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Geschrieben von: LN Beitrag Mittwoch, den 10. März 2010 um 00:00 Uhr

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29.wizzair_hlLübeck - Seit dem Ausstieg des neuseeländischen Airport-Betreibers Infratil ist der Flughafen Blankensee bilanziell überschuldet und braucht dringend einen langfristigen Forderungsverzicht der Hansestadt. Die Stadt aber ziert sich. Der Hauptausschuss der Bürgerschaft vertagte die Abgabe eines sogenannten Rangrücktritts gestern. Flughafen-Geschäftsführerin Doris Böhmke: „Der Rangrücktritt ist absolut notwendig." Vertreter der Wirtschaftsberatungsgesellschaft KPMG berichteten den Politikern, dass die Erklärung des Rangrücktritts nötig sei, um eine drohende Insolvenz der Flughafen-Gesellschaft abzuwenden. „Gläubiger, die Forderungen haben, verzichten auf die Geltendmachung, bis das Unternehmen saniert ist", sagte Christoph Ditting von KPMG. „Dadurch wird die Überschuldung beseitigt." Das müsse zwingend und sofort geschehen.
Der Rangrücktritt könne vermieden werden, wenn die Flughafen-Gesellschaft langfristig ihren Betrieb fortsetzen könne. Das gäben die Beschlüsse der Bürgerschaft bislang nicht her. Ditting: „Dahinter stehen Fragezeichen."
Der Airport steht bei der Hansestadt mit 33 Millionen Euro Gesellschafterdarlehen in der Kreide. Das Kuriose ist: Lübeck ist gleichzeitig Gläubiger, Eigentümer und Gesellschafter des Flughafens. Airport-Geschäftsführerin Böhmke sagte, dass der Airport schon im vergangenen Frühjahr überschuldet gewesen sei. Damals habe der mittlerweile ausgeschiedene Eigentümer Infratil eine Rangrücktrittserklärung abgegeben. Die endete mit dem Ausstieg der Neuseeländer. Die Bürgerschaft hätte im Oktober die Erklärung übernehmen müssen, tat es aber nicht. Flughafen-Geschäftsführer Michael Lange berichtete, dass man Bürgermeister Bernd Saxe (SPD) und Wirtschaftssenator Wolfgang Halbedel (CDU) bereits am 4. Januar über die Situation informiert habe. Nach Angaben des städtischen Beteiligungscontrollings würde die Suche nach einem privaten Investor ohne Rangrücktrittserklärung schwieriger.
Bohrende Fragen der Politiker, ob der Flughafen ohne diesen Forderungsverzicht seitens der Hansestadt abgewickelt werden müsse, ließen die Wirtschaftsprüfer unbeantwortet. Widerstand gegen die Erklärung kommt vor allem von der SPD. Fraktionschef Peter Reinhardt: „Die Flughafen-Gesellschaft ist zahlungsfähig, weil wir ständig Geld hineinpumpen." Eine Rangrücktrittserklärung wäre nichts weiter als Kosmetik. Reinhardt: „Die Braut würde nur aufgehübscht." Ende März muss die Bürgerschaft entscheiden.
ln-online/lokales vom 10.03.2010 00:03
Von Kai Dordowsky
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