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Geschrieben von: LN Beitrag Dienstag, den 09. März 2010 um 00:00 Uhr

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20.buergerbegehrenGegner und Befürworter des Flughafens rüsten zur Materialschlacht vor dem Bürgerentscheid. Der Wahlkampf wird sie mehrere zehntausend Euro kosten.
Mit einer eigenen Zeitung (Auflage 100 000 Exemplare), 50 000 Flyern, über 3000 Plakaten und diversen öffentlichen Veranstaltungen will das Bündnis „Nein zum Flughafen-Ausbau" die Lübecker über Hintergründe und Fakten informieren. Nach Schätzung von Jan Lindenau, stellvertretender SPD-Kreisvorsitzender, wird der Wahlkampf einige zehntausend Euro kosten. Lindenau: „Das müssen die Bündnispartner und Sponsoren finanzieren." Ab sofort startet die SPD an den Wochenenden mit Infoständen in den Stadtteilen. Ein zentraler Infostand in der Fußgängerzone ist in Planung. Das Bündnis, zu dem die SPD, Grünen, Linke, die „Schutzgemeinschaft gegen Fluglärm",
der Verein „Frauen helfen Frauen" und einige Jugendorganisationen gehören, hat eine Internetseite freigeschaltet (www.nein-zum-flughafenausbau.de). Lindenau: „Ohne Werbung haben wir schon über 800 Anmeldungen für den Newsletter." Die beteiligten Parteien organisieren öffentliche Veranstaltungen. Den Anfang machen die Grünen in dieser Woche. „Blankensee – Billigflug um jeden Preis?" diskutieren der Landtagsabgeordnete der Grünen, Thorsten Fürter, und Bürgerschaftsmitglied Hans-Jürgen Schubert am 12. März in St. Jürgen (Andreaskirche, Dorfstraße 1, 18 Uhr) sowie am 14. März in Travemünde (Gesellschaftshaus, Torstraße 1, 17 Uhr). Ende März wollen SPD, Grüne und Linke eine gemeinsame Veranstaltung auf die Beine stellen.
„Die Gegner geben Gas", bekennt Jens-Olaf Teschke (BfL). Aber auch die Befürworter des Airport-Ausbaus und Initiatoren des Bürgerentscheids basteln bereits an ihrer Wahlkampfstrategie. Jede Woche mittwochs treffen sich Vertreter von CDU, BfL, FDP und Flughafen im Rathaus. In den nächsten Tagen werde man die Strategie vorstellen, so Teschke. „Plakate sind in Vorbereitung, und Flyer wird es auch geben", erklärt CDU-Fraktionschef Andreas Zander. Öffentliche Veranstaltungen sind ebenfalls geplant. Teschke (BfL): „Wir haben den Markt kurz vor dem Bürgerentscheid für Veranstaltungen geblockt."
Die Initiatoren des Entscheids sind weiterhin überzeugt, genug Bürger für sich gewinnen zu können. BfL-Politiker Teschke: „Einige sind durch die Aussagen des Landtagsberichts sicher ins Wanken geraten." Die Landesregierung hatte massive Zweifel an den geplanten Ausbaustufen für den Airport geäußert. Viele Bürger seien aber durch die hartnäckige Haltung von Rot-Rot-Grün so verärgert, dass „wir sie in die Wahllokale bekommen", ist Teschke optimistisch. Auch für CDU, BfL und FDP wird der Flughafen-Wahlkampf nicht billig. Auf den mit 110 000 Euro gefüllten Förderfonds der Wirtschaft können sie nicht zurückgreifen. Can Özren, Sprecher der Industrie- und Handelskammer (IHK): „Der Förderfonds ist vorrangig für Marketingmaßnahmen. Einen Wahlkampf werden wir daraus nicht unterstützen."
Die Ausbaugegner wollen mit Hilfe von Zeitung, Flyern und Internet ihre neuen Zahlen zum Flughafen-Ausbau unter das Volk bringen. Nach einem ganz frischen Bericht der SPD kommen auf die Hansestadt von 2010 bis 2013 Kosten von 27,6 Millionen Euro zu. Flughafen-Experte Sven Schindler rechnet neben Anschubinvestitionen hohe Ausgaben für neue Parkplätze, die Entwässerung sowie Planung und Bau eines Terminals hinein.
„Der Ausbau stellt ein immenses finanzielles Risiko für den Haushalt der Stadt dar", heißt es in dem Papier, „selbst ein Teilausbau kostet weitaus mehr Geld, als von den Initiatoren des Bürgerbegehrens kalkuliert." Ohne einen privaten Investor könne Lübeck „dieses gigantische Projekt nicht stemmen", so der Bericht. Rund 200 Genossen wurden am Sonnabend in der Oberschule zum Dom mit diesen neuen Zahlen munitioniert.
Von Kai Dordowsky
Ln-online/lokales vom 09.03.2010 00:00
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