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Geschrieben von: LN Beitrag Samstag, den 07. März 2009 um 00:00 Uhr

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promenade_bahnhofMillionen für eine neue Fußgängerzone. Travemünde bekommt eine Flaniermeile vom Strandbahnhof bis zur Promenade. Außerdem soll der Zob umgestaltet werden. Ob die geplante Verlängerung der Paul-Brümmer-Straße kommt, ist unklar.

Die Dinge sind nicht immer so, wie sie scheinen. Vor zehn Tagen noch hat die Bürgerschaft grünes Licht gegeben für ein 8,9-Millionen-Euro-Projekt in Travemünde. Inhalt: die umstrittene Verlängerung der Paul-Brümmer-Straße und die lang geplante Neugestaltung des Geländes zwischen Strandbahnhof und Promenade. Ein Teil des Projektes stellt Bausenator Franz-Peter Boden (SPD) jetzt überraschend in Frage: „Wir wollen prüfen, ob die Verlängerung der Paul-Brümmer-Straße überhaupt noch sinnvoll ist.“ Im Sommer soll es ein Papier für die Politik dazu geben.
Realisiert werden soll aber in jedem Fall die Umgestaltung des Areals rund um den Strandbahnhof. Dadurch bekommt Travemünde eine 200 Meter lange Fußgängerzone. Die Flaniermeile soll vom Strandbahnhof durch die Bertlingstraße bis zur Promenade reichen. Nach dem Motto: raus aus dem Zug und rein in den Strandkorb. Das gilt als einmalig in deutschen Ostseebädern. Kosten für die gesamte Umgestaltung: fünf  Millionen Euro, von denen etwa die Hälfte das Land übernimmt.
Im Herbst dieses Jahres soll gemeinsam mit der Bahn ein Kombibahnsteig errichtet werden: An der einen Kante halten Züge, an der anderen Busse. Ab Frühjahr 2010 können dann die weiteren Arbeiten starten. Sie dauern bis Mitte 2012. So soll das Teilstück der Außenallee vor der Eselswiese für Autos gesperrt werden. An der Arosa-Weinwirtschaft soll ein neues Stück Straße entstehen, das Außenallee und die Straße
Am Kurgarten verbindet. Sie mündet in einen Kreisverkehr, der auch die Wagen aufnimmt, die auf dem Godewind am Strandbahnhof vorbeifahren. Dadurch wird auch der Zob komplett umgekrempelt. Während der Bauphase werden die Haltestellen der Busse an die Ecke Bertlingstraße/Außenallee verlegt.
Durch den Umbau des Zob entsteht zwischen Bertlingstraße und Am Kurgarten eine neue Grundstücksfläche. Insgesamt ist sie 6500 Quadratmeter groß – die Hälfte davon ist städtisch. Auf dem Areal steht unter anderem das Hotel Seestern. Die Columbia Hotelgesellschaft will das Areal erwerben und dort ein „Mini-Columbia“ errichten. Damit hat der Hotelbetreiber auf die Kritik an der geplanten Bebauung der Eselswiese
reagiert. „Eine bessere Lösung hätte es nicht geben können“, so Boden.
Warum der Bausenator die geplante Verlängerung der Paul-Brümmer-Straße erst einmal nicht angehen will, begründet er so: Der Ausbau der Straße hängt mit der Entwicklung des Areals zwischen Lotsenberg und dem marodem Aqua Top zusammen. Boden: „Wir wollen erst klären, was dort genau passiert.“ Zwei Varianten sind denkbar: Das Leuchtenfeld – derzeit Stellfläche für Autos – wird zum Park und wächst mit dem Kalvarienberg zusammen. „Dann könnte der Ausbau der Paul-Brümmer-Straße sinnvoll sein“, so Boden. Oder das Leuchtenfeld wird eine Sport- und Freizeitanlage, dann kann der Verkehr weiter auf der Außenallee (2000 Fahrzeuge am Tag) oder der Trelleborgallee geführt werden. Boden: „Das ist eine politische Entscheidung.“ Denn die 500 Meter lange neue Paul-Brümmer-Straße würde 270 Meter Außenallee ersetzen. Die Kosten
dafür sind immens: 3,9 Millionen Euro.

Von Josephine von Zastrow
LN vom 07/03/09

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