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Geschrieben von: LN Beitrag Freitag, den 12. März 2010 um 00:00 Uhr

21.parkhaeuser_laenger_dichHandel fordert Ersatzflächen. Schock für den Einzelhandel: Die seit Ende Januar gesperrten Parkhäuser im Wehdehof bleiben für unbestimmte Zeit dicht. Der Handel fordert einen Runden Tisch und Ersatzflächen – wie den Koberg.Das ist schrecklich für den Handel", sagt Hans Frick, Vorsitzender des Einzelhandelsverbandes Nordost. 1500 bis 2000 Bürger hätten täglich hier ihr Fahrzeug abgestellt. Frick: „Das ist eine Nummer."
Von einem „herben Rückschlag für die Parkraumbewirtschaftung" spricht Dirk Gerdes, Chef des Koordinierungsbüros Wirtschaft in Lübeck (KWL). „Zwischenlösungen helfen uns auf Dauer nicht", erklärt Jacobus Faure, Filialleiter von C & A und stellvertretender Vorsitzender des Lübeck-Managements. Die Nachricht, dass die gesperrten Innenstadt-Parkhäuser St. Marien und ehemals Karstadt im Wehdehof nicht zügig saniert werden, versetzt die Innenstadt in Sorge.
Ende Januar wurden die beiden Parkhäuser wegen dringender Instandsetzungsarbeiten geschlossen. Statt der angekündigten zügigen Sanierung tat sich wochenlang nichts. Jetzt wurde bekannt: Die Sanierung wird so teuer, dass die Eigentümer davon Abstand nehmen und andere Lösungen suchen. Nach LN-Informationen soll die Instandsetzung der Gebäude für die nächsten zwei bis drei Jahre schon bis zu drei Millionen Euro verschlingen. Von den Eigentümern – das ehemalige Karstadt-Parkhaus gehört der Immobilienfirma Highstreet, das Marien-Parkhaus einer Eigentümer-Gesellschaft – gibt es weder Kommentare noch Informationen.
„Das Objekt darf nicht so enden wie der frühere Haerder-Leerstand", warnt Klaus Puschaddel, Wirtschaftsexperte der CDU. Die Eigentümer sollten sich zügig auf eine gemeinsame Marschroute einigen, fordert Thomas Schalies (FDP): „Ein Ausfall der Parkhäuser auf unabsehbare Zeit wäre ein Schlag für die Altstadt." Bürgermeister Bernd Saxe (SPD) hat sich als Moderator für ein Gespräch aller Eigentümer angeboten. Saxe: „Ich befürworte Abriss und Neubau." Bei optimaler Ausnutzung des Wehdehofs wären dort 600 bis 700 statt der bisherigen 430 Stellplätze möglich. „Die Ecke schreit nach einem Neubau", erklärt KWL-Chef Gerdes. Wenn die Eigentümer zu moderaten Preisen verkaufen würden, „hätte KWL keine Scheu, hier in ein neues Parkhaus zu investieren", so Gerdes. Einen Anlauf zu einem Neubau gab es vor zwei Jahren. Damals sollte ein neues Parkhaus mit 750 Stellplätzen für 15 Millionen Euro entstehen.
Der jetzige Stillstand wird zum Problem für Handel und Tourismus. Jacobus Faure: „Wenn die Touristensaison beginnt, reichen die jetzigen Parkplatz-Kapazitäten nicht aus." Einzelhandels-Präsident Frick bringt den Koberg, den Brink und den Rasen vor dem Landgericht als Ausweichflächen ins Gespräch. SPD-Fraktionschef Peter Reinhardt („Eine mittlere Katastrophe für den Einzelhandel") will weiterhin Stellplätze auf dem Marienkirchhof und rund um die Marienkirche schaffen. Die CDU-Fraktion fordert von der Verwaltung in der nächsten Bürgerschaftssitzung ein aktuelles Parkraumkonzept für die Innenstadt. Die Umnutzung des Busparkplatzes an der Musik- und Kongresshalle (MuK), auf dem 210 provisorische Pkw-Stellplätze geschaffen wurden, sei in der Nebensaison kein Problem, erklärt Andrea Gastager, Chefin der Marketinggesellschaft LTM: „Sollte diese Regelung über den Saisonstart hinaus gelten, wird es mehr als eng."
Von Kai Dordowsky
ln-online/lokales vom 11.03.2010 00:01
Foto: Seit 27. Januar sind die beiden Parkhäuser im Wehdehof geschlossen. Bauarbeiter sind bis heute nicht angerückt. Foto: LUTZ ROESSLER
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