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Geschrieben von: LN Beitrag Samstag, den 19. Dezember 2009 um 00:00 Uhr

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stadtdenalleingang_lnWallhalbinsel: Die isländischen Investoren sind ausgestiegen. Jetzt will die Stadt die Fläche selbst vermarkten – und hofft auf die heimische Wohnungswirtschaft.
Frischen Wind wollten die Isländer in die Hansestadt bringen. Das nordische Team startete mit viel Euphorie

und Engagement – nach zwei Jahren ist das Projekt an der Wirtschaftskrise gescheitert. In der Hansestadt setzt man jetzt auf die eigene Stärke. „Aus Sicht der Bauverwaltung ist das eine große Chance“, sagt Bausenator Franz-Peter Boden (SPD). Denn nun könne die Stadt das Projekt selbst steuern. Zustimmung kommt vom Vorsitzenden des Bauausschusses Sven Schindler (SPD): „Ich kann mir vorstellen, dass das Projekt jetzt auch noch gewinnt.“
Denn die Hansestadt will die Vermarktung der nördlichen Wallhalbinsel jetzt in die Hände des Koordinierungsbüros Wirtschaft (KWL) geben. Entschieden ist zwar noch nichts, aber bis zum Frühjahr will man ein Modell ähnlich dem des Hochschulstadtteils entwickeln. Für den neuen Stadtteil im Süden Lübecks wurde extra eine städtische Entwicklungsgesellschaft gegründet. SPD und Grüne haben bereits Zustimmung für dieses Vorgehen signalisiert. „Der Vorteil ist, dass es dann nicht nach dem Preis, sondern nach der Qualität geht“, erläutert KWL-Chef Dirk Gerdes die Vorzüge. Die Landzunge vor der Altstadtinsel ist bereits in 14 Baufelder aufgeteilt, die dann durch die KWL an einzelne Investoren verkauft würden. Nicht der, der am meisten Geld zahlt bekommt den Zuschlag, sondern der mit den besten Entwürfen macht das Rennen, erklärt Gerdes.
Die Vorarbeiten dazu haben die Isländer bereits geleistet. Sie hatten im Sommer 2007 einen Investorenwettbewerb gewonnen, den die KWL ausgeschrieben hatte. Ihre Architektenentwürfe stießen allerdings bei dem Gestaltungbeirat auf wenig Gegenliebe, deshalb wurden sie gedrängt einen weiteren Wettbewerb zu bezahlen. Den haben die Lübecker Architekten Brodersen und Gebauer mit dem niederländischen Büro Wurck für sich entschieden. Darauf aufbauend wird ein Bebauungsplan entwickelt, der Anfang des Jahres in die Gremien geht. Baurecht für die Halbinsel soll es dann im Herbst geben.
„Wir sind optimistisch, dass es weiter geht und unsere Pläne umgesetzt werden“, erklärt Architekt Ernst-Günter Brodersen. Der von ihnen entwickelte Masterplan dient als Grundlage für weitere Architektenwettbewerbe, die Stadtplaner Herbert Schnabel favorisiert. Gerdes hofft auch auf ein Engagement der heimischen Wohnungswirtschaft, die bis zu 15 Millionen Euro auf einem Baufeld investieren könnten. Aufgeschlossen reagiert Detlev Aue, Chef des Lübecker Bauvereins: „Eine kleinere Wohnanlage mit 20 bis 25 Eigentumswohnungen könnten wir uns vorstellen.“ Ihn wundert es nicht, dass sich die Stadt erst woanders umschaut und dann wieder auf die Gesellschaften vor Ort zukommt. „Diesen Umweg geht die Stadt ja öfter“, so Aue. Der Lübecker Bauverein hat im Sommer 2007 ebenfalls beim Investorenwettbewerb mitgemacht und verloren. Mietwohnungen auf der Wallhalbinsel kann sich Aue für den Bauverein nicht vorstellen: „Jetzt haben wir uns woanders engagiert.“


Von Josephine von Zastrow
Ln-online/lokales vom 18.12.2009 00:00
Nördliche Wallhalbinsel heute: Auf der Halbinsel vor der Altstadt stehen heute noch alte Hafenschuppen, die zum Teil vermietet sind. Foto: MAXWITAT

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