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Geschrieben von: LN Beitrag Samstag, den 10. Oktober 2009 um 00:00 Uhr

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fischereihafen_lnLübeck - Riesiges Bauprojekt in Travemünde: Das Areal vom Baggersand bis zum Fischereihafen soll komplett umgestaltet werden. Ein Hotel, Wohnungen und etliche Geschäfte sind dort geplant – mit maritimem Flair. Gemunkelt wurde schon lange, dass etwas passieren soll am Fischereihafen in Travemünde. Jetzt ist es heraus.

Geschätzte 30 Millionen Euro will ein Hamburger Unternehmer dort investieren und das Areal im Westen Travemündes zu einem belebten Quartier mit maritimem Flair machen.

 

Baustart könnte frühstens 2011 sein. Bausenator Franz-Peter Boden (SPD) stellte die Pläne im lübschen Seebad am Donnerstagabend erstmals vor – auf einer öffentlichen Fraktionssitzung der SPD. „Es ist das größte Bauprojekt auf der Travemünder Seite seit Jahren“, so Boden.
Die riesigen Flächen vom Baggersand bis zum Fischereihafen sollen ein völlig neues Gesicht bekommen. Ein Hotel mit 130 Betten ist auf dem Gelände geplant, zudem 600 Wohnungen. Außerdem sollen auf 5000 Quadratmetern Gewerbeflächen entstehen. Der Parkplatz Baggersand verschwindet – hier soll vor allem
Wohnen möglich sein. Die neuen Häuser erstrecken sich bis zu der Bebauung des Ortskerns Travemündes. Auf dem Gelände bis zum Fischereihafen soll vor allem altersgerechtes Wohnen möglich sein. „Für Menschen, die ihren Lebensabend im Seebad verbringen wollen“, sagt Boden. Im Erdgeschoss sind Läden
geplant – vom Fischgeschäft über den Segelmacher und den Bootszubehör-Laden bis hin zum Café.
Zugleich soll die Promenade am Fischereihafen einer Schönheitskur unterzogen werden. Die Flaniermeile soll verbreitert und verlängert werden, so dass sie von dem Restaurant Luzifer nahe dem Fährvorplatz bis zur Böbs-Werft reicht. Der Fischereihafen als solcher soll bestehen bleiben. Die Liegeplätze für die Fischer,
raditionsschiffe und die Segler werden neu geordnet. Aber Boden verspricht: „Wir wollen den maritimen Charakter erhalten.“ Für die Fischer gebe es die Möglichkeit, dort ihre Waren zu verkaufen. SPD-Fraktionschef Peter Reinhardt ist angetan von den Plänen: „Es ist gut, dass das Areal vernünftig geordnet wird, ohne
seinen ursprünglichen Charme zu verlieren.“ Die 350 Parkplätze auf dem Baggersand verschwinden, sie sollen verlegt werden – ein Stück weiter an die Bahntrasse in Richtung Skandinavienkai. Sogenannte begrünte Parkpaletten sind dort geplant – ähnlich wie beim Parkhaus am Arosa-Hotel.
Die Krux an der Sache: Das komplette Areal befindet sich nicht im Eigentum der Stadt. Ein Großteil der Flächen ist in privatem Besitz. Der Investor steht derzeit in Verkaufsverhandlungen mit den Eigentümern. Sind die Verträge unter Dach und Fach, kann im nächsten Jahr mit der konkreten Planung begonnen werden.
Dann muss auch geklärt werden, inwieweit sich der Investor an den Parkpaletten und an dem Ausbau der Promenade beteiligt. „Wir verhandeln ein Gesamtpaket“, so Boden.

Die Frischzellenkur am Fischereihafen soll allerdings nicht als Solo-Projekt in Travemünde laufen, sondern in ein Gesamtkonzept für das lübsche Seebad eingebunden sein. Das wird derzeit von der Bauverwaltung erarbeitet und soll im Frühjahr vorgestellt werden. Darin enthalten ist das geplante Gästehaus des Columbia
Hotels, die Umgestaltung des Platzes vor dem Bahnhof und die Neugestaltung der Bertlingstraße als Fußgängerzone. Ebenfalls unter die Lupe genommen wird das Leuchtenfeld und die dortige Verkehrsführung wie auch die Uferpromenade, die verbreitert werden soll. Dort ist ein Neubau des Wasser- und Schifffahrtsamtes
geplant – und auch für für den Fischimbiss Gosch wird dort noch ein Standort gesucht.

Von Josephine von Zastrow
ln-online/lokales vom 10.10.2009 00:00:08
Foto: Lübecker Nachrichten

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