legt die Beschäftigungsprognose der Europäischen Kommission für die Mitgliedstaaten zugrunde und rechnet damit den jeweiligen nationalen Trend auf die Nuts-3-Regionen herunter.

7. Arbeitslosenquote: Der Faktor zeigt die Arbeitslosenquoten der über 15-Jährigen im Jahr 2006. Nuts-3-Daten.

8. Arbeitslosenquote 2010: Dieser Faktor legt die Prognose für die Arbeitslosigkeit der Europäischen Kommission für die Mitgliedstaaten zugrunde und rechnet den jeweiligen nationalen Trend auf die Nuts-3-Regionen herunter. Mit den nationalen Werten wurden die regionalen Arbeitslosenquoten fortgeschrieben.

9. Akademikerdichte: Dieser Faktor zeigt den Anteil der Erwerbspersonen mit Hochschulabschluss an der Gesamtzahl der Erwerbspersonen in Prozent im Jahr 2007. Erwerbspersonen sind Menschen zwischen 15 und 74 Jahren, die beschäftigt oder arbeitslos sind. Nicht zu den Erwerbspersonen gehören die
"ökonomisch nicht aktiven" Menschen, Rentner und z.B. in Deutschland Sozialhilfeempfänger. Nuts-2-Daten. Eine höhere Dichte an Akademikern ist vorteilhaft für die Entwicklung einer Region.

10. Entwicklung der Akademikerdichte: Dieser Faktor zeigt die Veränderung des Anteils der akademisch gebildeten Hochschulabsolventen in Prozent des Erwerbspersonenanteils von 2003 bis 2007. Nuts-2-Daten. Ein schnellerer Anstieg bei der Dichte an Akademikern ist vorteilhaft für die Entwicklung einer Region.

11. Wissenschaftlerdichte: Dieser Faktor zeigt den Anteil der Beschäftigten in Wissenschaft und Technologie mit einem entsprechenden Universitätsabschluss für das Jahr 2007 an der Gesamtzahl der Erwerbspersonen. Nuts-2-Daten. Eine höhere Wissenschaftlerdichte ist vorteilhaft für die Entwicklung der Region.

12. Entwicklung der Wissenschaftlerdichte: Der Faktor zeigt die Veränderung des Anteils der Beschäftigten in Wissenschaft und Technologie mit einem entsprechenden Universitätsabschluss an der Zahl der Erwerbspersonen von 2003 bis 2007 in Prozent. Nuts-2-Daten. Je schneller die Wissenschaftlerdichte
zunimmt, desto besser für die jeweilige Region.

13. Beschäftigte in der Spitzen- und mittleren Hochtechnologie: Der Faktor zeigt die Anteile der Beschäftigten im verarbeitenden Gewerbe der Spitzen- und mittleren Hochtechnologie in Prozent an der Gesamtbeschäftigtenzahl für das Jahr 2007. Nuts-2-Daten. Zu den hochwertigen Technologiebereichen zählen folgende
Branchen: Herstellung von chemischen Erzeugnissen, Maschinenbau, Herstellung von Büromaschinen, Datenverarbeitungsgeräten und -einrichtungen, Elektrotechnik, Feinmechanik und Optik, Fahrzeugbau.

14. Beschäftigte in wissensintensiven Dienstleistungen: Der Faktor zeigt die Anteile der Beschäftigten im Bereich der wissensintensiven Dienstleistungen in Prozent an der Gesamtbeschäftigtenzahl für das Jahr 2007. Zu dieser Kategorie zählen insbesondere folgende Branchen: Schifffahrt, Luftfahrt, Nachrichtenübermittlung,
Kredit- und Versicherungsgewerbe, Grundstücks- und Wohnungswesen, Vermietung beweglicher Sachen, Erbringung wirtschaftlicher Dienstleistungen, Erziehung und Unterricht, Gesundheits-, Veterinär- und Sozialwesen, Kultur, Sport und Unterhaltung. Nuts-2-Daten.

