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Geschrieben von: LN Beitrag Mittwoch, den 11. März 2009 um 00:00 Uhr

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13.powerboote_03_lnLübecker Bucht: Den Speedbooten auf der Lübecker Bucht wird der Hahn zugedreht: Die Gegner haben gesiegt, bald gilt Fahrverbot.Die magische Zahl lautet 75 Dezibel. So laut und kein bisschen lauter dürfen Sportboote sein, die ab 1. April westlich einer Linie von Pelzerhaken (Ostholstein) bis Groß Schwansee (Mecklenburg-Vorpommern)

auf der inneren Lübecker Bucht unterwegs sind. Eine Kennzeichnung dieser Linie mit Tonnen wird es nicht geben.

Für die Verfolgung von Verstößen ist die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung zuständig. Sie wird dabei durch die Wasserschutzpolizei unterstützt. Hat sie einen Anfangsverdacht, stoppt sie das Boot und ordnet eine Live-Messung auf der Lübecker Bucht an. Ergibt sich bei der amtlichen Messung ein Wert oberhalb von 75 Dezibel, kann die Behörde das Befahren der Bucht „teilweise oder ganz untersagen“. Verstöße gegen die Verordnung können mit Bußgeldern von bis zu 50 000 Euro geahndet werden. „Die Verhängung der Geldbußen wird unter Berücksichtigung aller Umstände des jeweiligen Einzelfalls erfolgen“, erklärt dazu Christina Schneider vom Dezernat Schifffahrt der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Nord mit Sitz in Kiel.

Der Bootsbesitzer hat außerdem die Kosten der Messung selbst zu tragen – sofern sein Boot die Dezibel-Grenze überschreitet. Wie viel die Messung kostet, wird laut Schneider zurzeit ermittelt. Das Lübecker Umweltamt will Yachthäfen und Sportbootvereine in den nächsten Wochen ausführlich über die neue Regelung informieren.

Mike Knoke, Speedboot-Fahrer und Sportboot-Mechaniker aus Stockelsdorf, ist wegen der neuen Verordnung frustriert: „Dazu kann man nichts mehr sagen.“ Knokes Boot ist 110 Dezibel laut und würde damit unter das Verbot fallen, die innere Lübecker Bucht zu befahren. „Ich werde irgendwann ganz hier weggehen“, sagt er. So wie viele seiner Kunden, die ihre schnellen Boote bereits in Kroatien oder Spanien liegen haben:„Da wird nicht rumgequatscht, und da gibt es nicht so viele grüne Träumer.“ Die Speedboot-Gegner bemerkten gar nicht, dass sie den Tourismus an der Ostseeküste schädigen. Im Übrigen, argumentiert Knoke, sei jeder benzinbetriebene Rasenmäher vom Nachbarn etwa 85 Dezibel
laut.

Noch im Herbst vergangenen Jahres hatten die Besitzer schneller und oftmals lauter Boote Land gesehen. Das Schleswiger Verwaltungsgericht hob eine vorübergehend geltende Geschwindigkeitsbegrenzung von 15 Kilometern pro Stunde (8,1 Knoten) auf der Neustädter Bucht auf. Die entsprechende Bekanntmachung der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Nord sei rechtswidrig, „da sie erkennbar nicht die Sicherheit des Schiffsverkehrs zum Zweck habe, sondern Lärmbelästigungen durch eine Handvoll Speedboote“. Die Sicherheit der Badegäste sei durch die bestehende 500 Meter breite Uferschutzzone ausreichend gewährleistet. Geklagt hatte der Hamburger Bootsmotoren-Händler Cyrus Kegel.

