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Geschrieben von: magazin-deutschkand Freitag, den 06. November 2009 um 20:46 Uhr

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Der Klimawandel ist international eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Was muss getan werden, um Umwelt und Klima besser zu schützen? Fünf weltweit angesehene Klimaexperten nehmen Stellung

 

Claudia Kemfert leitet die Abteilung Energie, Verkehr, Umwelt am Deutschen ­Institut für Wirtschafts­forschung in Berlin

Wie viel ist uns das Nichtstun wert? Wie viel sind wir bereit, dafür zu bezahlen, dass wir unsere Emissionen in die Luft pusten, ohne darüber nachzudenken? Denn eins ist klar: Wenn wir Wirtschaft ohne Klimaschutz betreiben, kommt uns das am Ende teuer zu stehen. Wer behauptet, dass wir uns ­Klimaschutz nicht leisten können, übersieht, was uns unterlassener Klimaschutz kos­tet – uns zwar nicht erst in 50 Jahren, sondern ab ­sofort. Klimaschutz könnte uns wesentlich billiger ­kommen.

Sunita Narain ist seit 1982 Direktorin des „Centre for Science and Environment“ in Neu-Delhi

 

Beim Klimawandel geht es um internationale Zusammenarbeit. Der Klimawandel lehrt uns mehr als alles andere, dass die Welt ein Ganzes ist. So wie die Reichen gestern noch Unmengen an Kohlendioxid in die Atmosphäre gepumpt haben, so werden dies heute die aufstrebenden Länder tun. Der Kampf gegen den Klimawandel zeigt auch, dass der einzige Weg, wirksame Kontrollen einzurichten, in Fairness und Gleichberechtigung ­besteht: Nur so wird dieses weltweit größte Gemeinschaftsunternehmen möglich sein.

Stavros Dimas ist seit 2004 EU-Kommissar für Umwelt in Brüssel

Ein großer Teil der Kohlen­dioxid-Emissionen wird bislang in unseren Ländern im Verkehrsbereich verursacht. Daher wird es eine Reihe von Maßnahmen zur Verminderung der Emissionen bei Fahrzeugen geben. Wir werden in Zukunft auch mehr erneuerbare Energien verwenden. Unser Ziel muss es aber auch sein, dass in unseren Häusern künftig spürbar weniger Energie verschwendet wird als bisher. Deutschland spielt eine wichtige Führungsrolle im Kampf gegen den Klimawandel und gibt bei erneuerbaren Energien und grüner Technologie das Tempo vor.

Jeremy Rifkin ist Präsident der „Foundation on Economic Trends“ in Washington, D.C.

Unsere Abhängigkeit von den fossilen Energien entwickelt sich immer stärker zu einem Hemmschuh der Weltwirtschaft. Darum lautet die zentrale Frage, die sich jede Nation stellen muss: Wo steht das Land in 25 Jahren? Ist es immer noch den ver­alteten Industrien und Energielieferanten der zweiten industriellen Revolution verhaftet? Oder setzt es auf die Industrie und die Energie der dritten industriellen Revolution? Sie führt die Welt weg von den alten kohle- und uranbasierten Energielieferanten hinein in eine abgasfreie, nachhaltige Zukunft.

Klaus Töpfer ist Gründungsdirektor des Instituts für Klimawandel, Erdsystem und Nachhaltigkeit in Potsdam und leitete von 1998 bis 2006 das UN-Umweltprogramm (UNEP)

Wir müssen endlich die Nachfrage debattieren: Wofür brauchen wir Energie? Und wie verschwenden wir sie? Das Thema Energieeffizienz steht eindeutig oben auf der Tagesordnung. Wir müssen an die „low hanging fruits“ ran, an die Früchte, die man ohne großen Aufwand ernten kann. Denn der Zeitdruck bei der Bekämpfung des Klimawandels ist gewaltig. Bisher dauert es viel zu lange, bis wissenschaftliche Erkenntnisse zu politischem Handeln führen.

08.09.09
Quelle: magazin-deutschland.de
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