15. Patente Hochtechnologie: Dieser Faktor zeigt die Zahl der Patentanmeldungen in der Hochtechnologie beim Europäischen Patentamt je eine Million Einwohner für das Jahr 2005. Dazu zählen folgende Bereiche: Computer und automatisierte Betriebsausrüstung, Mikroorganismus und Gentechnik, Luftverkehr,
Kommunikationstechnik, Halbleiter, Laser. Nuts-2-Daten.

16. Bruttoanlageninvestitionen: Die Variable zeigt die Bruttoanlageninvestitionen in Anlagen 2006 in Millionen Kaufkraftstandards. Durch die Umrechnung der Investitionen in Kaufkraftstandards wurden Preis- und Währungsunterschiede in den Ländern herausgerechnet. Durch die Angabe der Variablen in der Einheit Million
Kaufkraftstandards handelt es sich um eine "Massevariable". Im Gegensatz dazu werden die meisten anderen Variablen durch die Einheit "Anteile ..." als Strukturvariablen ausgegeben. Strukturvariablen eignen sich eher zum direkten Vergleich von Regionen, da durch Massevariablen in Analysen in der Regel große Regionen
bevorzugt werden. Nuts-2-Daten.

17. Bruttoanlageninvestitionen 2010: Dieser Faktor zeigt die Bruttoanlageninvestitionen in Anlagen 2010 in Millionen Kaufkraftstandards. Die Regionalprognose wurde ermittelt durch Fortschreibung der Investitionen 2006 auf Basis der jeweiligen nationalen Prognose für die Investitionsentwicklung der EU-Kommission.
Nuts-2-Daten.

18. Produktivität: Die Produktivität ist ausgedrückt als die mit den Kaufkraftparitäten der Länder gewichtete Bruttowertschöpfung je Beschäftigten 2006. Sie ist angegeben in Kaufkraftstandards pro Jahr je Beschäftigten. Kaufkraftstandards berücksichtigen sowohl Währungsunterschiede als auch Preisniveauunterschiede.
Nuts-3-Daten.

19. Entwicklung Produktivität: Dieser Faktor zeigt die Entwicklung der Produktivität in Kaufkraftstandards von 2002 bis 2006 in Prozent. Nuts-3-Daten.

20. Produktivität 2010: Die Regionaldaten werden mit der jeweiligen nationalen Prognose der EU-Kommission für 2010 fortgeschrieben. Nuts-3-Daten.

21. Bruttoinlandsprodukt pro Einwohner: Der Faktor zeigt das durchschnittliche Wohlstandsniveau einer Region, genauer das Bruttoinlandsprodukt je Einwohner in Kaufkraftstandards für das Jahr 2006. Durch die Umrechnung des BIP in Kaufkraftstandards wurden Preis- und Währungsunterschiede in den Ländern
herausgerechnet. Nuts-3-Daten.

22. Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts pro Einwohner: Jährliche Steigerungsrate des Bruttoinlandsprodukts je Einwohner in den Jahren 2002 bis 2006. Nuts-3-Daten.

23. Bruttoinlandsprodukt pro Einwohner 2010: Fortschreibung des BIP pro Einwohner anhand der nationalen Prognosen der EU-Kommission. Nuts-3-Daten.

24. Verfügbares Einkommen: Diese Größe zeigt die Höhe des mit den nationalen Kaufkraftparitäten gewichteten verfügbaren Einkommens der privaten Haushalte für das Jahr 2006. Es ist angegeben in Kaufkraftstandards pro Jahr je Einwohner. Kaufkraftstandards berücksichtigen sowohl Währungsunterschiede als auch Preisniveauunterschiede. Nuts-2-Daten.

25. Entwicklung des verfügbaren Einkommens: Dieser Faktor zeigt die Entwicklung des verfügbaren Einkommens in Kaufkraftstandards je Einwohner von 2002 bis 2006 in Prozent. Nuts-2-Daten.

 

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