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Geschrieben von: LN Beitrag Dienstag, den 03. März 2009 um 00:00 Uhr

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promenade_01Travemündes Promenade wird bald aufpoliert. Abschied vom Charme der 70er: Die Strandpromenade soll bis zum Saisonstart 2010 für 6,2 Millionen Euro verschönert werden. Den Großteil will das Land zahlen.Der längste Meerblick Travemündes

bekommt eine Schönheitskur: Die 1,7 Kilometer lange Strandpromenade wird runderneuert. Kosten: 6,2 Millionen Euro. „Sie ist seit 1970 ein Flickenteppich“, beklagt Kurdirektor Uwe Kirchhoff den Zustand der Strandpromenade mit dem Charme der 70er Jahre. Deshalb hat er bereits vor zwei Jahren eine Erneuerung der Flaniermeile am Meer vorgeschlagen – verfolgte seine Pläne aber wegen der ablehnenden Haltung von SPD und Grünen nicht weiter. Jetzt hat das Land bis zu 80 Prozent Fördermittel im Zuge des Konjunkturprogramms zugesagt – nun bekam das Projekt plötzlich einstimmige Zustimmung im Kurbetriebsausschuss. Kirchhoff freut sich: „Das ist eine historische Chance.“

Die breite Flaniermeile soll nicht nur neues Pflaster bekommen, sondern vor allem mehr zum Verweilen einladen – und die Spaziergänger bis zum Grünstrand locken. Denn derzeit enden die allermeisten Spaziergänge vor dem Columbia Hotel. Dort soll die Promenade ihren Mittelpunkt bekommen und in einem Rund verlaufen. An dieser Stelle würde auch die geplante Fußgängerzone (Bertlingstraße) einmünden. Der besondere Kniff: An dem Platz führt eine Rampe hinunter zum Strand – für Rollstuhlfahrer, Kinderwägen, Kinderroller und und und. . . „Damit haben wir endlich einen behindertengerechten Zugang zum Strand“, so Kirchhoff.

Außerdem ist geplant, auf dem Grünstrand eine großzügige Spielfläche für die Kleinen anzulegen. Damit gäbe es auch wieder einen weiteren Spielplatz – der alte neben Columbia Hotel war verrottet und ist längst abgerissen worden. In der Nähe des Grünstrandes kann sich Kirchhoff auch einen Promenadensteg vorstellen – mit Sitzbänken. Diese Mini-Mole soll zum einen mehr Gäste auch an diese Stelle Travemündes locken, zum anderen vor Strömungen und Wind schützen, so dass weniger Sand abgetragen wird. Auch eine Slipstation für Boote kann gebaut werden. Denn das Gelände soll während der Travemünder Woche genutzt werden.

An einen Golfplatz in klein an der Promenade ist ebenfalls gedacht. Und natürlich soll es jede Menge Sitzgelegenheiten geben, dazu Kunst, möglicherweise „Wind-Art“, Wasserspiele, Flaggen und einen Irrgarten. „Wir wollen mit den Vereinen und Verbänden vor Ort in einem Workshop die Gestaltung erarbeiten“, sagt Kirchhoff. Klar ist aber, dass das Design wie im Brügmanngarten und im Godewindpark aussehen soll. Und das gusseiserne Geländer der Promenade bleibt erhalten. Andrea Gastager, Chefin des Lübeck und Travemünde Marketings, unterstützt das Bauprojekt:„Sehr viele andere Ostseebäder haben in ihre Strandpromenaden investiert. Dort gibt es bereits eine Aufenthaltsqualität. Es wäre toll, wenn Travemünde da aufholt.“

Das Land hat zugesagt, das Projekt zu fördern. Dennoch werden 1,24 bis 1,86 Millionen Euro der Investitionskosten zu Lasten des Kurbetriebes gehen. Deshalb muss die Bürgerschaft zustimmen. SPD-Fraktionschef Peter Reinhardt dämpft die Hoffnungen: „Wir haben viele Projekte für das Konjunkturpaket angemeldet. Wenn die Stadt zig Millionen Euro zuzahlen muss, müssen wir Prioritäten setzen.“

Von Josephine v. Zastrow
LN vom 18/03/09


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