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Geschrieben von: LN Beitrag Donnerstag, den 14. Januar 2010 um 00:00 Uhr

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48.landung- Landesregierung und Landtag lehnen Zuschüsse für den Betrieb und neue Linien am Airport Blankensee ab. Nur für Investitionen gibt es Geld – eine Basis von Ryanair vorausgesetzt.
Der Kieler Wirtschaftsminister Jost de Jager (CDU) hat gestern finanzielle Begehrlichkeiten der Hansestadt und ihres Flughafens klar zurückgewiesen. De Jager sicherte in einer Sitzung des Wirtschaftsausschusses des Landtages Investitionshilfen des Landes zu. Aber Geld für hoheitliche Aufgaben, die am Airport erledigt werden, für eine Anschubfinanzierung neuer Linien und den Aufbau einer Ryanair-Basis lehnte der CDU-Politiker unmissverständlich ab. Am Freitag fliegen Bürgermeister Bernd Saxe (SPD) sowie die neuen Flughafen-Geschäftsführer nach Dublin, um mit der irischen Fluggesellschaft über den Sommerflugplan 2010 und eine mögliche Basis (Drehkreuz) zu sprechen.
Saxe, Wirtschaftssenator Wolfgang Halbedel (CDU), Bürgermeister-Referent Oliver Groth, Flughafen-Geschäftsführerin Doris Böhmke und Rüdiger Schacht von der Industrie- und Handelskammer zu Lübeck (IHK) stellten dem Wirtschaftsausschuss das „Take-Off-Konzept" vor, mit dem der Airport in eine rosige Zukunft fliegen soll. In seinem Vortrag verwies Saxe auf das beeindruckende Passagierwachstum, die neuen Flugziele von Wizz Air, die wachsenden Umsatzerlöse und das sinkende Defizit des Flughafens sowie dessen Bedeutung für den Tourismus. 47 Prozent der abfliegenden Passagiere kämen aus Hamburg, 42 der ankommenden Fluggäste blieben in Schleswig-Holstein. Saxe: „Das widerspricht der Mär, alle würden von Blankensee gleich nach Hamburg weiterfahren, ohne in Lübeck eine Pommes zu essen." IHK-Geschäftsführer Schacht wies daraufhin, dass inzwischen ein Viertel aller Fluggäste den Airport beruflich nutze – vor allem Stansted und Skavsta seien begehrte Routen für Geschäftsreisende.
Saxe warb um zwei Millionen Euro, die das Land für hoheitliche Aufgaben übernehmen könnte – für Sicherheit, Wetterdienst, Enteisung. Außerdem liebäugelt er mit einer bis 1,5 Millionen Euro jährlich (begrenzt auf drei Jahre) für die Einrichtung einer Basis (fest stationierte Flugzeuge in Blankensee) sowie mit Zuschüssen für neue Linien. „Andere Länder machen das fröhlich", erklärte er mit Blick auf Mecklenburg-Vorpommern, „ich plädiere dafür, dass auch Schleswig-Holstein diese Chance ergreift."
Macht es aber nicht. „Wir haben eine andere Auffassung", beschied Wirtschaftsminister de Jager. Unterstützt von den Politikern. „Wir haben schlechte Erfahrungen mit dem Flughafen Holtenau gemacht", begründete Lars Harms (SSW) die Absage. „Betriebskostenzuschüsse sehen wir kritisch", sagte Christopher Vogt (FDP). Statt klarer Zusagen und konkreter Hilfen beschloss der Wirtschaftsausschuss, dass die Landesregierung berichten soll, welche Möglichkeiten es für eine Weiterentwicklung von Blankensee gibt.
„Das ist ansatzweise das Ergebnis, das ich erhofft hatte", kommentierte Flughafen-Geschäftsführerin Böhmke tapfer. Betriebsratsvorsitzender Torsten Hülse ist felsenfest überzeugt, dass die Iren in Blankensee eine Basis einrichten. „Die sind seit zehn Jahren bei uns auf dem Platz." Saxe dankte für „das breite Bekenntnis zum Flughafen".
Das Land erwartet jetzt eine Kehrtwende der Bürgerschaftsmehrheit. De Jager: „Ich wünsche mir, dass die Gremien es nicht erst zu einem Bürgerentscheid kommen lassen."
Von Kai Dordowsky
ln-online/lokales vom 14.01.2010 00:00:08
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