Kläger-Anwalt Jens-Ulrich Kannieß (Meldorf) sagte: „Es ist der richtige Weg, wenn Vorschriften sich mit Lärmquellen beschäftigen, statt alle schnellen Boote unter Generalverdacht zu stellen.“ Allerdings befürchtet er durch die Verordnung Willkür, wenn es heißt, dass schon bei „hinreichendem Verdacht“ eine Messung angeordnet werden kann. Kannieß: „Wann ist denn ein Verdacht ,hinreichend’? Darf jeder einen solchen Verdacht äußern? Ich kann nur hoffen, dass die Behörden hier mit Augenmaß agieren

Die sogenannten Speedboote verfügen über Motoren mit einer Leistung von mehr als 1000 PS und erreichen Höchstgeschwindigkeiten von bis zu 260 Kilometern pro Stunde. Ihr Röhren ist bei obenliegender Auspuff-Anlage kilometerweit ins Binnenland zu hören.

11/03/09


Travemuender aktuell
Powerboot-Rennen schon am 11. Juli 2009?
Verwaltung soll Aktionsplan erarbeiten – Thema kommt in die Bürgerschaft

Travemünde 12.02.2009 | Dass es in Travemünde kein Powerboot-Rennen mehr gibt, hatte Searex-Pilot Siegfried Greve schon im TA-Interview
im Mai 2008 bedauert. »Ich bedaure, dass es im allgemeinen Umfeld hier zu diesen Problemen gekommen ist«, sagte Greve damals. »Da hänge
ich auch nicht mit drin. Ich bedauer das nicht für mich persönlich, sondern insbesondere für die ganzen Zuschauer, die jeweils hergekommen
sind und sich bestimmt mit allen Geschäftsleuten gefreut haben.« Jetzt hängt er mit drin, denn Greve will die Powerboots zurückholen ins
Ostseebad (TA berichtete). Als Termin für das Rennen ist der 11. Juli vorgesehen, eine Woche vor der »Travemünder Woche«.

Foto>Power-Paar: Siegfried und Susanne Greve vor ihrer »SEAREX« in der Marina Baltica.
Die Travemünder Werft ist Montage-Werft des Rennbootes. Foto: ARCHIV TA

Kommentar von Michael Schreiber am 13.02.2009:
Wenn sich Travemünde (richtigerweise) endlich wieder als »mondäner« Urlaubsort positionieren will, so sind auch so mondäne Veranstaltungen
wie ein Powerbootrennen dort angebracht. Ein bisschen Schicki-Micki wäre genau das richtige für den Ort. Schließlich ist der Ruf von
Travemünde genau dadurch einmal entstanden und es hat jahrzehntelang auch hervorragend funktioniert... Also warum nicht? Back to the Roots!

Kommentar von Peter Schütt am 12.02.2009:
Moin.......... hoffentlich kommen die Powerboote zurück, und vieleicht gelingt es, dass sie Travemünde aus dem, wie ich finde,
Dornröschenschlaf wecken. Und alle die gegen den Lärm und die Energieverschwendung sind, was ist den mit den »dicken Geländewagen«,
den vielen Privatflugzeugen, oder dem Lärm und der Umweltverpestung, den so ein Helikopter im letzten Jahr bei der Travemünder Woche
verursachte? Sind wir doch mal ehrlich, wie viele sehen zu gerne die Formel 1 im Fernsehen. Jede Menge, also darum, her mit den Powerbooten !
! ! Das bringt mal wieder Leben und viele Menschen nach Travemünde, worüber sich sicher auch die Geschäftsleute freuen. Sonst bald,
so glaube ich, »Gute Nacht Travemünde«. Peter Schütt

Kommentar von Hans Rehtanz am 12.02.2009:
Moin, moin! Wenn in Travemünde überhaupt nichts mehr geschieht, wenn man die abgesagten Feste in Betracht zieht, hat es eine
»NACHHALTIGE« Wirkung auf Travemünde. Es bleiben Tagesgäste aus, weil hier nichts geboten wird. Veranstaltungen wie »Powerboot« u.
andere werden in den Medien erwähnt und hinterlassen einen Eindruck. Das sogenannte »Zielgruppenprofil« berücksichtigt nur gewisse
Interessen und nicht die Allgemeinheit der Travemünder Bürger. Aber so... richtig, wir haben ja noch den Strand und das Meer und das
reicht ja auch...

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