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Geschrieben von: LN Beitrag Mittwoch, den 30. September 2009 um 15:07 Uhr

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hafencity_08Bieterkampf um Lübecks Hafen-City Lübeck - Die Bewerber stehen Schlange: Elf Investoren wollen die nördliche Wallhalbinsel umgestalten. Noch in diesem Jahr soll feststehen, wie sie künftig aussieht. Großer Andrang bei einem großen Projekt: Die nördliche

 

Wallhalbinsel soll Lübecks neue Hafen-City in Klein werden. Seit Januar ist das Koordinierungsbüro Wirtschaft (KWL) auf der Suche nach Investoren für das wasserumschlungene Areal in attraktiver Lage direkt vor Lübecks Altstadt. Das Interessenbekundungsverfahren für das mehrere hundert Millionen Euro schwere Projekt ist Ende Juni abgelaufen. Jetzt liegen KWL-Chef Dirk Gerdes elf Bewerbungen vor.

"Ich bin sehr froh über den regen Zuspruch und die Qualität", freut sich Gerdes. Denn die Liste der Architekten und Geldgeber kann sich sehen lassen. Vier kommen aus dem europäischen Ausland: aus den Niederlanden, Dänemark, London und von einer isländisch-dänisch Gruppe sind Konzepte eingegangen. Aber auch Unterlagen von namhaften Unternehmen unter anderem aus Berlin, Hamburg, Schleswig-Holstein und auch von einem Lübecker Konsortium liegen auf Gerdes' Schreibtisch.

"Das ist ein vielversprechender Auftakt", gibt sich Gerdes optimistisch. Schon zwei Mal ist die Hansestadt mit der Suche nach einem Investor für das Filetstück gescheitert. Jetzt aber komme Lübeck der "bundesweite konjukturelle Aufschwung zu Gute", erklärt Gerdes den großen Zuspruch.

Die Hansestadt will das sechs Hektar große Areal - ohne die Media Docks - für mindestens acht bis zehn Millionen Euro verkaufen. So viel muss die Hansestadt in die neue Infrastruktur auf der nördlichen Wallhalbinsel stecken, auf der derzeit fünf große Hafenschuppen stehen. Dort sollen Wohnen, nicht störendes Gewerbe wie Büros, Handel, Cafés und Restaurants angesiedelt werden. Das Mammutprojekt umfasst etwa 80 000 Quadratmeter an Wohn- und Gewerbeflächen.

Ein paar Auflagen gibt es für die potenziellen Investoren: Die Gebäude in der neuen Hafen-City dürfen die Höhe der Media Docks mit 17,5 Metern nicht überschreiten - und auf der Seite des Hansahafens dürfen die Bauwerke nicht wie beim benachbarten Radisson SAS Senator Hotel auf riesigen Stelzen ins Wasser ragen.

Ansonsten hat die KWL Wert darauf gelegt, dass die Bewerber viel Freiraum bei der Gestaltung haben. "Ich bin überrascht - es sind ganz, ganz tolle Anregungen dabei", sagt Gerdes erstaunt. Deshalb will er aus den elf Bewerbern keine Vorauswahl treffen, sondern Ende August sollen alle Konzepte bei einer Präsentation an zwei Tagen vorgestellt werden. Die so genannte Immobiliengruppe, die aus Gerdes, Bürgermeister, Senatoren und Fachleuten aus der Verwaltung besteht, soll dann maximal vier Konzepte auswählen. Im weiteren Verfahren erhält ein Projekt den Zuschlag. Schon Ende des Jahres soll die Bürgerschaft darüber befinden.

"Ich bin zuversichtlich, dass wir einen geeigneten Bewerber finden werden", sieht Bürgermeister Bernd Saxe (SPD) das Verfahren positiv. Wirtschaftssenator Wolfgang Halbedel (CDU) ist ebenfalls optimistisch, dass die Hansestadt ein "Spitzenprojekt" für ihre neue Hafen-City an Land zieht. Besonders erfreut ist Halbedel, dass die Bewerber allesamt wirtschaftlich potente Investoren sind. Denn Lübeck ist ein gebranntes Kind: Beim Versuch, die Wallhalbinsel 1997 aus ihrem Dornröschenschlaf zu wecken, stieg eine schwedisch-deutsche Gesellschaft aus dem Projekt aus, weil sie Zweifel bekam, ob sich ihr mit 500 Millionen Mark beziffertes Investment rentieren würde.

Doch nicht nur wirtschaftliche Kraft, sondern auch städtebauliche Kompetenz bringen die Bewerber mit, urteilt SPD-Bauexperte Sven Schindler. "Die Konzepte haben sich mit dem Standort nördliche Wallhalbinsel intensiv beschäftigt", so Schindler. Die Spitze der Landzunge ist für Architekten der spektakulärste Platz auf dem Areal. Dennoch hofft Schindler, dass dort weiterhin öffentliches Leben möglich sein wird. Derzeit sorgt der beliebte Strandsalon dort für Beach-Flair.

Von Josephine von Zastrow, LN
vom 24.07.2007

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