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Geschrieben von: LN Beitrag Freitag, den 31. Juli 2009 um 00:00 Uhr

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09.vfb-luebeck - Die Lohmühle stand kopf. Der VfB Lübeck schlug gestern Abend Erstliga-Aufsteiger FSV Mainz 05 mit 2:1 nach Verlängerung,erreichte die zweite Runde im DFB-Pokal.22. 58 Uhr. Schiedsrichter Thorsten Schriever nimmt die Pfeife in den Mund und pfeift ab. Riesen-Jubel auf der Lohmühle.

Der VfB Lübeck hat die Sensation geschafft. 2:1-Sieg nach Verlängerung. Der Viertligist haut den Bundesligisten aus dem DFB-Pokal.

„Ein großes Kompliment an die Mannschaft. Sie hat alles aus sich herausgeholt und ist auch nach 120 Minuten nicht eingebrochen“, strahlte Trainer Peter Schubert. „Den Sieg haben wir uns verdient. Nach dem 1:1 haben wir Blut gerochen“, lachte Regisseur Rolf Martin Landerl. Der Mainzer Trainer Jörn Andersen suchte keine Entschuldigung, weil ihn acht verletzte Spieler fehlten: „Ich bin sehr enttäuscht. Wir haben einfach nicht gut gespielt. Mit unserer Qualität hätten wir so ein Spiel gewinnen müssen.“

Rund 7500 Zuschauer sorgten vor dem Spiel für Stimmung, aus den Logen „regnete“ es Konfetti. Auf dem Rasen blieb der typische Pokalfight aus. Ein mäßiges Spiel, das Mainz jederzeit kontrollierte. Dabei hatte Schubert seinen Spielern mit auf den Weg gegeben, bloß nicht ängstlich aufzutreten.

Hamza vergab nach 14 Minuten die erste Chance. Dann aber passierte es: Nach der dritten Mainzer Ecke von links durch Heller köpfte Bungert den Ball an die Unterkante der Latte, von dort sprang er ins Netz – 0:1 (20.). Semghoun sah nicht gut aus. Zwei Minuten später verhinderte der Torhüter gegen Bogavac einen höheren Rückstand.
Der VfB wirkte wie gelähmt. Kaum Stimmung auch auf den Rängen. „Wir wollen euch siegen sehen“, schallte es ab und zu mal aus dem A-Block.

Bei den Grün-Weißen ging nach vorn gar nichts. Kläglich, wie eine Freistoßchance vergeben wurde. 45. Minute: Hohnstedt lief nach vorn, Landerl passte quer zu Marheineke – und schon konnte die Mainzer Deckung klären.
Das sollte sich in der zweiten Halbzeit komplett ändern. Auch Schubert wurde jetzt mutiger, wechselte mit Henning (für Lindner) einen zweiten Stürmer ein. Und er legte noch einmal nach: Schrum kam für Richter und sorgte gleich für die richtige Pokal-Atmosphäre. 57. Minute Schrum aus 16 Metern an den rechten Innenpfosten. Von dort sprang der Ball ins Netz – 1:1.

Plötzlich war die „Lohmühle“ da. Der Hexenkessel kochte. Freistoß Hohnstedt, aber Henning verpasste den Ball am rechten Pfosten (66.). Und er hatte gleich noch eine Chance, köpfte rechts vorbei (79.). Landerl vergab ebenfalls (87.). Stimmung wie zu besten Zweitliga-Zeiten. Mainz kam nur noch selten mit klaren Chancen vor das Lübecker Tor. Schürrle scheiterte an Semghoun (75.), wenig später auch Bogavac (86.). Verlängerung. Sachs aus 14 m – 2:1 (94.). Henning (102.) und Landerl (104.) vergaben die vorzeitige Entscheidung. Es reichte trotzdem. Danach feierte nur noch Grün-Weiß.

Peter-Wulf Dietrich und Volker Giering
LN vom 31.07.09

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