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Geschrieben von: LN Beitrag Samstag, den 20. März 2010 um 00:00 Uhr

25.twiehausPünktlich zu Pfingsten: „Twiehaus" macht wieder auf. Das Traditionslokal „Twiehaus" ist gerettet: Die Lechner-Brüder übernehmen es und wollen im Wonnemonat Mai wieder eröffnen. Das Pfingstvergnügen in Israelsdorf, seit Jahrzehnten mit dem „Twiehaus" verbunden, muss dieses Jahr nicht ausfallen. „Es findet definitiv statt, es wird wie gewohnt Live-Musik und Erbsensuppe aus der Gulaschkanone geben", verspricht Michael Lechner (48).
Und sein jüngerer Bruder Markus (41) wird gemeinsam mit Ehefrau Martina (44) alles daran setzen, dass bis dahin ein Biergarten unter der Lindenallee sowie der bekannte Kaffeegarten in Betrieb sind. „Außerdem möchte ich den vorderen Teil der Gaststätte so umgestalten, dass wir auch jüngere Gäste ansprechen."
Noch sieht es ein wenig trostlos aus im und ums „Twiehaus", das seit 1921 in Besitz der Familie Lechner ist. Und noch vor wenigen Wochen gab es kaum Hoffnung, dass das Ende Dezember geschlossene Lokal wiedereröffnen würde.
Pächter Hans-Gerhard Lorenzen hatte seinen Pachtvertrag nach zehn Jahren nicht verlängert, weil er sich nicht mit „Twiehaus"-Eigentümer Hermann Lechner über die Konditionen einigen konnte. Sohn Michael, gelernter Koch, der von 1995 bis 1999 das Lokal führte und es schon damals aus gesundheitlichen Gründen abgeben musste, konnte es nicht erneut übernehmen. Also war Ende des Jahres 2009 Schluss, die Zukunft mangels eines geeigneten Pächters ungewiss.
Vor Weihnachten sammelten Israelsdorfer und Karlshofer 900 Unterschriften für den Erhalt ihres „Twiehauses". Unter anderem SPD- Bundestagsabgeordnete Gabriele Hiller-Ohm, Altbürgermeister Michael Bouteiller und Ex- Bausenator Volker Zahn richteten einen Appell an Eigentümer Hermann Lechner. Als der am 6. Januar im Alter von 70 Jahren überraschend verstarb, erbten die Söhne Michael, Markus und Matthias die Immobilie.
Zunächst herrschte Ratlosigkeit, doch dann setzten sich die Brüder zusammen. „Mein Vater hatte mir damals die Unterschriften gezeigt. Das machte mich nachdenklich und ließ mich überlegen, die Tradition fortzuführen", sagt Markus Lechner, der die Gartenbaufirma „Tree Cut" betreibt und über keine gastronomische Erfahrung verfügt. Gemeinsam mit seiner Frau Martina (44), die schon früher im „Twiehaus" gekellnert hat, will er das Traditionslokal wieder zu dem machen, was es einst war: ein Ziel für Ausflügler, die Lokalität für Familienfeiern, aber auch ein Treffpunkt für alle Israelsdorfer und Karlshofer.
Unterstützt wird er dabei von Bruder Michael, der „mit Rat und Tat zur Seite" und gelegentlich selbst am Herd stehen will. Ansonsten werde selbstverständlich ein Koch und Service-Personal eingestellt.
Erste Reservierungen für das neue „Twiehaus" liegen bereits vor. So wollen die Gothmunder und Trave-Fischer im Herbst ihren traditionellen „Krugtag" hier begehen, und gestern reservierte Klaus Barth (77) für eine Familienfeier im August. „Ich hab bei der Unterschriftenliste mitgemacht, jetzt müssen wir das ,Twiehaus'
auch unterstützen."
Von Sabine Risch
ln-online/lokales vom 20.03.2010 19:24
Foto: Für die Lechners gibt es bis zur Wiedereröffnung Mitte Mai noch einiges zu tun: Markus Lechner (l.) nimmt erste Reservierungen entgegen,
Bruder Michael, der derzeit noch als Koch in „Meier's Gasthof" in Berkenthin arbeitet, entstaubt die Lampen in der rustikalen Gaststube. Foto: NEELSEN
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